Baumhaus bauen

Das Baumhaus - Spaß für Groß und Klein

Ein paar Bretter und Nägel, ein Hammer und ein Baum: Das reicht aus, um die kindliche Fantasie zu beflügeln. Ein Baumhaus bauen ist ein riesiger Spaß: Planung und Bau lassen Wangen vor Freude erröten und nehmen ganze Wochenenden in Anspruch. Fertig ist ein richtiges Baumhaus nie - es gibt immer noch eine Ecke, die verbessert, ein Extra, das angebaut werden kann.

Dabei bekommen nicht immer nur die Kleinen bei einem Baumhaus leuchtende Augen – mittlerweile dient das Haus in der Baumkrone auch als zusätzlicher Wohnraum für Erwachsene. Es kann zum Beispiel der Ersatz eines Hotelzimmers im (Wellness-)Urlaub darstellen. In einem Baumhaus übernachten steht auf der „To-Do“-Liste von vielen Menschen ganz weit oben.

Egal, ob für Groß oder Klein: Ein Baumhaus sollte gut geplant werden – auch, weil nicht auf jedem Baum ein solches Haus errichtet werden kann und darf. Baumgutachter beurteilen, ob Bäume für die geplante Last stabil genug sind. Seltene Bäume und sehr alte Bäume genießen einen besonderen Schutz in Deutschland, sie dürfen auch auf Privatgelände nicht bebaut werden. Wer professionell vorgehen will, wendet sich an einen Baumhausarchitekten. Die haben sich auf die Planung und Konstruktion von Baumhäusern spezialisiert und übernehmen bis hin zur Statikberechnung alles.

Mit Kindern Haus bauen: So gehts!

So gelingt der Hausbau mit Kindern

Der Hausbau ist für die meisten Menschen die größte Investition ihres Lebens. Wenn allerdings eine Familie mit (kleinen) Kindern baut, dann hat sie ganz andere Ansprüche und Vorstellungen an ihr neues Eigenheim als ein kinderloses Paar oder ein Alleinstehender. 

 

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Allgemeines zum Baumhaus

Definition: Was genau ist ein Baumhaus?

Als Baumhaus wird jede Form von Haus bezeichnet, die aus Holz oder anderen leichten Materialien besteht und in oder auf einem oder mehreren Bäumen gebaut wird. Das ist nicht nur die Definition, sondern auch der kleinste gemeinsame Nenner aller Baumhäuser. Hinsichtlich des Nutzens gibt es keine klare Definition. So werden Baumhäuser werden von indigenen Völkern auf dem südamerikanischen Kontinent sowie in Afrika und Asien als Wohnhaus genutzt. Westliche Länder kennen das Baumhaus für Erwachsene als Hotel oder ganze Hotelanlage. Das Baumhaus für Kinder ist vor allem in Europa weit verbreitet. Eine noch eher neue europäische Entwicklung ist das Baumhaus als Büro oder als Freizeitraum für Erwachsene. Für ein solches Büro kann man ein Baumhaus mieten. Und sogar so manche Hobbywerkstatt befindet sich in luftiger Höhe in einem Baumhaus.

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Entstehung und Geschichte der Baumhäuser

Seit wann genau Menschen ein Baumhaus bauen, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen. Schon Affen, die Vorfahren der heutigen Menschen, nutzten das Baumhaus als sicheren Rückzugsort, Übernachtungen in der freien Wildbahn waren in luftiger Höhe sicherer als am Boden. Einige Primatenarten bauen bis heute Baumhäuser, um bequem und mit viel Entfernung zum Boden zu nächtigen.

Die Geschichte der Menschen ist eng mit dem Baumhaus verwoben: Die erste Blüte erlebte das Baumhaus für Erwachsene in der römischen Antike. Damals nutzte man die kleinen Häuschen in privaten Gärten wie in Parks für vergnügliche Treffen. In der europäischen Renaissance waren Baumhäuser ebenfalls sehr beliebt. In der Romantik im 18. und 19. Jahrhundert entdeckte man das Baumhaus für Erwachsene neu und die Begeisterung hielt bis heute an.

Es gibt tatsächlich Dokumentationen der Baumhäuser vergangener Zeiten: Ein englischer Tischläufer aus dem 16. Jahrhundert zeigt einen Menschen, der nackt einen Baum besteigt, in dem sich ein Baumhaus befindet. Ein Porträt der Elizabeth von Böhmen, gemalt von Robert Peake im Jahr 1603, lässt im Hintergrund ein Baumhaus für Erwachsene in einem typischen englischen Park jener Zeit erkennen.

