Die richtige Lichtplanung im Eigenheim

„Es werde Licht!“ – Die richtige Lichtplanung im Eigenheim für eine gemütliche Wohnatmosphäre

Licht, ganz besonders Tageslicht, ist unheimlich wertvoll für Menschen, denn es hat direkten Einfluss auf den Bio-Rhythmus, die tägliche Stimmung und trägt zum Wohlbefinden bei.

Auch beim Hausbau sollte man die Wirkung von Licht auf die Wohnatmosphäre nicht unterschätzen, entscheidet es doch maßgeblich darüber, ob man sich im Eigenheim wohlfühlt oder nicht. Wir erklären Ihnen in diesem Artikel, was Sie bei der Lichtplanung im (Massiv-)Haus beachten müssen!

Bauherren werden beim Hausbau schon recht früh, idealerweise zum Zeitpunkt der Hausplanung, mit der Lichtplanung ihres Eigenheims konfrontiert. Während die einen bei dem Elektroplan verzweifeln, sind die anderen mit Begriffen wie „Beleuchtungskonzept“ oder „Zonenlicht“ überfordert. Wieder andere realisieren gar nicht, dass sich der Begriff „Lichtplanung“ nicht nur auf die künstliche Beleuchtung bezieht, sondern auch die Planung von Fenstern umfasst.

Dabei sollte man die Wirkung einer optimalen Lichtplanung nicht unterschätzen. Ein Wohnzimmer kann so gleich viel gemütlicher wirken und auch im Schlafzimmer zaubert man mit dem richtigen Licht von allein eine kuschlige Stimmung.

Lichtplanung – Was ist das?

Lichtplanung (oder auch Lichtdesign) ist die bewusste Gestaltung der Umgebung mithilfe von Licht. Hier unterscheidet man beim Hausbau zwei Bereiche:

Die Tageslichtplanung ist äußerst wichtig und nicht zu unterschätzen. Tageslicht ist ideal für den menschlichen Bio-Rhythmus und das Wohlbefinden der Bewohner. Die Planung umfasst architektonische Merkmale, wie die Positionierung und Größe von Fenstern, Türen, Oberlichtern, Atrien oder die Lichtlenkung mithilfe von Lichtröhren.     

Bei der Kunstlichtplanung sorgen künstliche Lichtquellen für Helligkeit, ein gesundes Licht und beeinflussen das Raumgefühl positiv. Künstliches Licht eignet sich ideal, um Architektur zu gliedern, zu unterstreichen oder zu kaschieren. Die Leitungen und Anschlüsse dafür müssen vor Beginn des Baus in einem Elektroplan verzeichnet sein. Daher sollte man schon bei der Hausplanung eine gewisse Vorstellung davon haben, wie die Räume später genutzt werden und wo die ein oder andere Lampe steht oder hängt.

Es ist zudem möglich, beide Bereiche miteinander zu kombinieren. Bei dem sogenannten Virtual Skylightnutzt man Leuchten, bevorzugt LEDs, und auch Fenster, um an Decken oder Wänden in Arbeitsbereichen Tageslichtwechsel, Wolken oder Sonnenlicht zu simulieren. Dies soll das Wohlbefinden steigern und einen positiven Einfluss auf die Produktivität haben.

Tageslichtplanung im Detail

 

Bei der Tageslichtplanung nutzt man das Himmels- bzw. Sonnenlicht und lenkt dieses mithilfe von Physik durch Fenster, Türen, Oberlichter oder auch Lichtröhren in die Tiefen eines Gebäudes. Die wissenschaftlichen Vorgänge heißen Transmission, Refraktion oder Reflexion. Vor allem letztere spielt auch bei der Lichtverteilung im Gebäude eine Rolle.

  • Transmission bezeichnet die Durchlässigkeit eines Mediums (z.B. Fenster oder Tür) für Strahlen (Licht) ohne die Änderung der Frequenz/Stärke.
  • Refraktion, die Brechung des Lichts, tritt auf, wenn Licht aufgrund eines Mediums die Richtung wechselt.
  • Reflexion ist ein anderes Wort für Spiegelung. Hier ist das Zurückwerfen von Licht mithilfe eines Mediums in Richtung des Ursprungs gemeint.
Da Tageslicht abhängig vom Wetter jedoch einen wechselnden Charakter hat, macht dies die Planung zu einem komplizierten und komplexen Prozess. Ein wichtiger Wert ist dabei die Beleuchtungsstärke in den einzelnen Räumen.

