Rund um
den Hausbau

H.

Haarriss

Diese sehr feinen Risse in Putz, Keramik, Holz oder Beton sind mit dem bloßen Auge kaum sichtbar. Auftretend durch Austrocknungen oder Beanspruchung des Baumaterials sind Haarrisse in der Regel ungefährlich. Erst wenn sie zu groß und unübersehbar werden, sollte reagiert werden. Dazu dienen spezielle Spachtelmassen und Injektionen.

Handlauf

Der Handlauf bietet in Form einer Stange, Schiene oder Leiste eine stabile Festhaltemöglichkeit. Er kann am oberen Teil eines Geländers montiert sowie direkt an einer Wand befestigt werden. Von den Maßen sollte der Handlauf mindestens 90 cm hoch sein und zu einer möglichen Wand einen Abstand von 4 cm haben.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

Als Eigentümer einer Immobilie sind Sie verpflichtet, Ihr Objekt in einem für andere Personen ungefährlichen Zustand zu halten. Wenn dennoch Personen oder Sachwerte geschädigt werden, müssen Sie Schadenersatz leisten. Gegen dieses Risiko können Sie sich mit einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung absichern.

Hausanschluss

Ein wenig das Herzstück des Hauses ist der Hausanschluss. Er stellt die Verbindung von Elektrizität, Wasser, Abwasser, Gas, Heizung, Telefon und Kabel an die Ver- und Entsorgungsleitungen des öffentlichen Netzes dar.

Hausanschlussraum

In diesem Raum, kurz auch HAR genannt, befinden sich der Hausanschluss samt Anschlussleitungen für die Wasserversorgung und Wasserentsorgung. Auch die Gas- und Fernwärmeversorgung sowie elektrische Leitungen und häufig die Telekommunikationsanlage sind hier zu finden. Der HAR sorgt somit für eine übersichtliche Bedienung, Wartung und Instandsetzung der jeweiligen Anlagen.

Hausschwamm

Korrekt müsste es heißen: Echter Hausschwamm. Bezeichnet wird so ein holzstörender Pilz, welcher für Schäden durch Schwammbefall an Gebäuden verantwortlich ist. Er befällt bevorzugt verbautes Holz und wächst in feuchtem, nicht zu kaltem Gefilde aggressiv heran. Besonders an Holzbauteilen in Bodennähe und Faserplatten fühlt sich der Pilz wohl. Bis zu einem sichtbaren Ausbruch können mitunter bis zu 3 Jahre vergehen. Die Bekämpfung ist unbedingt durch ein autorisiertes Fachunternehmen durchzuführen.

Heizenergieverbrauch

Der Heizenergieverbrauch beschreibt den Energieverbrauch eines Heizsystems. Hierbei werden alle Verluste zur Bereitstellung von Wärme, also der Verbrauch, berücksichtigt.

Heizperiode

Die Heizperiode ist der Zeitraum, in dem Räume eines Gebäudes mit zusätzlicher Wärme, also Heizenergie, versorgt werden müssen, um eine angenehme Temperatur sicherzustellen. Bei Passivhäusern umfasst die Heizperiode zwischen drei und vier Monaten pro Jahr. Häuser im Altbestand haben durchschnittlich nur ein bis maximal drei heizungsfreie Monate pro Jahr.

Heizwert

Dieser Wert gibt an, welche Menge an Wärme pro Kilogramm aus einem Brennstoff (z.B. Heizöl, Erdgas) gewonnen werden kann. Versteckte Wärme, wie beim Entstehen von Wasserdampf, berücksichtigt der Heizwert (im Gegensatz zum Brennwert) nicht.

Heizwärmebedarf

Der Heizwärmebedarf beschreibt die Wärme, die ein Heizsystem abgeben muss, um die innere Solltemperatur zu halten. Diese benötigte Wärme ergibt sich aus den Transmissions- und Lüftungswärmeverlusten und den inneren Wärme- und Solargewinnen. Der Heizwärmebedarf steht in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen und den Nutzungsbedingungen eines Hauses.

