Ein sicheres Zuhause

Wie man sein Eigenheim vor Einbrechern, Bränden und Unwettern schützt

Wer sich für ein eigenes Massivhaus entscheidet, der möchte es möglichst sicher bauen. Heutzutage gibt es ein großes Angebot an Sicherheitsmaßnahmen, ob gegen Einbrecher, Unwetter oder Brände. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche effektiven Möglichkeiten Sie als Eigenheimbesitzer haben, Ihr Haus zu sichern.

Das eigene Haus ist für die meisten Menschen der Inbegriff für Gemütlichkeit und Geborgenheit. Inmitten einer hektischen Welt und eines stressigen Alltags ist es der wichtigste Rückzugsort für Eigenheimbesitzer und deren Familien. Möglichst schon beim Nach-Hause-kommen möchte man von einem Gefühl der Sicherheit begrüßt werden. Im Inneren des eigenen Hauses kann man aufatmen und sich entspannen. Damit sich diese Vorstellung aber erfüllt, muss ein Eigenheim sicher gebaut sein. Nach dem Einzug stehen dann die Hausherren in der Pflicht, es (zusätzlich) zu schützen.

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Wovor sollte ich mein Eigenheim schützen?

Das Wetter kann dem Zuhause massive Schäden zufügen. Unwetter mit starkem Wind, Hagel, Starkregen oder Gewittern decken zahlreiche Hausdächer ab, beschädigen Fassaden, überfluten Keller oder zerstören Fenster und Türen. Blitzeinschläge haben das Potential, die gesamte Haustechnik und Elektronik lahmzulegen. In einigen Regionen Deutschlands, vor allem im Süden, bringen Schneemassen jeden Winter Hausdächer zum Einsturz. Da man jedoch keinen Einfluss auf das Wetter hat, muss man sich, beziehungsweise sein Eigenheim, möglichst gut für den Fall der Fälle vorbereiten.

Schäden am Haus durch Unwetter können oftmals durch eine Sanierung oder Reparatur behoben werden. Kommt es allerdings zu einem Brand, sind die Schäden mitunter irreversibel. Gerade in der Weihnachts- und Adventszeit führte schon so manche vergessene Kerze zu einem großen Feuerwehreinsatz und wurde zur Gefahr für Leib und Leben. Umso wichtiger ist der Brandschutz des Hauses.

Es ist die Horrorvorstellung für alle Eigenheimbesitzer: Man kommt nach Hause und findet sein trautes Heim in einem Zustand des Chaos wieder. Türen wurden gewaltsam geöffnet, Schränke und Fächer durchsucht und der geliebte 52-Zoll-Fernseher ist verschwunden. Einbrecher klauen nicht nur Wertgegenstände oder Hausinventar, sondern rauben den Eigenheimbesitzern auch das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Daher gilt es das Haus schon beim Bau möglichst gut gegen das unerlaubte Eindringen von Fremden zu sichern.

Einbrecher

Statistiken zeigen, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland seit 2015 rückläufig ist. 2021 wurden insgesamt 54.236 Fälle, inklusive Einbruchsversuchen, erfasst. Das sind über 20.000 Fälle weniger als noch im Vorjahr (2020: 75.023). Trotzdem verschafften sich Diebe alle zwei bis vier Minuten unbefugten Zutritt in Privathaushalte und verursachten einen hohen Schaden. Gerade einmal 19,5 % der Fälle werden gelöst - umso wichtiger ist die Prävention eines Einbruchs.

Um sein Eigentum vor Einbrechern zu schützen, ist es zunächst wichtig, zu wissen, wie die Diebe bei ihrem Vergehen vorgehen. Rund ein Drittel (38%) der Einbrüche passieren tagsüber, 70 Prozent davon in der Zeit zwischen 10 – 20 Uhr. In den kalten Monaten, von November bis März, steigt die Zahl der Dämmerungseinbrüche.