Diese wird in Lux gemessen - daher spricht man umgangssprachlich auch von der „Lux-Zahl“. Die Beleuchtungsstärke gibt an, wie viel Lichtstrom einer Lichtquelle auf eine Fläche fällt. So können Architekten und Planer ableiten, ob der Raum hell genug ist oder ob im Raum ein weiteres Fenster benötigt wird. Feste Größen der Beleuchtungsstärke gibt es nicht, denn jeder Mensch nimmt Lichtstärken unterschiedlich wahr. Orientieren kann man sich jedoch an Richtwerten, die von Zimmer zu Zimmer variieren können. So ist im Schlafzimmer ein Richtwert von 45 Lux annehmbar, im Arbeitszimmer sollten allerdings, zumindest direkt auf dem Schreibtisch, 500 Lux erreicht werden.

Ein weiterer Wert, der für die Fensterplanung herangezogen wird, ist der Tageslichtquotient. Er gibt das Verhältnis der Beleuchtungsstärke im Innenraum zu außen an. So können bei einem Neubau die Lichtöffnungen, wie Türen oder Fenster, durch tageslichttechnische Berechnungen exakt so geplant werden, dass sich im Haus nach der Fertigstellung des Baus ein gewünschter Tageslichtquotient ergibt, der zu einem hohen Wohnkomfort beiträgt. Bei diesen Berechnungen gibt es jedoch einiges zu beachten. Zunächst muss man immer von zwei Beleuchtungsschwerpunkten ausgehen:

  1. Wenn die Sonne am wolkenlosen Himmel scheint und das Haus mit Licht flutet.
  2. Wenn ein bedeckter, grauer Himmel im Hausinneren für viel Schatten sorgt.

Auch Rahmenbedingungen, wie Breitengrad des Standorts, Ausrichtung des Neubaus oder Positionierung und Umgebung des Gebäudes, werden bei der Planung nicht außer Acht gelassen. So bietet beispielsweise ein Baum vor dem Haus im Sommer aufgrund seiner Blätter Sonnenschutz, im Winter kann er den Räumen jedoch Helligkeit nehmen.

Desweitern gilt es raum- und zweckbezogene Besonderheiten zu beachten. Arbeitsplätze, wie der Schreibtisch im Arbeitszimmer oder die Arbeitsplatte in der Küche, benötigen eine höhere Helligkeit bzw. bessere Beleuchtung, währenddessen Ruheplätze, wie die Schlafräume, von Schatten und einem Lichtschutz profitieren.

Ziele einer idealen Tageslichtplanung sind eine möglichst lange Tageslichtautonomie - also die Zeit, in der man im Haus komplett auf Kunstlicht verzichten kann -, die Akzeptanz des Gebäudes und das Wohlbefinden der Bewohner.

Selbst im eigenen Traumhaus wird man sich ohne genügend Tageslicht nie wirklich behaglich oder heimisch fühlen.

Daher kann eine zu geringe Helligkeit in Räumen laut Baugesetzbuch (BauGB) §136 Abs. 3 auch als baulicher Missstand bewertet werden:

„Bei der Beurteilung, ob in einem städtischen oder ländlichen Gebiet städtebauliche Missstände vorliegen, sind insbesondere zu berücksichtigen:

  • die Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder die Sicherheit der in dem Gebiet wohnenden oder arbeitenden Menschen in Bezug auf die Belichtung, Besonnung und Belüftung der Wohnungen und Arbeitsstätten, ..."

Dies ist nicht die einzige gesetzliche Vorgabe zur Tageslichtversorgung in Gebäuden. Der Fachverband Tageslicht & Rauchschutz e.V. (FVLR) präsentiert auf seiner Internetseite eine genaue Aufstellung jedes Regelwerkes, welches sich auf die Tageslichtplanung bezieht. Auch gewerbliche Arbeitsstätten müssen laut EU-Arbeitsstättenrichtlinie (Anhang I & II) oder Arbeitsstättenrichtlinie ASR A1.6 oder ASR A3.4 eine ausreichende Tageslichtversorgung an allen Arbeitsplätzen sicherstellen.

