
Aliyah & Jonas
bauen ihren
Bungalow 110
Arbeit raus, Leben rein - Aliyah & Jonas Fink bauen ihren Bungalow 110 in Teltow-Fläming
Der Morgen in Teltow-Fläming ist anders als in der Stadt. Er ist leiser. Man hört die Amsel, das ferne Rollen eines Zuges, das Klicken eines Gartentors. Als Aliyah und Jonas Fink zum ersten Mal auf „ihr“ Grundstück traten, lag noch Tau auf dem Gras. Hinter dem Zaun ein freies Feld, davor ein schmaler Weg, der sich später als ihre liebste Abendrunde herausstellen sollte. „Hier soll gearbeitet und gelebt werden“, sagte Aliyah und lachte. „Aber in genau dieser Reihenfolge: erst das Leben.“
Die beiden sind Erstbauer. Kein geerbtes Wissen, keine Handwerksromantik im Rucksack. Dafür klare Vorstellungen: Homeoffice nicht als Notlösung, sondern als Konzept - auf einer Ebene, ohne Treppen, ohne Kompromisse. Ein Haus, das Arbeit möglich macht und sie im richtigen Moment unsichtbar werden lässt. „Arbeit raus, Leben rein“, wurde ihr Satz, der an Kühlschrankzetteln klebte und zwischen Exposés wanderte.

Der erste Termin bei Town & Country Haus war weniger Katalog, mehr Gespräch. Auf dem Tisch lag der Bungalow 110. Rechteckig, klar, solide. „Wir beginnen mit Ihrem Alltag“, sagte die Beraterin, „und bauen darum herum.“ Sie schob einen leeren Grundriss herüber. „Wo steht der Schreibtisch? Wo sitzt die Sonne um 10 Uhr? Wann brauchen Sie Ruhe, wann Bewegung?“
Das Arbeitszimmer war ihr Herzstück. Nicht groß, aber richtig positioniert: Gartenblick, Morgenlicht von Osten, eine Schiebetür zum Flur für konzentrierte Calls, ein zweites, kleines Fenster für Querlüftung. „Hier will ich den Bildschirm ausmachen und direkt ins Grün schauen“, sagte Jonas. Die Beraterin nickte, zeichnete Außenraffstores an beiden Fenstern ein - Verschattung, die Licht lenkt, statt es abzuschneiden. Dazu Netzwerk vom Feinsten: CAT-7-Verkabelung in Sternstruktur zum kleinen Technikschrank im Hauswirtschaftsraum, Patchpanel, Access-Point in der Decke des Wohnbereichs, zweiter Punkt im Arbeitszimmer. Kein Wackel-WLAN mehr, keine Kabelakrobatik. „Smart-Home?“ - „Gern solide“, sagte Aliyah. Also ein zentrales System für Heizung, Verschattung, Licht-Szenen. Einfach, zuverlässig, erweiterbar.
Der Bungalow 110 blieb erkennbar - aber wurde ihrer: Die Küche öffnete sich zum Wohn-/Essbereich, bekam dennoch eine halbhohe Wand als Spritz- und Sichtschutz. Der Hauswirtschaftsraum wuchs um Regaltiefe, weil Drucker, Akten und Technik nicht im Wohnraum wohnen sollten. Zwischen Schlafen und Büro wurde ein akustischer Puffer gelegt: Bad, HWR, Garderobe. „Wenn Jonas noch in einem späten Call ist, will ich im Schlafzimmer nicht mithören“, sagte Aliyah. Es war kein Luxus, nur durchdacht.

Zur Straße hin entschieden sie sich für hellen Putz, sachlich und freundlich. Klinker? Nicht hier. In Teltow-Fläming steht die ruhige, brandenburgische Gelassenheit den Fassaden gut. Das Dach anthrazit, Fensterrahmen ebenso, die Linien schmal. Zur Gartenseite öffneten bodentiefe Schiebeelemente den Raum. Dort sollte das Leben nach draußen fließen: Terrasse mit großformatigen Platten, Pergola mit dimmbarem, warmem Licht, ein Kräuterbeet und zwei Apfelbäume, die die Kinder einmal beim Wachsen messen würden.
Es folgten die nüchternen Kapitel, die am Ende beruhigen: Baugrundgutachten (lehmiger Untergrund, aber tragfähig; Frostschürze wie geplant), Energie-Konzept (leise Wärmepumpe, Fußbodenheizung, später ergänzbare PV-Vorbereitung), Lüftung mit Wärmerückgewinnung, damit die Luft frisch bleibt, wenn draußen Brandenburg Sommerhitze atmet. Und die Dinge, die Erstbauer nachts wachhalten: Festpreisgarantie - eine Zahl, die trägt. Bauzeitgarantie - ein Datum, das man eintragen kann, ohne es in Klammern zu setzen. Der Hausbau-Schutzbrief - nicht als Prospektpoesie, sondern als Liste mit Häkchen: von der Planung über Qualitätskontrollen bis zur Abnahme.
Als der Rohbau stand, führte der Bauleiter sie durch „ihr“ Haus. Es roch nach frischem Stein und einer Spur Mörtel, die sich nie in Fotos übersetzen lässt. Er zeigte Sockeldetails, Abdichtung, die saubere Leerrohrführung für spätere Erweiterungen. „Wenn Sie mal doch eine Außenkamera möchten, ist die Zuleitung schon da.“ Jonas legte die Hand an die Wand im Arbeitszimmer. „Hier wird entschieden, und hier wird abends beschlossen, dass nun Schluss ist.“ Der Bauleiter grinste. „Und die Raffstores sorgen dafür, dass die Sonne mitentscheidet.“