Spielfilme oder Serien vermitteln dem Zuschauer zuweilen den Eindruck, dass Einbrecher Männer in schwarzen Klamotten und Ski-Masken sind, die große Taschen bei sich tragen, in denen sie ihr Diebesgut verstauen. Mythen, wie, dass sich Räuber nur auf die untere Etage konzentrieren oder dass auf dem Tisch liegendes Bargeld die Diebe davon abhält, die Wohnung zu verwüsten, halten sich hartnäckig. Die Realität sieht allerdings ganz anders aus. Obere Stockwerke werden schon lange nicht mehr gemieden, wissen die ungebetenen Gäste doch, dass viele Menschen wertvolle Schmuckstücke im Schlafzimmer aufbewahren. Ebenso suggeriert offenliegendes Geld auf dem Küchentisch den Einbrechern, dass hier noch mehr zu holen ist. Statt Mythen zu vertrauen, sollte man eher auf andere Präventionsmaßnahmen setzen, um Einbrecher vom Haus fernzuhalten.

10 Punkte für ein einbruchsicheres Haus und Grundstück

Es gibt unzählige Tipps dazu, wie man sein Eigentum vor Einbrechern schützt. Viele Experten sind sich einig, dass es am besten ist, so viele Hindernisse auf dem Grundstück und im Haus zu schaffen, wie nur möglich. Wer jetzt an Hindernisse und Fallen wie im Spielfilm „Kevin- Allein zu Haus“ denkt, der irrt. In der Realität können auch schon ein höherer Gartenzaun oder ein verschlossenes Hoftor eine Herausforderung für Diebe darstellen. Wir haben 10 Punkte zusammengefasst, die helfen können, Ihr Grundstück und Haus vor Einbruch zu schützen.

1. Grundstückssicherung

Wie schon erwähnt, kann ein Gartenzaun oder ein Hoftor ein erstes Hindernis für Diebe darstellen. Freizugängliche Häuser sind für Langfinger deutlich attraktiver. Hier muss nichts überwunden werden, eine mögliche Flucht gelingt schneller und auch die Beute lässt sich deutlich besser abtransportieren.

Der ideale Zaun sollte über 80 Zentimeter hoch sein - je höher, desto besser. Damit man sich allerdings nicht wie in einem Gefängnis fühlt und von einer hohen Schutzmauer umringt ist, gibt es viele verschiedene Arten von Zäunen. Von einem Maschendrahtzaun über einen Staketen- oder Stabmattenzaun bis hin zu einer echten Natursteinmauer – der Hauseigentümer kann aus vielen verschiedenen Varianten wählen.

Aber auch der höchste Zaun nützt nichts, wenn das Hoftor am Eingang unverschlossen ist. Viele haben am Tor zudem eine Gegensprechanlage angebracht, die auf Wunsch auch mit einer Kamera ausgestattet ist. Das kann Einbrecher zusätzlich abschrecken.

2. Briefkasten und Paketbox

Am sichersten ist es, wenn man die Chancen minimiert, dass ein Fremder das eigene Grundstück betreten muss. Daher sollte man den Briefkasten am Zaun, Hofeingangstor oder davor freistehend montieren. Auch Paketzusteller müssen nicht mehr aufs Grundstück, wenn neben dem Briefkasten eine Paketbox installiert ist. Diese gibt es in den verschiedensten Ausführungen, mit QR-Code, TAN-Verfahren oder einfach nur mit einem Fach zum Pakete einwerfen.

3. Außenbeleuchtung

Ein Haus, welches in Zeiten der Dämmerung oder nachts in vollkommener Dunkelheit liegt, bietet ein ideales Ziel. Einbrecher können sich hier sicher sein, dass niemand zuhause ist und Einbruch, Flucht und Abtransport der Beute vollkommen unbeobachtet, im Schutz der Dunkelheit, passieren kann. Eine gute Außenbeleuchtung kann schon als Abschreckung dienen. Helle Lichter, die das gesamte Haus umscheinen, sind optimal. Diese können über Bewegungsmelder gesteuert werden, die einen zusätzlichen Überraschungseffekt für Einbrecher bereithalten.