Trotz der gesetzlichen Festlegungen und der hohen Relevanz sind Tageslichtberechnungen allerdings kein Teil des Baugenehmigungsverfahrens. Umso wichtiger ist ein guter Architekt oder Planer, der sich mit dem Thema auskennt. Wer sich für einen Massivhausanbieter mit Systembauweise wie Town & Country Haus entscheidet, trifft eine gute Wahl. Hier muss die Tageslichtplanung nicht für jedes Haus neu berechnet werden.

Zudem zeigt die Erfahrung von vielen gebauten Häusern, dass diese von den Bauherren ohne Probleme angenommen werden.

Fenster – mehr als nur ein Loch in der Wand

Fenster geben dem Eigenheim nicht nur ein individuelles Aussehen und einen besonderen Charme, sondern erfüllen zudem zwei wichtige Funktionen, die direkten Einfluss auf das Wohlbefinden der Bewohner und die Wohnatmosphäre haben. Zum einen ermöglichen sie den Ausblick in die Umwelt, zum anderen lassen sie Licht und frische Luft ins Hausinnere.

Wie groß die Fensterfläche eines Wohnhauses sein muss, ist in den Landesbauordnungen der jeweiligen Länder geregelt. Durchschnittlich sind etwa 10 bis 12,5 Prozent der Grundfläche eines Raumes mit Fensterfläche abzudecken. Die DIN 5034 schreibt zusätzlich vor, dass die Fensterbreite mindestens 33 Prozent der Raumbreite betragen muss. Konkret bedeutet das: Ein 4 x 5 Meter großer Raum sollte eine Fensterfläche von etwas mehr als 2,8 Quadratmetern haben. Diese Fläche entspricht in etwa einem bodentiefen Doppelfenster.

Erfahrene Architekten und Planer sind aber eher der Meinung, dass die Position und die Proportion von Fenstern viel wichtiger sind, als deren tatsächliche Größe. Besonders geneigte oder horizontale Fenster, wie Dachfenster, haben durch ihre günstige Position in Richtung des Himmels die doppelte Lichtausbeute wie senkrechte Fenster der gleichen Größe.

 

Anforderungen bei der Fensterplanung

  • Akustischer Wohnkomfort

Je mehr Fenster in einem Raum verbaut werden, desto mehr (Stör-)Geräusche dringen von außen nach innen und umgekehrt. Vor allem in Ruheräumen, wie dem Schlafzimmer, kann ein schlechter Schallschutz von Fenstern je nach Standort des Hauses zu einem echten Problem werden. Schlaflosigkeit oder ein unruhiger Schlaf als Folgen können sich negativ auf die Gesundheit der Bewohner auswirken. Daher darf der Geräuschpegel hier nur bis zu 25 dB betragen. In Wohnräumen dürfen es gerade mal 5 dB mehr, also maximal 30 dB, sein. Nur in Arbeitszimmern ist ein Geräuschpegel bis 50 dB empfohlen. Den gewünschten Schallschutz erreicht man über die Verglasung des Fensters. Hier gilt die Einteilung in Schallschutzklassen und die VDI-Richtlinie 2719 „Schalldämmung von Fenstern“ als generelle Orientierung. Möchte man herausfinden, welche Schallschutzklasse man für welche Fenster seines Hauses benötigt, sollte man die Lärmbelästigung an jedem Fenster messen und diese dann mit den empfohlenen Werten für die jeweiligen Räume abgleichen.

Town & Country Haus verbaut in seinen Massivhäusern im Standard im Lärmpegelbereich I/II üblicherweise Fenster der Schallschutzklasse II (Dreifachverglasung bis 32dB). Für den Lärmpegelbereich III sind in der Sonderausstattung üblicherweise Fenster der Schallschutzklasse III (Dreifachverglasung bis 38dB) vorgesehen und im Lärmpegelbereich IV Fenster der Schallschutzklasse IV (Dreifachverglasung bis 42dB).

Darüber hinaus kann der Schallschutz von Fenstern durch spezielle, aber teure Schallschutzfenster oder den Einbau von Rollläden mit Schalldämmeinlage verbessert werden. Im Inneren kann man beim Wohnen & Einrichten auf die Verwendung von Lärmschutzvorhängen achten. Optisch ähneln sie normalen Vorhängen, sollen aber besser vor gewöhnlichen Lärm von draußen schützen und für einen erholsameren, tieferen Schlaf sorgen.

