Rund um
den Hausbau

A.

Abbinden

Damit ein Haus in seinem Grundgerüst stehen kann, müssen sich zunächst flüssige Materialien wie Beton, Mörtel, Spachtel oder Putz fest mit dem Untergrund verbinden. Erst dann kann die jeweilige Weiterverarbeitung erfolgen. Dieses schichtartige Trocknen bezeichnet man als Abbinden (bei Beton auch Erstarren genannt).

Abbindezeit

Ist die Zeitspanne, bis Materialien, wie z.B. Beton, die erforderliche Festigkeit für die Weiterverarbeitung erreicht haben und damit zu einem Bauelement gehärtet sind.

Abgehängte Decke

Als abgehängte Decke bezeichnet man ein Deckensystem, bei welchem eine nichttragende Decke durch eine Unterkonstruktion befestigt wird. Die dafür verwendeten „Abhänger“ können aus Holz oder Metall bestehen. Bei einer entsprechend großen Raumhöhe bietet die abgehängte Decke u.a. den Vorteil, dass Kanäle oder Leitungen in die Decke integriert werden können.

Abscheider

Das mechanische Trennverfahren der Abscheidung soll das Abwasser von verschiedenen Stoffgemischen trennen. So gelangen weniger Schadstoffe durch Wasser in die Kanalisation. Die dafür benötigte Vorrichtung zum Trennen wird als Abscheider bezeichnet. Je nach Stoff unterscheidet man z.B. Fettabscheider, Stärkeabscheider oder Abscheider für Leichtflüssigkeiten.

Absorber

Dieser Begriff findet beim Hausbau gleich doppelte Bedeutung, wenngleich der Nutzen ein ähnlicher ist. Zum einen wandelt ein Absorber bei einer solartechnischen Anlage die aufgenommene Sonne in Wärme um. So kann ein Großteil der Sonneneinstrahlung direkt genutzt werden. Als Absorber wird aber ebenfalls ein Wandelement verstanden, welches in der Raumakustik die Schallenergie aufnimmt (absorbiert) und in Wärmeenergie umwandelt.

Absorption

Beschreibt in der Physik im Allgemeinen den Vorgang, bei welchem die vorhandene Energie einer Welle aufgenommen und in neue Energie wie beispielsweise Wärme umgewandelt wird (siehe auch Absorber).

Abwasser

Sobald Wasser häuslich oder landwirtschaftlich gebraucht wurde, fließt es anschließend als Schmutz- oder Niederschlagswasser wieder ab. In sogenannten Abwasseranlagen wird dann nach Gebrauch und Wiederverwendbarkeit des Abwassers unterschieden. Laut dem Wasserhaushaltsgesetz regeln die einzelnen Bundesländer, wer für die jeweilige Abwasserbeseitigung verpflichtet ist.

Acrylharz

Dieses Kunstharz ist aufgrund seiner Haltbarkeit in vielen Baumaterialien wie Lacken, Klebern oder Kunststoffputzen enthalten. Acrylharz hat ausgehärtet eine gute Optik und wird durch die besondere Festigkeit auch gern bei der Gebäudeabdichtung verwendet.

Altlasten

Wenn der zu bebauende Boden bzw. das darunter befindliche Grundwasser in der Vergangenheit besonders stark belastet und verunreinigt wurde, so spricht man umgangssprachlich auch von Altlasten. In solchen Fällen wird unbedingt zu einem vorherigen Bodengutachten geraten, da Altlasten nicht abschätzbare Risiken für Mensch und Umwelt bergen sowie einen hohen, finanziellen Aufwand bei der Beseitigung bedeuten können.

Altlastenkataster

Damit sich der Bauherr vorab über mögliche verunreinigte Bauflächen informieren kann, gibt es das Altlastenkataster. Dieses ist beim zuständigen Bauamt zu erfragen und wird von Umweltämtern, Land und Kommune kontrolliert.

Anker

Dieser vermehrt aus der Nautik bekannte Begriff hat auch im Bauwesen seine Bedeutungen. So dient er z.B. als Hilfsmittel für die Befestigung von Gerüsthaltern an der Gebäudefassade. Auch Bauelemente mit Gewinde, die verschiedene Bauteile miteinander verbinden (oder verschrauben) können, werden als Anker bezeichnet. Ebenfalls treten Anker als feste Stahlteile auf, welche beispielsweise Türen oder besondere Griffe mit der Wand verbinden.