4. Türsprechanlagen

Einfach die Tür zu öffnen, ohne zu wissen, wer davorsteht, kann gefährlich sein. Türsprechanlagen sind eine ideale Lösung. Wie bereits erwähnt, ist es am besten, wenn diese schon am Hoftor montiert sind. So können Sie entscheiden, wen Sie überhaupt auf Ihr Grundstück lassen. In einigen Modellen ist sogar eine Kamera integriert, mit der man der Stimme an der Gegensprechanlage auch gleich ein Gesicht zuordnen kann.

5. Einbruchhemmende Rollläden

Einbruchhemmende Rollläden sind nicht nur gut für den Sonnen- oder Sichtschutz, sondern stellen ein weiteres Hindernis für Einbrecher da. Bei automatischen Rollläden, welche über ein Smart Home System gekoppelt sind, ist es zudem möglich, Anwesenheit zu simulieren.

6. Anwesenheitssimulation

Wer sich alleine in den eigenen vier Wänden unsicher fühlt oder eine längere Abwesenheit, wie zum Beispiel Urlaub, plant, der sollte über die Anschaffung einer Anwesenheitssimulation nachdenken. Die kleinen Strahler erhellen den Raum und simulieren durch Schattenbewegungen, dass die Bewohner zuhause sind.

7. Überwachungskameras

Die einen fühlen sich mit ihnen unwohl und ständig beobachtet, die anderen erst durch sie so richtig sicher: Überwachungskameras. Korrekt installiert kontrollieren sie das Grundstück und auch das Hausinnere und liefern der Polizei im schlimmsten Falle konkretes Beweismaterial.

Es können Probleme mit dem Datenschutz entstehen. Grundsätzlich greift die Videoüberwachung in die Rechte Dritter ein und kann unter Umständen das Recht auf informelle Selbstbestimmung und das Recht am eigenen Bild verletzen.

Das Recht auf informelle Selbstbestimmung ist die Bestimmung über die Preisgabe und die Verwendung personenbezogener Daten. Das Recht am eigenen Bild ist eine schärfere Auslegung des Rechts auf informelle Selbstbestimmung und besagt, dass jeder Mensch unabhängig seines Alters selbst bestimmen darf, ob Bilder von ihm veröffentlicht werden. Es muss also hart abgewogen werden, ob der Schutz des Eigenheims schwerer ist, als der Schutz der Intimsphäre.

So ist es nicht gestattet, öffentliche und fremde, private Flächen mit einer privaten Videoüberwachung zu überwachen. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass sich das Nachbargrundstück ebenso wie der öffentliche Raum, Straßen, Parkplätze nicht auf den Bildern befinden. Außerdem ist es vorgeschrieben, Familienmitglieder, Gäste oder Besucher wie Postboten über die Kameras zu informieren. Die Betroffenen müssen zu jeder Zeit erkennen können, dass eine Videoüberwachung stattfindet, egal ob nun mit einer Außenkamera mit Bewegungsmelder, einer Nachtsichtkamera oder auch einer Videokamera-Attrappe. Zusätzlich muss eine Veränderung der Kamera-Ausrichtung erkennbar sein, so zum Beispiel bei Spezialkameras mit Schwenkmodus.

8. Einbruchhemmende Fenster, Haus- und Terrassentüren

Einbrecher gelangen durch Haus-, Terrassentüren oder Fenster in die Häuser. Bei weit über der Hälfte aller Einbrüche reicht ein einfacher Schraubendreher als Werkzeug, um eine Tür oder ein Fenster aufzuhebeln. Unverschlossene oder gar gekippte Fenster sind für Einbrecher sogar ein echter Glückstreffer.