  • Sonnenschutz

Der Bio- oder Schlafrhythmus des Menschen kann im Sommer durch die Sonne gestört werden. Morgens wird man noch vor dem Wecker mit den ersten Sonnenstrahlen wach und abends kann man aufgrund eines späten Sonnenuntergangs nicht richtig einschlafen. Ein Sonnenschutz kann da wahre Wunder wirken und ist vor allem bei großen Fenstern dringend notwendig. Dabei gibt es verschiedene Formen, welche sich in die Kategorien „feststehender Sonnenschutz“ und „beweglicher Sonnenschutz“ einordnen lassen. Den beweglichen Sonnenschutz kann man je nach Bedarf flexibel an Tages- oder Jahreszeit, Sonnenstand oder den individuellen Bedarf an Helligkeit anpassen.

Innenliegende Rollos, Plissees oder Lamellen-Vorhänge sind witterungsunabhängig, leicht bedienbar und zum Teil auch in Kombination mit Hitzeschutz erhältlich. Mit ihnen kann man problemlos den Tageslichteinfall durch das Fenster kontrollieren und zusätzlich schenken sie Sichtschutz. Town & Country Haus schützt Bauherren durch die im Kaufpreis enthaltenen Rollläden. Jedoch schaffen sie es meist nicht für 100-prozentige Dunkelheit zu sorgen. Markisen, Fensterläden oder Sonnensegel sind ein Sonnenschutz, der außen am Haus anliegt und ebenfalls das Tageslicht regulieren kann. Wer es zum Schlafen richtig dunkel haben möchte, der greift auf elektrische oder manuelle Rollläden zurück. Diese werden außerhalb angebracht oder im Idealfall sogar über dem Fenster eingemauert und haben neben dem Sonnen- und Hitzeschutz auch noch eine abschreckende Wirkung auf Einbrecher.

  • Wärme-/Hitzeschutz

Fenster sind, was den Wärmeverlust angeht, die Schwachstellen eines Hauses. Um dennoch die Vorgaben der aktuellen Energieverordnung zu erfüllen, ist es wichtig, beim Kauf der Fenster auf den U- und g-Wert der Scheiben zu achten. Der U-Wert, auch als Wärmedurchgangskoeffizient bekannt, gibt an, wie viel Wärme des Hauses durch ein Fenster verloren geht. Aufgrund der energetischen Anforderungen muss der U-Wert mindestens 1,3 W/m2K betragen – ein Wert, der bereits mit zweifach verglasten Fenstern gesichert ist. Der g-Wert hingegen beschreibt, wie viel Sonnenenergie ins Haus gelassen wird. Dieser Wert sollte je nach Ausrichtung des Fensters im Haus variieren. Town & Country Haus verbaut in seinen Massivhäusern dreifach verglaste Fenster, deren U- und g-Werte die aktuellen Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes nicht nur erfüllen, sondern sogar übertreffen.

Dennoch reicht ein hoher g-Wert des Fensterglases nicht immer aus. Ein zusätzlicher Hitzeschutz ist vor allem im Sommer unheimlich wichtig. Ein Wärme-/Hitzeschutz für Fenster ist oftmals in Kombination mit einem Sonnenschutz erhältlich. So halten Verdunklungsrollos an der Fensterinnenseite ebenso einen Teil der Wärme ab, wie auch elektrische Rollläden an der Außenseite.

Bei Town & Country Haus sind bereits Rollläden im Kaufpreis inklusive und tragen zum Sonnenschutz bei. Alternativ kann man sich auch für Fenster mit besonderer Hitzeschutzverglasung entscheiden. Diese sind jedoch teuer und kommen daher nicht für jeden in Frage. UV-Folien sind die günstigere Wahl. Diese sind aus Polyethylenterephthalat (kurz: PET) und mit Aluminium oder anderen Metallen bedampft, was für Farb- oder Spiegeleffekte sorgt. UV-Folien werden in Eigenleistung mithilfe von Adhäsion aufs Fenster aufgebracht oder aufgeklebt.

Durch Reflektion oder Absorption wird ein Teil des Lichts, und damit auch die Wärme aus dem Innenraum des Hauses ferngehalten. Aufgrund ihrer Zusammensetzung enthalten sie einen UV-A- und UV-B-Filter, dessen Stärke je nach Helligkeit der Folien variiert. Hellere, fast transparente Folien schlucken je nach Marke und Hersteller etwa 50 % der UV-Strahlen, dunkle bis zu 99 %.

