Der Traum vom Eigenheim für Paare

Wohngesund bauen
und ökologische
Hauskonzepte

Viele Menschen verbringen einen Großteil ihres Lebens in den eigenen vier Wänden. Deshalb ist es mehr als verständlich, dass man sich zu Hause wohlfühlt. Im Optimalfall sollte die eigene Wohnumgebung das Wohlbefinden fördern. Das passende Schlagwort heißt in diesem Zusammenhang Wohngesundheit. In der Vergangenheit wurde beim Hausbau vorwiegend auf die Kosten, die Ästhetik und die Energieeffizienz geachtet. Mittlerweile rückt der Gesundheitsaspekt immer mehr in den Vordergrund. Im Hinblick auf die vielen unterschiedlichen, industriellen Baustoffe ist dies keinesfalls ungewöhnlich. Was das Thema Wohngesundheit im Detail bedeutet und welche Rolle das wohngesunde Bauen bei einem Fertighaus spielt, erklärt der folgende Artikel.

Gut zu wissen

 

Massivhäuser von Town & Country Haus bieten von vornherein eine gute Wohngesundheit. Beim Bau wird auf Klebstoff und industriell vorbehandeltes Holz verzichtet, wodurch die Schadstoffbelastung automatisch gering ausfällt. Der verwendete Porenbeton lässt zudem Zirkulation zu und sorgt damit für eine natürliche Belüftung des Hauses.
 

Gratis Hausbau-Infos

 

Wohngesundheit - was bedeutet dies im Detail?

Für das wohngesunde Bauen oder die Wohngesundheit gibt es an sich keine amtliche Definitionen. Das SHI (Sentinel-Haus-Institut) befasst sich seit Jahren intensiv mit dieser wichtigen Thematik und propagiert das Bauen ohne jegliche Schadstoffe. Die private Einrichtung ist aus einem Forschungsprojekt der 1982 gegründeten deutschen Umweltstiftung heraus entstanden. Gemäß den Vorstellungen des Instituts besitzt ein wohngesundes Fertighaus folgende Eigenschaften:

  • Minimierung sämtlicher gesundheitsschädlicher Einflüsse
  • Schaffung optimaler Gesundheitsbedingungen
  • Steigerung des Wohlbefindens durch Einsatz bestimmter Lichter und Farben

Der Mensch steht grundsätzlich bei jedem wohngesunden Fertighaus-Bau als Bewohner im Mittelpunkt. Jeder Mensch hat jedoch individuelle Schwachstellen, Befindlichkeiten und Gefährdungen. Wie ein persönliches, wohngesundes Bauen im Detail aussieht, hängt somit stets von den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen ab.

Gifte und weitere Schadstoffe in Wohnräumen

Schwindelgefühle, Übelkeit, Neuralgien, unterschiedlich starke Reizungen der Schleimhaut und Kopfschmerzen sind nur ein paar der Auswirkungen, die Gifte und andere Schadstoffe in einem geschlossenen Raum hervorrufen können. Die Liste aller gängigen Unbekömmlichkeiten ist um ein Vielfaches länger.

 

Chemische Substanzen

Die Substanzen kommen hauptsächlich im direkten Zusammenhang mit Klebern, Farben, Putzstoffen oder Bodenbelägen vor. Die flüchtigen Gase, die meist über einen längeren Zeitraum in die Umgebungsluft abgegeben werden, sind dabei besonders schädlich. Die gängigen Auslöser von gesundheitlichen Beschwerden sind vor allem diverse Biozide (Mittel zur Schädlings-Vorbeugung), Holzschutzmittel und Formaldehyd (kommt vorwiegend bei der Verklebung von Spanplatten zum Einsatz).

 

Biologische Schadstoffe

Zu dieser Gruppe zählen Bakterien, Hefepilze, Schimmelsporen und die bekannten Hausstaubmilben. Die biologischen Schadstoffe sind seit vielen Jahren dafür bekannt, dass sie ungesund sind und diverse Allergien, Entzündungen und sogar chronische Atemwegserkrankungen auslösen können. Zwar ist die moderne Fertighaus-Bautechnik deutlich weiter fortgeschritten und ökologisch unbedenklicher als früher. Jedoch gehen immer noch natürliche Gefahren durch das Einatmen von organischen und mineralischen Fasern, die in den Dämm-Materialien verwendet werden, aus. 