Anstrich

Der erste Pinselstrich, oder auch Anstrich genannt, dient einerseits zur Verschönerung der häuslichen 4 Wände durch verschiedene Farbtöne. Andererseits ist das Auftragen der sogenannten Anstrichmittel wichtig für den Schutz der jeweiligen Oberflächen vor externen Einflüssen. Dies gilt sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich des Hauses.

Antritt

So wird in der Architektur schlicht und einfach die erste Stufe einer Treppe bezeichnet.

Armaturen

Dieser Begriff ist nicht nur Autofahrern bekannt. Armaturen dienen ebenfalls im sanitären Bereich (also im WC oder Badezimmer) als Verschlussvorrichtungen, welche die Zuleitung von Wasser regeln. Das bekannteste Beispiel hierbei ist der Wasserhahn. In der Praxis handelt es sich vornehmlich um Metall-Armaturen. Aber auch in anderen Bereichen des Hauses, wie beispielsweise der Küche, dienen spezielle Design-Armaturen der Verschönerung von Wasserzuläufen.

Atmende Baustoffe

Wenn bestimmte Baumaterialien die Fähigkeit besitzen, feuchte Raumluft aufzunehmen und nach geraumer Zeit wieder abzugeben, so werden diese Baustoffe allgemein als atmend bezeichnet. Allerdings sorgt bei solchen gasdichten Baustoffen erst ein richtiges Belüftungssystem dafür, dass die feuchte Raumluft auch selbständig wieder entweicht. Von alleine atmen kann also auch die beste Wand nicht.

Aufmaß

Bevor gebaut wird, dienen Skizzen und Zeichnungen in Verbindung mit den dazugehörigen Maßen als entscheidende Grundlage für Architekt, Handwerker und Bauherr. Auch am Ende der Bauleistung sind solche Entwürfe wichtig, um die entsprechende Abrechnung der erbrachten, handwerklichen Arbeit zu gewährleisten. Diese mit Maßen versehenen Zeichnungen vor und nach der Bauleistung werden als Aufmaß bezeichnet.

Auftritt

Beim Treppenbau wird mit diesem Begriff die Tiefe der waagerechten Fläche, also Vorderkante einer Stufe bis zur Vorderkante der nächsten Stufe, bezeichnet. Ausreichende Breite für den Auftritt und gleichmäßig ausgerichtete Stufen zeichnen eine bequem begehbare Treppe aus. Dabei sind die Treppenauftritte im Außenbereich eines Gebäudes normalerweise etwas tiefer als die Gegenstücke im Innenbereich.

Ausbauhaus

Fertighäuser, bei welchen der Bauherr den Innenausbau teilweise oder sogar komplett selber vornimmt, werden als Ausbauhäuser bezeichnet. Bei der Baufinanzierung hat dies den Vorteil, dass die selbst geleistete Arbeit dem  Eigenkapital zugeschlagen wird. Eine generelle Vorschrift, was und wie viel der Hersteller eines Ausbauhauses vertraglich erbringen muss, gibt es in Deutschland nicht. Insofern ist es aber auch dem Bauherr überlassen, welches Angebot mit welchen Bauleistungen ihm am besten erscheint. Prinzipiell gilt: je größer das „Grundgerüst“ (Doppelhaus, Reihenhaus, Villa u.a.), umso intensiver kann auch der zu leistende Eigenanteil werden.

Ausblühung

Klingt wesentlich schöner, als es in Wahrheit ist: Ausblühungen zählen zu den Bauschäden und sind verkrustete Salzablagerungen auf der Bauwerksoberfläche. Diese werden aus Putz oder Mörtel ausgelaugt, sobald Wasser von innen nach außen gelangt. Entdeckt man solche Bauschäden, muss zunächst die Quelle des „wandernden“ Wassers gefunden und anschließend beseitigt werden. Hilfsmittel dafür sind Drahtbürste, Bohrmaschine oder Hochdruckreiniger. Anschließend gilt es, die betroffene Stelle ordnungsgemäß zu reinigen und zu grundieren. Ausblühungen sollten immer direkt und gründlich entfernt werden, damit es nicht zu einer erneuten Ablagerung kommt.

Ausschreibung

Verschiedene Firmen, verschiedene Angebote: um einen fairen und transparenten Wettbewerb zu gewährleisten, erfolgt vor der Verteilung von größeren Bauaufträgen immer eine Ausschreibung. Bei Bauvorhaben von öffentlichen Körperschaften ist diese Ausschreibung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Eine Garantie, dass der günstigste auch gleichzeitig der beste Anbieter ist, hat der Bauherr dabei aber nicht.

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