Eine spezielle Form der Hitzeschutzfolien sind Energieeinsparfolien, auch Kälteschutzfolien genannt.

Diese blocken im Sommer die Wärme der Sonnenstrahlen ab und senken die Innentemperatur des Hauses um bis zu 9 Grad Celsius (im Vergleich zur Außentemperatur). Im Winter funktioniert der Effekt dann in die andere Richtung und die Wärme bleibt im Raum. So entstehen laut den Angaben der Hersteller 17 bis 25 % Energieeinsparungen.

Die Haltbarkeit solcher Folien kann je nach Marke variieren. Gute UV-Folien sollten innen locker 15 bis 20 Jahre halten, außen etwa 10 bis 15 Jahre. Der einzige Nachteil: Einige Folien sind so dunkel, dass sie den Raum dauerhaft abdunkeln und den Ausblick nach draußen erschweren.

  • Blendschutz

Der Blendschutz ist vor allem an Arbeitsplätzen wichtig, um das ungestörte Arbeiten, zum Beispiel an einem Computer-Bildschirm, zu ermöglichen. Die gängigsten Methoden wurden bereits genannt. Diese sind vor allem im Innenraum Sonnenschutz-/Hitzeschutzfolien, die auf dem Fenster aufgeklebt werden, oder Rollos, Jalousien, Schiebegardinen, Plissees oder Lamellen-Vorhänge. Aber auch Insektenschutzrollos können als Blendschutz fungieren. Diese bringt man am besten außerhalb des Fensters an.

  • Sichtschutz

Große Fenster sind gut und schön, aber können vor allem bei Dunkelheit unheimlich wirken. Während die Bewohner im Haus nichts mehr von ihrer Umgebung erkennen können, kann man von außen problemlos durch die Fensterscheiben in hell-erleuchtete Räume schauen. Auch tagsüber hat man manchmal das Bedürfnis nach mehr Privatsphäre, zum Beispiel im Badezimmer.

Hier hilft ein Sichtschutz am Fenster. Beliebt sind Plissees oder Faltrollos, da diese dem Raum wenig Licht nehmen und flexibel verstellbar sind. Möchte man vor allem in der Dunkelheit für Sichtschutz sorgen, greift man am besten auf Rollläden außerhalb des Fensters zurück. 

  • Einbruchsicherheit

Fenster sind oft das erste Ziel von Einbrechern, da sie geringeren Widerstand leisten als Türen. Um Dieben den Zutritt zum Haus zu erschweren oder gar zu verwehren, sollte man beim Kauf von einbruchshemmenden Fenstern auf Bruchsicherheit des Glases sowie Fenstersicherungen gegen Aufhebeln oder -bohren achten. Die Fenster, die Town & Country Haus standardmäßig in seinen Massivhäusern verbaut, besitzen sogenannte Pilzkopfzapfenverriegelungen, welche nicht aufzuhebeln sind. Im Idealfall kauft man zudem Fenster zum Verriegeln. Kellerfenster sollten mit einem Gitter davor abgesichert werden.

  • Raumplanung

Etwas, das man beim Auswählen der Fenster nicht vergessen sollte, ist die Raumplanung. Um den Lichteinfall und die Helligkeit im Raum nicht zu mindern, kann man vor großen, bodentiefen Fenstern kaum, und wenn, nur kleine Möbel stellen. Hat ein Raum vieler solcher Fenster kann dies die Stellfläche im Raum drastisch reduzieren und beim Einrichten zu Problemen führen. Daher ist es wichtig, schon bei der Hausplanung ein ungefähres Einrichtungskonzept vor Augen zu haben. Es kann helfen, sich die Möbel in eine Kopie des Grundrisses einzuzeichnen, um eine bessere Vorstellung der Stellflächen in Kombination mit Fenstern zu bekommen.

Bei der Kunstlichtplanung sollte man verschiedene Fragen für sich beantworten:

  • Welches Leuchtmittel kommt für mich in Frage?
  • Welche Lichtfarbe möchte ich in meinem Zuhause haben?
  • Welche Lampen gefallen mir?
  • Und wie möchte ich meine Räume schließlich ausleuchten?