Die Polizei unterscheidet bei einem Einbruch von heißer und kalter Arbeit. Bei der kalten Arbeit werden Türen und Fenster mit Werkzeug aufgehebelt, aufgebohrt oder das Glas zerschlagen. Bei der heißen Arbeit kommt Feuer, zum Beispiel in Form eines Schweißgerätes, zum Einsatz. Wichtig ist es daher, beim Hausbau einbruchshemmende Türen und Fenster auszuwählen und diese von einem Fachmann korrekt einbauen zu lassen. Nur ein fachgerechter Einbau, durchgeführt von einem Experten, stellt sicher, dass Türen und Fenster einem Einbruch standhalten und den Einbrecher so auch abwehren.

Von einbruchshemmend spricht man dann, wenn Türen und Fenster nach DIN 1627 gebaut wurden und mindestens die Widerstandsklasse RC 2 erfüllen. Diese Fenster besitzen zum einen sogenannte Pilzkopfzapfenverriegelungen, welche nicht aufzuhebeln sind, zum anderen im Idealfall ein Schloss zum Verriegeln. Vor Kellerfenstern sollte sich generell ein Gitter befinden. Auch bei Town & Country Haus ist es Bauherren möglich, Sicherheitsfenster gemäß Widerstandsklasse RC2 auszuwählen.

Bei Türen haben es die meisten Einbrecher auf den Schließzylinder des Zylinderschlosses abgesehen. Dieser ist zwar ein wichtiger Bestandteil der Türabsicherung, bietet aber nur in der Systemeinheit von Schloss, Schließzylinder und Beschlag ausreichend Sicherheit. Auch hier ist es deshalb von Vorteil sich für Außentüren zu entscheiden, die die DIN-Klasse 1627 und die Widerstandsklasse RC 2 oder höher erfüllen.

Mit Smart Home können Türen und Fenster dank Sensoren noch sicherer gemacht werden. Diese Türen- und Fenstersensoren können den Bewohner an Präventionsmaßnahmen, wie das Schließen des offenen Fensters beim Verlassen des Hauses, erinnern.

9. Alarmanlagen bzw. Gefahrenwarnanlagen

Alarmanlagen sind als Schutz gegen Einbrecher sehr beliebt. Die moderne Sicherheitstechnik ist nach heutigem Standard diskret bis unsichtbar verbaut und kann so je nach Modell vor Gefahren wie Einbruch, Brand, ausströmendem Gas oder defekten, technischen Geräten warnen.

Einige Systeme sind außerdem in der Lage, selbstständig Benachrichtigungen auf Smartphones zu schicken oder Sicherheitsdienste und Polizei zu verständigen. Hierbei gehen die Daten an eine Gefahrenmeldezentrale, welche diese auswertet und sie gegebenenfalls an die richtigen Stellen weiterleitet. Mit der Kopplung über ein Smart Home System besteht auch die Möglichkeit ein akustisches Signal auszulösen oder die Rollläden an den Fenstern zu öffnen.

Die Polizei empfiehlt Gefahrenwarnanlagen mit den Kennzeichen vds-Klasse R Grad 2 und einer DIN EN 50313. Ein höherer Grad ist nur notwendig, wenn Personen, Wohnobjekte, Gewerbeobjekte oder öffentliche Einrichtungen mit höherer Gefährdung geschützt werden müssen. Wer eine Alarmanlage für sein Eigenheim plant, der kann unter Umständen sogar eine Förderung für Einbruchschutz bei der KfW-Bank beantragen.

10. Safe und Tresors

Wer Wertgegenstände sicher aufbewahren will, investiert am besten in einen Safe oder Tresor. Diese Wertschutzschränke sollten optimalerweise ein Eigengewicht von mindestens 200 Kilogramm besitzen, empfehlen einige Experten. So wird ein einfaches Abtransportieren des Schrankes unmöglich gemacht.

