Rund um
den Hausbau

B.

BHKW - Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk produziert gleichzeitig Wärme und Strom, sprich es arbeitet nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Bei der Stromerzeugung entsteht Wärme, die bei einem BHKW zu Heizzwecken genutzt wird. Der Wirkungsgrad ist höher als bei einer klassischen Stromversorgung durch ein zentrales Energieversorgungsunternehmen und einer lokalen Heizung, da keine Leitungsverluste durch Strom- oder Fernwärmeleitungen entstehen. Das Blockheizkraftwerk kann einen Gesamtwirkungsgrad von über 90 Prozent erreichen.

Blower-Door-Test

Der Blower-Door-Test ist ein Drucktest durch den die Luftdichtheit eines Gebäudes kontrolliert wird. Es wird gemessen, ob im Haus noch Undichtheiten oder andere Lecks vorhanden sind, die dann nachträglich abgedichtet werden müssen.

Blower-Door-Test

Ganz ohne Englisch geht es auch beim Hausbau nicht. Wobei diese Methode auch gern als Differenzdruck-Messverfahren bezeichnet wird. Bei diesem Test wird die Luftdichtigkeit bei Wohngebäuden überprüft. Nur so kann die vom Gesetzgeber geforderte Norm nachgewiesen werden. Zur Erteilung der Baugenehmigung und zur Bauschlussabnahme reicht aber häufig schon der rechnerische Nachweis. Beim Test selber wird bei geschlossenen Hausöffnungen mit einem Ventilator bei konstantem Unterdruck Raumluft aus dem Haus geblasen. Die dabei ermittelte Luftwechselzahl darf bei Gebäuden ohne Lüftungsanlagen den Wert 3 und bei Gebäuden mit Lüftungsanlagen den Wert 1,5 nicht überschreiten.

Bodengutachten

Ein geotechnischer Bericht, welcher die Ergebnisse von Baugrund-Untersuchungen zusammenfasst, wird verbreitet auch als Bodengutachten bezeichnet. Lesen Sie hierzu die Erklärung Baugrundgutachten.

Bodenklasse

Ist ein Boden eher felsig oder sandig, lässt er sich einfach bearbeiten oder sind besondere Anstrengungen von Nöten? Auf diese und weitere Fragen hinsichtlich der Bodenbearbeitung geben die Bodenklassen Auskunft. Dies ist wichtig für die künftigen Arbeiten am Baugrund. Festgestellt und in verschiedene Klassen unterteilt wird das Ganze von Sachverständigen der Geotechnik.

Bodenplatte

Auch als Fundamentplatte bezeichnet, ist die Bodenplatte eine unter dem Bauwerk durchgehende Stahlbetonplatte. Besonders bei extrem hohen Lasten oder bei geringer Tragfähigkeit des Baugrundes kommt diese Platte zum Einsatz, da so die Bodenpressung herabgesetzt wird.

Bodenrichtwert

Laut Gesetz sind Gemeinden und Städte verpflichtet, jedes Jahr bestimmte Bodenrichtwerte für bebautes und unbebautes Land zu ermitteln. Unterschieden werden muss dabei zusätzlich nach Wohnbauflächen, gewerblichen Bauflächen und gemischten Bauflächen. Ein spezieller Gutachterausschuss ermittelt die entsprechenden Werte und Preise, welche dann vom Katasteramt eingetragen werden. Somit wird eine Bemessungsgrundlage für den Wert eines Grundstückes hergestellt, welche allerdings für den Verkäufer nicht bindend ist.

Bodenwert

Wert des Grundstücks, welcher abhängig von Größe, Lage, Zuschnitt, Beschaffenheit und Grad der Erschließung ist. Berechnet wird der Wert nach folgender Formel:

Quadratmeterpreis (inkl. Erschließung, aber ohne Grundstückserwerbskosten) x Grundstücksgröße

Bonität

Wenn eine Darlehensgewährung unter persönlichen und sachlichen Gesichtspunkten vertretbar ist, spricht man von Bonität bzw. Kreditwürdigkeit. Um die persönliche Bonität des Darlehensnehmers zu beurteilen, wird vor allem eine Schufa-Auskunft herangezogen. Die sachliche Bonität wird hingegen anhand sämtlicher Unterlagen über das Einkommen und die Ausgaben geprüft.

Brauchwasser

Hierunter, bzw. unter der Bezeichnung Betriebswasser, wird industrielles, gewerbliches oder landwirtschaftliches Wasser mit unterschiedlichen Güteeigenschaften verstanden. Oder etwas einfacher formuliert: diese Art Wasser wurde bereits einmal gebraucht, kann aber (je nach Art des vorherigen Gebrauchs) weiter verwendet werden.

Brennstoffzelle

Mit Hilfe einer Brennstoffzelle wird Strom und Wärme erzeugt. In einer Brennstoffzelle wird chemisch gespeicherte Energie direkt in elektrische Energie umgewandelt, indem eine kontrollierte Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff herbeigeführt wird bei der als Endprodukt Wasser bzw. Wasserdampf übrig bleibt. Der Wirkungsgrad einer Brennstoffzelle ist hoch.

Brennwert

Es wird wieder physikalisch: der Brennwert ist ein Maß für die in einem Stoff enthaltene thermische Energie. Gemeint sind dabei der sogenannte Heizwert sowie die Energie, welche durch das Verdunsten von Wasserdampf freigeworden ist. Diese Formel findet auch bei Baustoffen ihre Anwendung.

Brennwertkessel

Brennwertkessel sind technisch optimierte Heizkessel. Sie kühlen vorhandene Abgase ab, um die dabei entstehende Kondensationswärme zusätzlich zu gewinnen. Die Nutzung der in fossilen Brennstoffen enthaltenen Energie ist bei Brennwertkesseln besonders effizient. Am größten ist der Brennwerteffekt bei Erdgas.

Brennwerttechnik

Um den Wirkungsgrad bei der Verbrennung von Heizöl und Heizgas zu erhöhen, wird die Brennwerttechnik angewendet. Dadurch wird verdampftes Wasser, welches sonst z.B. über den Schornstein ungenutzt abziehen würde, in einem Kondensat-Kessel aufgefangen. So kann durch Wärmeaustausch neue Energie in Form von Wärme freigesetzt werden. Solche Brennwert-Gerätschaften können in fast jede Heizanlage eingebaut werden.

Bürgschaft

Eine Bürgschaft ist ein Vertrag zwischen dem Bürgen und dem Gläubiger eines Dritten. Der Bürge verpflichtet sich gegenüber dem Gläubiger für die Erfüllung der Verbindlichkeiten bei Nichtzahlung des Dritten (Schuldners) einzustehen - der Bürge haftet mit seinem gesamten Vermögen (selbstschuldnerische Bürgschaft).

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