Rund um
den Hausbau

J.

Jahres-Primärenergiebedarf

Der Jahres Primärenergiebedarf umfasst zum einen den Energieinhalt der Brennstoffe und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik unter Berücksichtigung der für die jeweiligen Energieträger geltenden Primärenergiefaktoren. Zum anderen wird zum Jahres-Primärenergiebedarf auch die Energiemenge einbezogen, die für die Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe erforderlich ist. Die Primärenergie wird als Beurteilungsgröße für ökologische Kriterien, wie zum Beispiel die CO2-Emission, herangezogen, weil bei dieser Kenngröße der gesamte Energieaufwand für die Gebäudeheizung berücksichtigt wird. Der Jahres-Primärenergiebedarf ist die Hauptanforderung in der Energiesparverordnung.

Jahresheizwärmebedarf

Hiermit ist die Kenngröße des jährlichen Wärmebedarfs eines Gebäudes gemeint. Es handelt sich um die Energie, welche Jahr für Jahr von der heizungstechnischen Anlage zur Beheizung bereitzustellen ist. Die Warmwasserbereitung zählt dabei nicht mit hinein.

Jahresprimärenergiebedarf

Dieser, nicht ganz leicht über die Lippen gehende, Begriff gibt laut Energieeinsparverordnung an, wie viel Energie während eines durchschnittlichen Jahres für Heizen, Lüften und Warmwasser benötigt wird. Abhängig von Nutzfläche und Volumen eines Gebäudes ist ein zulässiger Höchstwert vorgegeben. Die größte Komponente beim Jahresprimärenergiebedarf ist die Jahresheizwärme.

M.

Magerbeton

Dieses erdfeuchte Zement-Sand-Gemisch im Verhältnis 4:1 wird bei Baumaßnahmen eingesetzt, wenn Beton mit geringer Festigkeit ausreichend ist. Es wird demnach etwas am Zement gespart. Ein geläufiges Beispiel für den Einsatz von Magerbeton ist der Einbau von Palisaden.

Makler- und Bauträgerverordnung

In der MaBV sind die Pflichten der Immobilienmakler, Darlehensvermittler und Bauträger geregelt, die nach § 34c GewO einer Erlaubnis für die Ausübung ihres Gewerbes bedürfen.

Makler- und Bauträgerverordnung

Diese Verbraucherschutzverordnung regelt die Beziehungen zwischen den Auftraggebern auf der einen Seite und den Maklern, Bauträgern und Baubetreuern auf der anderen. Dabei steht der Schutz des Auftraggeber-Vermögens im Mittelpunkt.

Maklerprovision

Entgelt, das für die Vermittlung von Immobilien an einen Makler gezahlt werden muss. Die Höhe der Provision wird frei vereinbart und liegt in der Regel zwischen 3 % und 6 % zzgl. MwSt des Kaufpreises.

Maler

Das handwerkliche Gewerbe des Malers und Lackierers spielt auch beim Hausbau eine wichtige Rolle. Ausgebildete Maler können Innenräume und Fassaden beschichten, Innenwände tapezieren oder auch Bodenbeläge anbringen. Außerdem gehören zum Wissen innerhalb dieses Berufsstandes Kenntnisse im Bauten- und Korrosionsschutz, Gestaltung und Instandhaltung sowie Denkmalpflege. Der moderne Maler ist also schon längst kein reiner „Anstreicher“ mehr, so wie er heute noch in manchen Regionen bezeichnet wird.

Mangel

Leider kann er auftreten: der (Bau)-Mangel. Bei diesem handelt es sich um eine unzureichende Leistung, aus welcher im schlimmsten Fall ein anschließender Schaden entstehen kann. Der tatsächliche Zustand des Bauwerkes ist somit nicht mehr derjenige, welcher von Bauherr und Bauunternehmen bei Vertragsabschluss ausgemacht war. Der Unternehmer hat die Aufgabe, den Bau mit den zugesicherten Eigenschaften zu realisieren. Werden während der Bauphase entstandene Fehler nicht korrigiert, so treten Mängel auf. Zu unterscheiden sind diese in nachzubessernde und hinnehmbare Mängel sowie hinzunehmende Unregelmäßigkeiten.

Massivbauweise

Der Massivbau bezeichnet Bauarten, bei denen hauptsächlich Baustoffe wie Beton, Stahlbeton, Naturstein oder Mauerziegel zum Einsatz kommen. Bei gewerblichen Bauten schon länger üblich, finden auch im privaten Hausbaubereich immer mehr vorgefertigte Massivbauteile ihre Verwendung. Auch ein klassisches Fertighaus kommt ohne solche Bauteile nicht aus. So sind zum Beispiel der Keller bzw. die Bodenplatte aus stabilem, massivem Baumaterial wie Beton.