Beim Kauf sollte man vor allem auf geprüfte und zertifizierte Safes und Tresore achten. Diese erkennt man an Plaketten der European Security Systems Association oder von der VdS-Schadenverhütung, welche meist an der Türinnenseite kleben.

Ideal sind Einmauerschränke, die mit der Wand oder dem Boden verankert sind und solche Wertschutzschränke, die einen persönlichen Code vor dem Öffnen abfragen.

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Brandschutz

Brände können nicht nur massive Schäden am Eigenheim hinterlassen und ganze Existenzen vernichten, sondern stellen auch unter Umständen eine große Gefahr für das Leben der Bewohner da. Gegen rund 230 000 Brände kämpfen die Feuerwehren in Deutschland im Jahr. Viele von ihnen hätten mit einfachsten Brandschutzmaßnahmen, wie einer erhöhten Aufmerksamkeit oder einem angepassten Verhalten, verhindert werden können. Um das Risiko eines Feuers im Eigenheim zu minimieren, sollte auch schon bei der Hausplanung an den Brandschutz gedacht werden.

Gefahrenquellen erkennen

Risikoreiches Verhalten ist einer von vielen Gründen für einen Feuerausbruch. Eine vergessene Kerze in der Adventszeit oder eine Zigarette im Bett haben schon so manchen Wohnungsbrand entfacht. Hier liegt die Verantwortung beim Bewohner selbst, die Feuergefahr zu minimieren.

Aber auch technische Defekte von Geräten sorgen immer wieder für Brände. Durch mangelhafte Fertigung oder Überlastung kommt es schnell zu einem Kurzschluss bei elektronischen Geräten. Das liegt vor allem daran, dass Elektro-Geräte, wie Computer oder Leuchten den Strom aus der Steckdose nicht gleichmäßig nutzen. So kommt es zu einer Kettenreaktion: Die Neutralleiter in den Geräten sind für diese sogenannten Spannungsspitzen nicht gemacht. Dies führt zu einer Überspannung oder Überhitzung und schließlich zum Ausfall der Neutralleiter. Das Gerät beginnt zu schmoren oder gar zu brennen. Die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, wenn viele Geräte oder aber größere Geräte an Mehrfachsteckdosen, wie zum Beispiel Steckerleisten, angeschlossen sind.

Brandschutz im Eigenheim – was kann man tun?

Generell sollte man einiges beachten, um für Brandschutz in seinem Eigenheim zu sorgen. Rauchen sollte man zum Beispiel nicht im Haus oder der Wohnung. Brennbare Flüssigkeiten, wie Gasflaschen, Grillanzünder oder diverse Putzmittel, sind echte Brandbeschleuniger und sollten daher nicht im selben Raum mit der Heiztechnik gelagert werden. Sie sind an überdachten, gut belüfteten Plätzen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, besser aufgehoben. Beim Kauf von Elektroartikeln ist auf das VDE Prüfzeichen zu achten, welches Sicherheit gegenüber thermischen, elektrischen, mechanischen, toxischen, radiologischen oder sonstigen Gefährdungen garantiert.

Brennbare Flüssigkeiten

Generell sollte man einiges beachten, um für Brandschutz in seinem Eigenheim zu sorgen. Rauchen sollte man zum Beispiel nicht im Haus oder der Wohnung. Brennbare Flüssigkeiten, wie Gasflaschen, Grillanzünder oder diverse Putzmittel, sind echte Brandbeschleuniger und sollten daher nicht im selben Raum mit der Heiztechnik gelagert werden. Sie sind an überdachten, gut belüfteten Plätzen und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt, besser aufgehoben. Beim Kauf von Elektroartikeln ist auf das VDE Prüfzeichen zu achten, welches Sicherheit gegenüber thermischen, elektrischen, mechanischen, toxischen, radiologischen oder sonstigen Gefährdungen garantiert.