Während die Handwerker kamen und gingen, wuchs das Alltagsgerüst: Die Garderobe mit Bank und Haken, die Einbauten im Flur, die Speisekammer neben der Küche, die Nische im Schlafzimmer für einen schmalen Schreibtisch - „Plan B“, falls beide parallel Ruhe brauchen. Klein, aber Gold. Und in der Decke des Wohnbereichs verschwand ein AP-Punkt so elegant, dass niemand ihn später sehen würde - nur spüren.
Der Garten bekam genau die richtige Portion Brandenburg: Rasen zum Barfußlaufen, Staudenbeete mit Gräsern, ein schmaler Zierkiesstreifen entlang der Fassade. Keine Show, kein englischer Park - ein Rahmen, in dem die Tage Bilder malen. Am Abend wärmen die Leuchten unter der Pergola den Putz, und drinnen dimmt eine Szene namens „Feierabend“ das Licht in Küche und Essen ab, lässt die Arbeitslampen im Büro automatisch ausgehen. Man kann viel über Smart-Home reden. Oder einmal den Moment erleben, in dem das Haus die Schultern senkt.
Die Übergabe war unspektakulär. Genau richtig. Ein Schlüssel, ein Protokoll, ein Rundgang. Am ersten Abend trugen sie die Stühle auf die Terrasse. Die Luft war weich, der Himmel groß. Durch die Schiebetür sah man den Bildschirm schwarz spiegelt. Aliyah lehnte sich zurück. „Arbeit raus, Leben rein“, sagte sie und klang nicht wie eine Headline, sondern wie jemand, der den eigenen Satz gerade baut.
Die Wochen danach waren ein Test: Wie hält ein Grundriss, was man sich von ihm verspricht? Die Antwort steckte in Kleinigkeiten. Kurze Wege: vom Schreibtisch zum Kräuterbeet, vom Esstisch ins Büro, um „nur noch schnell“ eine Datei zu schicken - und zurück, ohne das Gefühl, wieder „zur Arbeit“ zu gehen. Ruhe: Die Verschattung nahm dem Licht die Härte und ließ den Bildschirm im Sommer lesbar. Die Akustik blieb angenehm, weil Gardinen und Teppiche das Echo leiser stellten. Ordnung: Der Technikschrank verschwand hinter einer Schiebetür im HWR, der Drucker hinter einer Front, die erst aufging, wenn jemand drucken wollte. Nichts sah nach Provisorium aus; alles fühlte sich nach Entscheidung an.

Natürlich gab es Momente, in denen man sich an neue Routinen gewöhnte. Morgens fuhr die Beschattung im Osten zuerst hoch, später im Westen runter. An heißen Tagen blieb die Sommer-Szenelogik aktiv: Außenjalousien zu, Innenlicht kaltweiß für Fokus. An Herbsttagen reichte das Nordlicht im Arbeitszimmer, um lange Mails freundlich zu formulieren. Und wenn Besuch kam, verschwand die Arbeit in einer Geste: Schiebetür zu, Lichtszene „Gäste“ an, die Pergola warm, die Küche Gastgeber.
Was bleibt von einem Haus, das man zum ersten Mal gebaut hat? Vertrauen. In den eigenen Alltag, der jetzt einen Grundriss hat. In Wände, die nicht nur tragen, sondern Zeit strukturieren. In Zusagen, die gehalten wurden: Preis, Zeit, Qualität. Und in das Gefühl, dass Erstbauer kein Nachteil ist, wenn auf der anderen Seite ein Team steht, das zuhört, erklärt und mitdenkt.
Eines Abends, als die Felder dunkel wurden und die Pergola noch ein bisschen Licht in den Garten malte, stand Jonas im Türrahmen des Arbeitszimmers und betrachtete den stillen Bildschirm. „Früher war Arbeit das, was uns von Zuhause weggezogen hat“, sagte er. „Jetzt ist sie ein Zimmer im Haus.“ Aliyah nickte. „Und das Haus kann mehr, als wir dachten: Es gibt unserer Zeit die richtige Form.“
Draußen roch die Luft nach Heu. Drinnen klang Musik leise gegen die Wände. Der Bungalow 110 war kein Statement geworden, sondern eine Antwort - nüchtern, freundlich, stabil. Arbeit raus, Leben rein. Und die Tür zum Garten stand offen.