 

Welche physikalischen Belastungen gibt es?

Sind die Bewohner in ihrem Fertighaus zu starkem Lärm, Feuchtigkeit oder sogar Radon ausgesetzt, können diese physikalischen Belastungen auf Dauer schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Radon ist ein radioaktives Gas, welches im Erduntergrund vorkommt. Das Gas dringt über die Mauerritzen in die Innenräume des Hauses ein und sammelt sich zu einer größeren Masse. Je höher die Konzentration von Radon, desto schädlicher ist das Gas für die Gesundheit der Bewohner.

Elektrosmog ist in der heutigen Zeit eine deutlich größere Gefahr als früher. In einem Fertighauskommen mittlerweile wesentlich mehr elektronische Geräte, wie PCs, Smartphones, Telefone, Tablets und WLAN-Router zum Einsatz. Aufgrund der deutlich größeren Menge an Elektrogeräten ist die elektromagnetische Strahlung in den Häusern und Wohnungen deutlich stärker als früher.

 

Wohngesundheit und nachhaltige, ökologische Fertighaus-Konzepte

Welche Eigenschaften besitzt ein wohngesundes Fertighaus im Detail? Ist jedes Ökohaus auch gleichzeitig ein wohngesundes Haus oder gibt es Unterschiede? Diese wichtigen Fragen stellen sich mehr und mehr Bauherren. Die meisten Menschen sind davon überzeugt, dass jedes Ökohaus möglichst schadstoffarm und ausschließlich mit natürlichen Baumaterialien errichtet wird. Leider ist dies meist ein Irrglaube, denn die Begriffe Ökologie, Nachhaltigkeit und Wohngesundheit sind in der Regel nicht deckungsgleich. 

Welche Aspekte beinhaltet das ökologische Bauen?

  • einen im Hinblick auf die Ökologie günstigen Standort
  • die Vermeidung von sämtlichen toxischen und baubiologisch bedenklichen Substanzen beim Hausbau
  • die Verwendung von natürlichen, umweltverträglichen und ressourcenschonenden Baustoffen
  • ein möglichst energieeffizientes Bauen (wird unter anderem durch eine gute Wärmedämmung, die Nutzung von erneuerbaren Energien und durch die entsprechende Anlagentechnik erreicht)
  • eine nachhaltige Entwässerungs-Technik 
  • eine minimale Versiegelung
  • eine möglichst ökologische Bepflanzung

Der Verzicht auf sämtliche baubiologisch bedenkliche und umweltunverträgliche Substanzen steht auf jeden Fall im direkten Einklang mit dem Begriff Wohngesundheit. Im direkten Vergleich dazu verhalten sich die weiteren Aspekte der ökologischen Bauart im Hinblick auf den Begriff eher neutral. Besonders drastisch muss die Wärmedämmung bei einem Fertighausbetrachtet werden. Diese kann sich im schlimmsten Fall sogar kontraproduktiv auf die Wohngesundheit auswirken. In vielen Fällen begünstigt eine effektive Wärmedämmung die Ansammlung von diversen Schadstoffen. Des Weiteren sind nicht alle natürlichen Baumaterialien oder Baustoffe automatisch gut für die Gesundheit. Einige Menschen entwickeln mit der Zeit sogar Allergien gegen die natürlichen Baustoffe.

Das richtige Wohnklima ist von größter Wichtigkeit in einem Fertighaus

Ein möglichst optimales Raumklima beugt diversen, gesundheitlichen Beeinträchtigungen vor, vermeidet zuverlässig Schimmelbildung und trägt spürbar zum individuellen Wohlbefinden bei. Raumtemperaturen von durchschnittlich 20 Grad und eine Luftfeuchtigkeit von 40 bis maximal 60 Prozent gelten als optimal. Die individuelle Raumnutzung spielt ebenfalls eine Rolle. In einem Keller oder Schlafzimmer können die Temperaturen ohne Probleme niedriger sein, während sie im Wohnzimmer oder im Bad durchaus höher sein dürfen.