kluge Elektroplanung

Die Nutzung von Mehrfachsteckdosen im Haushalt lässt sich durch eine gute Elektro-Planung beim Hausbau umgehen. Es ist wichtig, in bestimmten Bereichen des Hauses, in denen viele technische Geräte stehen, genügend Steckdosen einzuplanen. Ein solches Beispiel wäre die Küche. Neben Großgeräten, wie Herd, Ofen und Kühlschrank, benötigt man hier auch Strom für viele kleine Küchengeräte, wie die Kaffeemaschine, den Toaster oder einen Mixer. Zudem ist es wichtig, so wenige Geräte wie möglich gleichzeitig am Strom anzuschließen und auch nicht dauerhaft am Strom zu lassen. Der Standby-Modus der Technik ist keine Alternative, da hier dennoch ein kleiner Stromfluss zwischen Steckdose und Gerät vorhanden ist.  Ebenfalls zu beachten ist, dass alle technischen Geräte über genügend Raum zur Belüftung verfügen. Sind sie zu nah nebeneinander aufgestellt und oft und lange in der Benutzung, kann es zu einem Wärmestau kommen, der eine Feuergefahr birgt.

Rauchmelder

Sie sind mittlerweile aus keinem deutschen Zuhause mehr wegzudenken: Rauchmelder. Da diese kleinen Geräte die Bewohner bei einer Rauchentwicklung schnell warnen, können sie echte Lebensretter sein. Daher gibt es in allen 16 Bundesländern eine Rauchmelderpflicht, die in den jeweiligen Landesbauordnungen festgehalten ist. Bauherren kommen daher nicht um die Installation herum. Diese Pflicht liegt der DIN 14676 zugrunde, welche besagt: „In Schlafräumen, Kinderzimmern sowie Fluren, die als Rettungswege von Aufenthaltsräumen dienen, muss jeweils mindestens ein Rauchwarnmelder montiert sein. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut (oder angebracht) und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird.“ Zwar wird in der DIN-Norm nur von Wohnungen gesprochen, aber auch Einfamilienhäuser sind von der Rauchmelderpflicht nicht ausgenommen.

Etwas, was man selbst als Eigenheimbesitzer nicht in der Hand hat, ist das Wetter. Zwar sind richtige Gewitter in Deutschland eine Ausnahme und kommen nicht so häufig vor, dennoch ist Vorsicht besser als Nachsicht. Die Installation und Einplanung eines Blitzableiters und Überspannungsschutzes kann helfen, vor den teuren Folgen eines Blitzeinschlags geschützt zu sein.

Unwetter & Stürme

Ein Gewitter mit etwas kräftigerem Wind ist in Deutschland nicht untypisch. Tornados oder Orkane sind aber (noch) eine Seltenheit. So ist zum Beispiel „Kyrill“, der Orkan, der im Januar 2007 mit Windgeschwindigkeiten von 225 km/h einen großen Schaden in Deutschland anrichtete, in böser Erinnerung geblieben. Aber auch schon einfache Stürme können Windgeschwindigkeiten von gut 117 km/h erreichen und so einen gefährlichen Windsog erzeugen, die lockeren Dachpfannen nicht mehr standhalten. Gerade solche Stürme, in Kombination mit Unwetter, scheinen sich in letzter Zeit zu häufen. Als Ursache vermuten Forscher den Klimawandel, eine direkte Relation lässt sich aber bisher nur schwer herstellen. Experten des Deutschen Wetterdienstes empfehlen dennoch, sich heute schon auf eine Zukunft mit Klima- und Wetterextremen in Deutschland einzustellen. Vor allem Eigenheimbesitzer machen sich Sorgen um ihr Hab und Gut. Wir stellen Ihnen verschiedene Präventionsmaßnahmen vor, die zum Schutz des Hauses beitragen können.

