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Risse im Beton: wie Sie kleinere Schäden selbst sanieren

Selbst bei vergleichsweise jungen Gebäuden können sich unschöne Risse im Beton zeigen, was ganz verschiedene Ursachen haben kann. Zwar ist Beton ein langlebiger Baustoff, bei falscher Verarbeitung, problematischer Witterung, oder Überlastungen ist die Rissbildung durchaus nicht unüblich. Wie kommt es zu den feinen Rissen in der Fassade, wie lässt sich der Problematik vorbeugen und wie erfolgt eine Sanierung?

Ursache von Rissen: schwierige Witterung setzt dem Beton zu

Wie andere Materialien auch, den sich Beton bei Sonneneinstrahlung aus und zieht sich nach dem eher kalten wieder zusammen - hier können schnell oberflächliche, kleine Risse entstehen. Die Beseitigung sollte allerdings nicht zu lange hinausgezögert werden, auch wenn es sich zunächst nur um einen kosmetischen Schaden handelt. Problematisch ist dabei nämlich, dass es zu einer sogenannten "Frostsprengung" kommen kann: im Winter läuft Wasser in die kleinen Risse, welches sich beim Gefrieren ausdehnt und eine große Sprengkraft entwickeln kann.

In der Folge werden die Risse also immer tiefer. Neben den Witterungseinflüssen kann auch zu schnelles Aushärten des Betons zu Rissbildung führen. Technisch liegen dieselben Ursachen vor wie bei der Erwärmung, denn beim Auswertungsprozess wird die Masse vermindert. Geschieht dies zu schnell und zieht der Beton sich demzufolge auch zu schnell zusammen, entstehen die bekannten Rissbilder. Keinesfalls außer Acht gelassen werden sollte natürlich auch der natürliche Alterungsprozess als Schadensursache, was vor allem auf Stahlbeton zutrifft. Die Verarbeitung des Betons ist ebenso nicht immer unproblematisch, ein falsches Mischungsverhältnis kann die Rissbildung ebenso begünstigen.

Einfacheres Beseitigung mit Epoxidharz

Die Frage, die sich jetzt für Sie allerdings stellt, lautet: wie können bereits entstandene Risse beseitigt werden? Für kleinere Risse ist es empfehlenswert, ein Füllmittel auf Basis von Epoxidharz einzubringen. Der Vorteil dieser Harze liegt darin, dass sie sich beim Aushärten nicht zusammenziehen, wodurch mehrfache Behandlungen nicht notwendig sind. Auch der Hersteller von Wartungsmaterialien Watco gibt Hinweise zum fachgerechten Einsatz von Epoxidharz, laut Angaben der Fachleute lassen sich mit diesen Epoxidharzen Risse mit einer Breite von 3 bis 25 mm zuverlässig schließen.

Ein besonderer Vorteil des Materials liegt auch in der Dehnbarkeit. Für die Behandlung kann es allerdings notwendig werden, einen Winkelschleifer mit Trennscheibe zu verwenden und die Risse ein wenig aufzuweiten. Einige Füllmaterialien lassen sich ansonsten nicht einbringen. Darüber hinaus handelt es sich bei den Epoxidharzen zumeist um Zwei-Komponenten-Harze, die auch streng nach Herstellervorschrift gemischt werden sollten. Solche Reparaturmaßnahmen lassen sich mit einer einfachen Handpresse durchführen, sind aber nur bei oberflächlichen Rissen tatsächlich empfehlenswert. Tiefere Risse können durchaus einen erheblichen Einfluss auf die Statik haben, zumal bei Stahlbeton häufig auch das Metall freigesetzt und der Korrosion ausgeliefert wird - was der Stabilität natürlich zusätzlich schadet. Im Zweifel sollte also ein Fachmann zurate gezogen werden.

Wie sich Risse im Vorfeld verhindern lassen

Um die Entstehung von Rissen zu verhindern, sollte der Beton nach Möglichkeit versiegelt werden - so lässt sich das Eindringen von problematischer Feuchtigkeit wirkungsvoll verhindern. Ein einfacher Schutzanstrich ist zumeist genügend. Außerdem kann eine zusätzliche Dämmung nicht nur Ihre Energiekosten reduzieren, sondern auch die schädlichen Temperaturschwankungen auf der Betonoberfläche mindern.

Letztlich können Sie also in mehrfacher Hinsicht von solchen Maßnahmen profitieren - und müssen sich künftig nicht mehr mit der Beseitigung von Rissschäden auseinandersetzen.

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