Herstellungskosten

Aufwendungen, die bei der gebrauchsfähigen Errichtung eines Gebäudes anfallen. Dazu zählen Baukosten, Architektenhonorare, Kosten für Außenanlagen und Gebühren für die Baugenehmigung.

Hilfsenergie

Hilfsenergie ist der Strom, der nicht zur unmittelbaren Deckung des Heizenergiebedarfs bzw. zur Trinkwassererwärmung benötigt wird.

Hintermauerung

Bei einem einschaligen Verblend- oder Natursteinmauerwerk bezeichnet man das Mauerwerk hinter der Verblendung auch als Hintermauerung. Dabei dient die Verblendung eher der Optik und die Hintermauerung dem Abtragen der Lasten. Dafür verwendete Baumaterialien sind Porenbetonsteine oder Ziegelsteine.

Hohlblocksteine

Dies sind Mauersteine aus Leichtbeton oder KS-Stein mit bis zu sechs Kammern senkrecht zur Lagerfläche. Diese Luftkammern bieten gute Wärmedämmungseigenschaften – somit ist eine Anwendung bei Innen- und Außenwänden mögli

Holzpellets

Stäbchen und Kügelchen, welche aus Restholz bzw. Sägenebenprodukten gefertigt wurden, sind auch als Holzpellets bekannt. Sie werden als alternativer Brennstoff zum Beheizen genutzt.

Holzschindeln

Zur Dacheindeckung, vereinzelt auch zur Fassadenverkleidung, werden sogenannte Schindeln verwendet. Dem Ursprung nach sind diese aus Holz, können alternativ aber auch aus anderen Materialien wie Aluminium, Kupfer oder Stein gefertigt werden. Hergestellt werden die Holzschindeln aus den gespalteten Stämmen von Eichen, Buchen, Lärchen, Fichten oder Zedern. Dieses Holz hält, sofern richtig verarbeitet, über Jahrhunderte dem Einfluss von Regen, Eis oder Schnee stand. Beweis dafür sind viele, zum Teil sehr alte Fachwerkhäuser, welche auch heute noch mit ihrem kunstvollen Anblick erfreuen.

Holzwolle-Leichtbauplatten

Aus langfaseriger Holzwolle und mineralischen Bindemitteln bestehen diese Bauplatten, welche als widerstandsfähige Dämmplatten mit sehr gutem Brandschutzfaktor im Innen- und Außenbereich zum Einsatz kommen.

Hydratationswärme

Werden Zement und Wasser gemischt, so reagieren beide Stoffe in Form einer Hydratation. Resultat ist eine gesteigerte Wärmeentwicklung, welche im Winter zu Vorteilen, im Sommer durch die Bildung von Rissen aber auch zu Nachteilen führen kann.

Hypothek

Mit einer Hypothek können Gläubiger ihre Forderung gegenüber dem Immobilieneigentümer durch das Grundstück absichern. Im Gegensatz zur Grundschuld ist die Hypothek abhängig von der ihr zugrunde liegenden Forderung. Ist die persönliche Forderung bezahlt, erlischt auch die Hypothek. Heutzutage sind Hypotheken weitestgehend durch Grundschulden ersetzt worden (Reduzierung von Kosten und Arbeitsaufwand).

Hypothekenbank

Die Hauptaufgabe von Hypothekenbanken liegt in der Gewährung von mittel- und langfristigen grundpfandrechtlich gesicherten Krediten in Form von Hypotheken- und Kommunaldarlehen. Die Refinanzierung erfolgt durch die Ausgabe von Hypothekenpfandbriefen und Kommunalobligationen. Die Hypothekenbanken (auch Realkreditinstitute genannt) unterliegen besonderen gesetzlichen Regelungen.

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