Mauermörtel

Für den Verbund der einzelnen Mauersteine benötigt der Hausbauer Mauermörtel, umgangssprachlich auch nur als Mörtel bekannt. Dieser gleicht ordnungsgemäß aufgetragen die Unebenheiten der Steinlagen aus und leitet gleichzeitig den Druck des Baukörpers weiter. Unterschiedliche Mörtelgruppen zeichnen sich dabei durch verschiedene Druckfestigkeiten aus. Außerdem wird bezüglich der Aufbereitung auf der Baustelle in Werkfrischmörtel (gebrauchsfertig), Werkvormörtel (Zugabe von Zement und Wasser) und Werktrockenmörtel (Zugabe von Wasser) differenziert.

Mauerwerk

Spricht man von einem Massivbau, so bestehen die Wände in der Regel aus einem Mauerwerk. Zum Einsatz kommen dabei Elemente wie Ziegel, Porenbeton oder KS-Stein, aber auch natürliche Materialien wie beispielsweise Sandstein. Die Bausteine können einschalig, zweischalig, unverputzt oder verputzt vermauert werden. Ebenfalls ist so eine Wärmedämmung möglich.

Mehrkosten

Der Bau eines Passivhauses ist etwas teuerer, da zum Beispiel mehr in die Dämmung des Hauses investiert werden muss. Den Mehrkosten stehen jedoch auch Einsparungen im Bereich der Heizkosten gegenüber, sodass eine gewisse Amortisation der Baukosten stattfindet.

Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer beträgt seit 2007 19 Prozent. Sie wird auch auf Immobilien und die Nebenkosten erhoben.

Messergebnisse zum Energieverbrauch

Der Heizwärmebedarf eines Hauses wird rechnerisch ermittelt. Das bedeutet, dass der tatsächliche Verbrauch höher oder niedriger sein kann. Das liegt daran, dass beim Energieverbrauch spielen mehr Faktoren eine Rolle als in eine Berechnung einbezogen werden kann.

Mineralien*

Zusammengefasst sind Mineralien Elemente oder chemische Verbindungen, die durch geologische Prozesse gebildet werden. Neben den vielen verschiedenen Eigenschaften und Bedeutungen finden Mineralien auch beim Hausbau ihren Einsatz (siehe auch Mineralische Putze, Mineralwolle).

Mineralische Putze

Eine große Gruppe bei den Putzvariationen bilden die mineralischen Putze. Zur Herstellung dienen dafür Bindemittel, die in ihrer stofflichen Zusammensetzung mineralischen Ursprungs sind. Beliebte Beispiele sind Zement und Kalk. Mineralische Putze können Feuchtigkeit gut aufnehmen und wieder abgeben. Auch die relativ hohe Unempfindlichkeit gegen Schimmel ist hier als Vorteil zu nennen. Ein Nachteil im Vergleich zu Kunstharzputzen ist allerdings die erhöhte Rissbildung durch die Spannungen im Putzuntergrund.

Mineralwolle

Weiche Werkstoffe aus künstlich hergestellten, mineralischen Fasern bezeichnet man als Mineralwolle. Unterschieden wird in Glaswolle und Steinwolle, welche zusammen über 50 Prozent der in Deutschland verwendeten Dämmstoffe ausmachen. Mineralwolle hat sehr gute Dämmeigenschaften und ist unbrennbar, was positive Aspekte in Sachen Brandschutz mit sich bringt.

Modernisierung

Bei einer Modernisierung wird der Wohn- oder Nutzwert eines bestehenden Gebäudes erhöht und an die Anforderungen gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse angepasst. Dies kann beispielsweise durch eine Veränderung des Grundrisses oder die Erneuerung der Ausstattung erreicht werden. Durch die Modernisierung wird der Gebrauchswert nachhaltig erhöht oder die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessert.

Muskelhypothek

Umgangssprachliche Bezeichnung für Eigenleistung. Persönliche Arbeitsleistung (Selbst-, Verwandten- und Nachbarschaftshilfe), die zur Einsparung von Handwerkerlohnkosten erbracht wird. Die Höhe der Muskelhypothek wird meist überschätzt. Risiken liegen in dem hohen Zeitaufwand, der längeren Bauzeit, der teilweise unzureichenden fachlichen Qualifikation und dem Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen.

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