Kunstlichtplanung im Detail

Wer dachte, die Fensterplanung im Eigenheim sei schon schwierig, der wird die Kunstlichtplanung als echte Herausforderung wahrnehmen. Wird man bei der Tageslichtplanung noch von einem Architekten, Planer oder Hausbaupartner unterstützt, ist man bei der Kunstlichtplanung meist auf sich alleine gestellt. Dabei gilt es, wichtige Entscheidungen zu treffen: Wo möchte man welche Lampe platzieren? Wo soll mit welchem Licht welche Stimmung erzeugt werden?

Man könnte fast meinen, die Kunstlichtplanung fällt ausschließlich in die Kategorie „Wohnen und Einrichten“, dabei muss man schon bei der Hausplanung wissen, wie man später bestimmte (Funktions-)Bereiche ausleuchten will, damit beim Bau Steckdosen gesetzt und elektrische Kabel gezogen werden können. Daher ist es wichtig, sich zunächst Inspirationen und Einrichtungsideen zu holen und diese dann auf den Grundriss des eigenen Hauses zu übertragen und seinem persönlichen Geschmack an Helligkeit anzupassen. Dazu kann man Bücher durchstöbern, sich durch das Internet oder soziale Medien klicken oder in den Wohnungen von bei Freunden und Familie nach Anregung Ausschau halten.

    Das Leuchtmittel

    Mittlerweile gibt es in Deutschland mehr als 150 verschiedene Leuchtmittel-Typen, welche sich in zwei Hauptklassen unterteilen lassen: Festkörperlampen und Entladungslampen. Zu ersterem zählt zum Beispiel die Glühlampe. Sie gilt mit ihrem warmweißen Licht als Wärmespender und gibt Farben realitätsgetreu wieder.

    Allerdings hat die Glühlampe mit nur 1000 Betriebsstunden eine recht kurze Lebensdauer. Ein weiterer Nachteil ist ihre schlechte Energieeffizienz. Gerade mal 5 % des Stroms werden für die Produktion von Licht verbraucht, der Rest geht als Wärme verloren.

    Halogenlampen

    Halogenlampen, ebenfalls Festkörperlampen, sind als Dauerbrenner bekannt. Sie haben die beste Farbwiedergabe und eine doppelt so lange Lebensdauer wie Glühlampen. Niedervolt-Systeme (12 Volt) können Licht punktgenau bündeln. Daher werden Halogenlampen oft für sogenannte Spotlights an der Decke oder zur Beleuchtung von Arbeitsflächen genutzt. Halogenlampen sind stufenlos dimmbar und können so flexibel an den Helligkeitsbedarf im Raum angepasst werden.

    Kompaktleuchtstofflampen

    Zu den Entladungslampen zählen beispielsweise die Kompaktleuchtstofflampen, auch bekannt unter dem Vermarktungsnamen „Energiesparlampe“. Diese sind ein echtes Wirtschaftswunder: Sie verbrauchen 80 % weniger Strom als Glühlampen und haben dennoch eine 12-mal längere Brenndauer/Lebenszeit. Sie weisen zwar eine deutlich bessere Umweltbilanz vor als Glüh- oder Halogenlampen, haben jedoch aber auch deutlich größere Umweltauswirkungen. Daher sind Ein- und Ausfuhr sowie Herstellung dieser Lampen innerhalb der EU seit 2018 unzulässig.

    LED-Lampen

    Im Trend liegen derzeit LED-Lampen und das nicht nur aufgrund ihrer besonders hohen Lebensdauer (etwa 50.000 Stunden), sondern auch wegen ihrer sehr guten Energieeffizienz. Je nach Modell oder Gerät verbrauchen LED-Leuchtmittel 90 % weniger Energie als herkömmliche Glühlampen. Das Licht wird dabei von Leuchtdioden, kurz LEDs, erzeugt. Moderne LED-Lampen spenden warmweißes Licht, sind aber auch in bunten Farben erhältlich. LEDs sind in der Regel dimmbar und benötigen nach dem Anschalten keine Aufwärmzeit.

    Die Lichtausbeute der unterschiedlichen Leuchtmittel wird in Lumen angegeben und lässt erkennen, wie hell eine Lampe leuchtet. Je höher der Lumen-Wert, welcher auf der Verpackung einer Leuchte gekennzeichnet ist, desto mehr Licht gibt das Leuchtmittel pro Zeiteinheit ab.