„Wie die Steine fest vermauert, so das Haus nun überdauert jeden Sturm und Regen“

Bei einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes sollte man sein (Massiv-)Haus rechtzeitig vorbereiten. Es gilt verschiedene Bereiche am und im Haus zu überprüfen. Der mögliche Gebäudeschutz fokussiert sich unter anderem vor allem darauf, zu verhindern das Wasser direkt oder indirekt über die Kanalisation in das Gebäude gelangt. Alle anderen Maßnahmen stellen sicher, dass die Gefährdung von Bewohnern, Dritten oder deren Eigentum minimiert wird.

Man beginnt am besten beim Dach. Lose Dachziegel oder Dachpfannen sollten vor dem Unwetter befestigt werden, ehe sie durch Windböen vom Dach fegen. Bei einem Neubau oder der Neueindeckung eines Bestandsdaches verwenden Dachdecker mittlerweile sogenannte Sturmklammern. Diese sind laut der deutschen Fachregel und dem europäischen Eurocode in allen Windzonen Deutschlands Pflicht. Mit den rostfreien, flexiblen Metallbefestigungen lassen sich die Dachziegel oder -pfannen punktuell auf der Dachlatte befestigen. Die Anbringung ist leicht und auch kaputte Ziegel oder Pfannen lassen sich problemlos austauschen.

Hat man einmal das Dach überprüft, kann man gleich noch einen Blick in die Dachrinnen und Fallrohre werfen. Hat sich Laub vom letzten Herbst oder ein anderer Fremdkörper festgesetzt, sind diese zu entfernen, um einen Ablauf des Niederschlagwassers zu garantieren.

Auch die Fenster und Türen sind vor einem Unwetter zu sichern. Am besten hält man sie geschlossen, sodass keine Feuchtigkeit ins Haus eindringen kann. Einzige Ausnahme: Wird die Luftzufuhr zum Kamin oder Ofen über ein Fenster gewährleistet, sollte dieses geöffnet bleiben. Besonders Kellerfenster sollten aber im Fall eines Unwetters geschlossen werden. Hier kann man beim Hausbau auf den Einbau von wasserfesten Kellerfensterklappen bestehen. Ebenso sollte man bei der Hausplanung an einen leicht erhöhten Hauseingang oder eine erhöhte Oberkante von Lichtschächten denken.

Oft fragen sich Eigenheimbesitzer, ob es besser ist, Roll- oder Fensterläden bei Sturm zu schließen. Hier spalten sich die Meinungen der Experten. Während einige raten, Rollläden aus Metall oder Holz zu schließen und auch Holz-Fensterläden sicher zu verriegeln, sind andere der Meinung, das Offenlassen eben dieser wäre die bessere Lösung. Für eine Variante sollten sich die Bewohner entscheiden, rät der Verband Privater Bauherren und warnt dabei vor halbgeöffneten Rollläden. So kann der Wind zwischen das Fenster und den Rollladen dringen und diesen aus der Führung drücken.

Auch alle elektrischen Geräte, die Haustechnik inbegriffen, sollte man bei einem Unwetter nicht außer Acht lassen. Sind diese über einen Stecker an den Stromkreislauf angeschlossen und besteht kein Überspannungsschutz, ist es ratsam den Stecker zu ziehen. Hat man einen Keller, sollte man sogar für diesen Bereich den Strom im Sicherungskasten komplett abschalten. So kann es im Fall einer Überschwemmung nicht zu einem Kurzschluss kommen. Wer beim Hausbau in einen Blitzableiter investiert hat und idealerweise noch einen Überspannungsschutz besitzt, kann einem Unwetter entspannter gegenüberstehen. Ein Blitzableiter erdet die Energie, die sonst mit ganzer Kraft in die elektrischen Leitungen des Hauses einschlagen würde

Einer der wichtigsten Bereiche des Hauses, der im Fall eines Unwetters auf jeden Fall vorbereitet sein sollte, ist der Keller. Hier gilt es, Lichtschächte zu schließen oder abzudecken, um das Niederschlagswasser daran zu hindern, ins Haus zu fließen. Alle Abflüsse an Kellereingängen sollten freigehalten werden. Darüberhinaus sollten Sie folgende Sachen beachten:

  • Es empfiehlt sich beim Hausbau an Rückhalteventile zu denken, die verhindern, dass das Abwasser ins Haus gedrückt wird, wenn die Kanalisation überschwemmt ist.
  • Ein weiterer Tipp für die Hausplanung ist es, in Hochwassergebieten die Haustechnik nicht im Keller zu positionieren. Ebenso sollten Chemikalien nicht im Keller gelagert werden.
  • Wer seinen Stromkasten im Keller installiert hat, sollte diesen im Falle einer Überschwemmung nicht mehr betreten, da hier die Gefahr eines tödlichen Kurzschlags besteht.

Auch ein Kontrollgang über das Grundstück kann nicht schaden. Alle beweglichen Gegenstände am Haus, auf Balkonen oder Terrassen, im Garten und in der Hofeinfahrt sollten in Sicherheit gebracht und in Garage oder Schuppen verstaut oder am Standplatz befestigt werden. Zudem sollten alle Kanäle rund ums Haus oder auf dem Hof kontrolliert und zur Not freigeräumt werden.

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm

Manchmal hilft auch die beste Vorbereitung nicht, da Unwetter trotz guter Prognosen immer ein Stück weit unberechenbar bleiben. Man geht auf Nummer sicher, wenn man nach einem Gewitter oder Sturm sein Hab und Gut erneut kontrolliert. Stellt man Schäden fest, so sind diese möglichst gut mit Fotos zu dokumentieren und sofort der Versicherung zu melden. Vorsicht bei der Reparatur auf eigene Faust! Bei Schäden, die man selbst behebt, kommt die Versicherung nicht auf und man bleibt auf den Kosten sitzen. Nur Schäden, die eine Gefahr für Leib und Leben darstellen, dürfen notdürftig repariert werden, um Schlimmeres zu vermeiden.

Welche Versicherung zahlt was?

Ist am eigenen Zuhause mal ein Schaden entstanden, dann muss man als Hausbesitzer nicht zwangsläufig tief in die Tasche greifen und die Reparatur selbst finanzieren. Hat man das Gebäude gut abgesichert, kann auch eine Versicherung greifen und sich um den Schaden kümmern.  Es gibt drei Versicherungen, die ein Hausbesitzer auf jeden Fall abschließen sollte:

Gebäudeversicherung

Sie deckt alle Schäden am festen Inventar eines Hauses ab, die durch Feuer, Sturm, Hagel oder Leitungswasser entstanden sind und übernimmt im Schadensfall die Kosten für Reparatur, Wiederaufbau oder Neubau.

Hausratversicherung

Diese schützt das bewegliche Inventar, also die Möbel, eines Hauses. Werden diese durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Einbruch beschädigt, vernichtet oder entwendet, kann die Hausratversicherung für Ersatz sorgen.

Grundbesitzerhaftpflicht

Diese haftet bei Personen-, Sach- oder Vermögensschäden Dritter, die auf dem eigenen Grundstück entstanden sind. Muss geprüft werden, ob Schadensersatzforderungen in der geforderten Höhe gerechtfertigt sind, übernimmt die Grundbesitzerhaftpflicht ebenfalls diese Kosten.

Abschließend ist zu erwähnen, dass die Leistungspakete der unterschiedlichen Versicherungen je nach Anbieter stark voneinander abweichen. Zum Teil können zusätzliche Leistungen vertraglich vereinbart sein. Es lohnt sich daher genau, vor Abschluss die unterschiedlichen Bausteine der Versicherungen genau zu prüfen und auch das Kleingedruckte nicht zu vergessen. Ein Tipp für alle Sparfüchse: Schließt man mehrere Versicherungen beim gleichen Anbieter ab, kann man Rabatttarife erhalten.

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