Unabhängig davon ist ein regelmäßiger Luftaustausch in den verschiedenen Räumen das A und O in jedem Fertighaus. Viele Menschen sind der Meinung, dass die verschmutzte Außenluft ein gesundheitliches Problem darstellt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Raumluft ist in den meisten Fällen das deutlich größere Gesundheitsrisiko. Dies liegt nicht nur an den bedenklichen Baustoffen, sondern zusätzlich an umweltkritischen Möbeln und ähnlichen Einrichtungs-Gegenständen. Aus diesem Grund ist das bewusste Einlassen von zusätzlicher Außenluft durch ein regelmäßiges Lüften oftmals das wesentlich geringere Übel für die Gesundheit.

Ein Fertighaus wohngesund bauen - So funktioniert's

Es müssen nicht immer spezielle, ökologische Baustoffe verwendet werden. Ein wohngesundes Bauen ist ebenso mit den handelsüblichen, konventionellen Baustoffen möglich. Die anorganischen Baumaterialien sind besonders gut dafür geeignet, denn sie nehmen eine große Menge an Schadstoffen und Feuchtigkeit auf. Dadurch entsteht in jedem Fertighaus ein gesundes Raumklima. Weiterhin empfehlenswert sind die klassischen Betonsteine, Gips-, Kalk- und Zielputze. Sogar der nachwachsende Rohstoff Holz kommt als wohngesundes Baumaterial infrage. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn bei der Herstellung keinerlei gesundheitsschädliche Holzschutzmittel zum Einsatz kommen. Aufgrund der deutlich erhöhten Radon-Belastung werden die früher häufig verwendeten Chemie- und Schlackengipse mittlerweile gemieden und sind nicht mehr empfehlenswert. 

Für klassische Farben, Putz und den Holzschutz gibt es mittlerweile eine breite Palette an vielen natürlichen Alternativen. Besonders gut geeignet sind Naturfarben auf Lehm- oder Kalkbasis, Lehmputz, Kalkputz oder Holzschutz auf Naturharz-Basis. Soll ein Fertighaus so antiallergen wie möglich gebaut werden, kommt es hauptsächlich auf einen allergiefreien Innenausbau an. Die Bodenbeläge zählen zu den häufigsten Allergiefaktoren. Im direkten Vergleich zu anderen Belägen sind Böden aus Fliesen, Laminat, Kurzflorteppichen oder Holz wesentlich unproblematischer. Klebstoffe können unter Umständen eine Allergie auslösen und sollten nach Möglichkeit nicht oder nur in geringen Mengen zum Einsatz kommen.

Regelmäßiges Lüften

Ein ausreichender Luftaustausch ist für die Wohngesundheit entscheidend. Eine moderne Fertighaus-Lüftungsanlage kann alternativ für einen ausreichenden Luftaustausch sorgen, falls ein regelmäßiges, manuelles Lüften nicht möglich ist. Eine künstliche Lüftungsanlage samt integrierter Luftreinigung ist für Menschen, die unter Allergien leiden, eine optimale Lösung. Kommt eine Lüftungsanlage mit speziellen Filtern zum Einsatz, ist dies um einiges gesünder, als die natürliche und meist pollenbelastete Frischluft. Die optimale Luftfeuchtigkeit ist ein anderes, jedoch nicht weniger wichtiges Thema. Die diffusionsoffene Fertighaus-Bauweise beugt einer Schimmelbildung vor und sorgt für eine mehr als ausreichende Wasserdampf-Durchlässigkeit. Die vorteilhafte Bauweise wird oftmals mit dem Begriff "atmende Wände" beworben. Moderne Wand- oder Fußbodenheizungen sind eine gute Wahl für Allergiker. Im direkten Vergleich zu den anderen Heizungsarten wird weitaus weniger Staub aufgewirbelt. 

Selbstverständlich wurden im Artikel nur die wichtigsten Möglichkeiten genannt. Es gibt noch weitere Baustoffe und Baumaterialien, die positiv zur Wohngesundheit beitragen. Unabhängig davon sollte das "gesunde Bauen" bereits bei der Fertighaus-Planung berücksichtigt werden. Dadurch profitieren die zukünftigen Hausbesitzer von Anfang an von einem möglichst hohen Wohlbefinden und ersparen sich im Nachhinein kostenintensive Sanierungen.