    Die richtige Lichtfarbe

    Licht ist nicht gleich Licht! Lampen können je nach Lichtfarbwert in verschiedenen Lichtfarben leuchten. Experten unterscheiden Lampen jedoch nicht nur nach Lichtfarbe, sondern auch nach Farbwiedergabe - also der Fähigkeit Farben unverfälscht wiederzugeben. Beides hat direkten Einfluss auf das Wohlbefinden im Raum.

    Licht wird in Kelvin (K) gemessen. Ist dieser Wert niedrig, nehmen wir das Licht der Lampe als warm war, was in uns ein behagliches Gefühl auslöst. Je höher der Kelvin-Wert ist, desto kälter kommt uns das Licht vor. Kaltes Licht kann belebend wirken und uns zum Beispiel zum Arbeiten aktivieren. Mit diesem Wissen kann man die Farben des Lichts in den unterschiedlichen Räumen seines Zuhauses geschickt einsetzen, mit einer beruhigenden oder einer stimulierenden Wirkung.

    Die Farbwiedergabe des Lichts wird mit dem Farbwiedergabeindex Ra oder CRI ausgewiesen. Durch ihn kann man die Farbtreue einer Lampe einschätzen. Damit ein Objekt unter Licht realitätsgetreu dargestellt wird, muss die Lichtquelle sämtliche Spektralfarben enthalten. Den Maximalwert Ra=100 erreicht die Sonne. Schon ab einem Wert von 90 können die Farben matt oder gräulich erscheinen.

    Herkömmliche Glühlampen und 12-V- und 230-V-Halogenlampen kommen noch auf den Idealwert 100 und überzeugen daher mit einer nahezu perfekten Farbtreue. LED-Lampen können allerdings, je nach Modell, Werte von 80 bis 99 aufweisen. Daher sollte man beim Kauf nicht nur auf die Lichtfarbe, sondern auch auf die Farbwiedergabe achten, die alternativ zum Index auch in den Abstufungen 1A (Ra-Werte ab 90), 1B (80-89), 2A (70-79), 2B (60 bis 69), 3 (40-59) und 4 (20-39) angegeben sein kann.

    Die Beleuchtung im Eigenheim bedarfsgerecht planen

    Um die Beleuchtung im Eigenheim besser planen zu können, eignet sich die Erstellung eines Beleuchtungsplans. Dieser basiert auf dem maßstabsgetreuen Grundriss des Hauses, in den alle gewünschten Elektroinstallationen und Funktionsplätze, wie ein Essplatz oder eine Sitzgruppe, eingetragen werden. So kann man als nächstes den Lichtbedarf im Raum bestimmen. Es ist wichtig, mit Licht verschiedene Stufen der Helligkeit zu erzeugen, denn erst Schatten lässt die Form und Struktur von Gegenständen hervortreten und nimmt dem Zimmer die Flachheit.

    Die Beleuchtung eines Raumes sollte sich in drei 3 Kategorien teilen:

    • die Grund- oder Allgemeinbeleuchtung,
    • die Zonen-/Platz- oder Funktionsbeleuchtung und
    • die Akzentbeleuchtung.

    Erst durch das Zusammenspiel aller drei Beleuchtungsarten entsteht ein harmonisches Lichtkonzept.

    Die Grund- & Allgemeinbeleuchtung

    Umgangssprachlich oft als das „große Licht“ bezeichnet, sprechen Experten von der Basis-Beleuchtung oder der Grund- oder Allgemeinbeleuchtung eines Raumes. Dabei handelt es sich um das Licht, welches man als erstes einschaltet, sobald man ein dunkles Zimmer betritt. Das gleichförmige Licht leuchtet den Raum optimal aus und sorgt so für Helligkeit und Übersicht.

    Die Allgemeinbeleuchtung wird meistens durch eine zentral angebrachte Deckenlampe, einen Deckenfluter oder – Strahler oder durch ein Ensemble aus kleineren Deckeneinbauleuchten, sogenannten Spots, sichergestellt.

    Die Zonen- & Platz bzw. Funktionsbeleuchtung

    Möchte man einen Raumbereich hervorheben, greift man auf die Beleuchtungsart Zonenbeleuchtung zurück. Hier geht es vor allem darum, den Blick der Anwesenden im Raum zu lenken und gewisse Highlights hervorzuheben. Aber auch ganze Funktionsbereiche, wie der Esstisch oder der Schreibtisch, werden mit der Zonenbeleuchtung erhellt.

    Dafür wählt man vor allem Lampen aus, die das Licht punktuell verteilen, die Helligkeit der einzelnen Lampen kann dabei variieren. Klassische Beispiele sind hier vor allem die Pendelleuchte über dem Esstisch, die Schreibtischlampe, die Stehlampe in der Ecke oder auch eine Wandleuchte.

    Die Akzentbeleuchtung

    Bei der Akzentbeleuchtung geht es weniger um die Helligkeit des Lichts, sondern viel mehr um die Stimmung und Atmosphäre, die das Licht kreieren kann. Es wird also lediglich zu dekorativen Zwecken eingesetzt. So sind Kerzen eine beliebte Akzentbeleuchtung, da sie ein gemütliches Ambiente im Raum schaffen. Zum Teil können die Grenzen zur Zonenbeleuchtung aber auch verschwimmen.

    Einzeln angestrahlte Möbel oder Gemälde an der Wand können sowohl als Akzentbeleuchtung, als auch als Zonenlicht gewertet werden. Der neuste Trend ist eine Akzentbeleuchtung mit bunten LED-Lichtern. Hierfür wird auch oftmals der Begriff Effektbeleuchtung verwendet.

    Eine Besonderheit: Die Lichtplanung in der Küche

    Die Küche ist einer der wichtigsten Räume im Haus. Je nach Größe bietet sie neben dem Platz zum Kochen, auch Raum zum gemeinsamen Beisammensein der Familie und wird daher zu unterschiedlichsten Tageszeiten aufgesucht. Größere Küchen haben sogar meist eine kleine Essecke mit Esstisch und Sitzgelegenheiten. Das Licht in der Küche sollte deswegen nicht nur funktional und praktisch sein, sondern auch zum Wohlfühlen einladen. Es macht daher Sinn, die Beleuchtung gleich bei der Küchenplanung zu berücksichtigen.

    In der Küche gibt es bezüglich des Lichts einiges zu beachten. Besonders hier sollte man neben einer Grundbeleuchtung eine Funktionsbeleuchtung sicherstellen. Beim Kochen oder Arbeiten auf der Arbeitsplatte benötigt man perfekte Sichtverhältnisse im Nahbereich, um nicht nur leckere Kochergebnisse sicherzustellen, sondern auch Verletzungen zu vermeiden. Das Wichtigste sind daher gut ausgeleuchtete Flächen und Lichtquellen, die weder blenden noch Schatten werfen. Am geeignetsten sind Unterbauleuchten. Das sind Lampen, die in Form von Spots oder Strahlern direkt unter dem Hängeschrank angebracht werden. Hier eignet sich helles, kühleres Licht mit einem hohen Lumen-Wert.

    Besitzt die Küche einen separaten Esstisch, muss dieser unbedingt per Zonenlicht ausgeleuchtet werden. Dafür eignet sich warmweißes, dimmbares Licht. Die Auswahl der Lampe sollte sich nach der Größe des Tisches richten. Bei einem kleinen Tisch reicht eine runde Hängelampe, bei einem längeren, rechteckigen Esstisch würde sich eine längliche Pendelleuchte anbieten. Wichtig ist zudem eine höhenverstellbare Lampe auszuwählen, welche etwa 60-70 cm über der Tischplatte hängt.

    Damit die Wohlfühlstimmung in der Küche nicht zu kurz kommt, ist eine Akzentbeleuchtung wichtig. Hier kommen LEDs in verschiedenen Farben als LED-Leuchtstreifen zum Einsatz, welche das Licht indirekt verteilen. Der Vorteil: LEDs lassen sich fast überall problemlos an Küchenschränken anbringen - auch noch nach Aufbau der Küche. Am besten wirkt die Akzentbeleuchtung mit dimmbarem, warmem Licht.

    Generell sollte man bei der Auswahl der Lampen auf pflegeleichte und abwaschbare Modelle achten. Am besten eigenen sich Lampen aus Metall, denn gerade Stoff speichert die Gerüche und vergilbt aufgrund der Dämpfe beim Kochen innerhalb kürzester Zeit.

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