Heute ist das Baumhaus für Kinder der Ort, an dem sie Abenteuer erleben, Freunde treffen und von Erwachsenen unbeobachtet spielen können. Haustiere wie beispielsweise Katzen mögen Baumhäuser, denn sie bieten ihnen sowohl Schutz als auch Raum zum Klettern und sorgen für Abwechslung im Haustieralltag. Wer also seiner Samtpfote etwas Gutes tun will, der baut ein Baumhaus selbst.

Ein Baumhaus im Garten bauen

Wer heutzutage in seinem Garten ein Baumhaus selbst baut, der tut das meist für seine Kinder. Es soll als Spielturm oder als erweitertes Kinderzimmer mit Klettermöglichkeit dienen. Eine offizielle Altersbegrenzung im strengen Sinn gibt es nicht. Dennoch heißt es oft: Kinder sind bereit für ein Baumhaus, wenn sie klettern können und sich dafür interessieren. Wer ein Baumhaus kaufen und auf das Alter der Kinder abstimmen will, orientiert sich am besten an den Altersangaben der Hersteller.

Eine Baugenehmigung für ein privates Baumhaus für Kinder ist nicht unbedingt erforderlich. Solange es sich dabei NICHT um eine Erweiterung des Wohnraums handelt, sollte dem Bau nichts im Weg stehen. Allerdings sollte man während der Planung die Größenvorgaben der einzelnen Bauvorschriften der Länder und Gemeinden überprüfen. Sechs von 14 Bundesländer schreiben Höchstvolumen für genehmigungsfreies Bauen im Außenbereich vor, zu dem der eigene Garten zählen kann. Bremen ist hier am strengsten und erlaubt gerade mal 6 Kubikmeter umbauten Raum.

Zudem sollte man klären, ob der für das Baumhaus vorgesehene Baum im Garten überhaupt für so ein Vorhaben geeignet ist. Wer sich selbst so eine Entscheidung nicht zutraut, fragt einen Baumgutachter. Sind alle offenen Fragen im Vorfeld geklärt, kann es an die konkrete Planung gehen: Was braucht man, wenn man ein Baumhaus selbst bauen will?

Baumhaus bauen wird zum Familienhighlight!

Im eigenen Garten Baumhaus bauen

Das Baumhaus im eigenen Garten wird in der Regel für die Kinder gebaut und ist das ideale Outdoor-Kinderzimmer mit Klettermöglichkeiten.

 

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Bauweise & Material: Baumhaus bauen, ohne den Baum zu verletzen

Welches Material verwendet wird, in welche Höhe man baut und wie genau das Baumhaus letztendlich aussehen soll, hängt alles von den klimatischen Bedingungen ab. Ein Baumhaus wird ganz anders gebaut, wenn es in großer Höhe auf einem Baum sitzt, der exponiert auf einem Hochplateau Wind und Wetter ausgesetzt ist. Stehen Baum und Haus windgeschützt in einer Vorstadt zwischen anderen Häusern und umstehenden Bäume, muss man sich weniger Gedanken um die Wettereinflüsse machen.

Trotzdem gibt es eine wichtige Regel zu beachten, wenn man ein Baumhaus selbst bauen will: Bäume sind flexibel und bewegen sich mit dem Wetter. Das Baumhaus für Kinder muss diese Bewegungen also mitmachen, anstatt dagegen anzuhalten. Es gilt also, alle Verankerungen und Verbindungen im Baum flexibel zu gestalten, damit der Baum sich auch mit Haus noch frei bewegen und Windböen nachgeben kann. Das dient einerseits dem Schutz des Baumes und andererseits der Sicherheit von Bauenden und Kindern.

Zwar sieht man gelegentlich Verschläge aus Wellblech, Multiplex, Pressspan und anderen Materialien in Bäumen hängen, ein stilechtes Baumhaus, egal ob für Kinder oder Erwachsene, besteht jedoch immer aus Holz. Das sollte hochwertig, hart, tragfähig und wetterfest sein - Bauholz eben. Damit ist das Baumhaus bauen auch schnell eine Frage der Kosten, denn solches Holz ist nicht günstig.

Den Baum schonen

Ein Baumhaus für Erwachsene wie auch für Kinder darf auf keinen Fall Schäden am Baum anrichten. Grundsätzlich ist jedes Haus eine Belastung für den Baum, welche aber so zart wie möglich gehalten werden kann. Der Baum muss weiterwachsen können und darf nicht eingeschränkt werden. Jede kleine Wunde schadet dem Baum. Deshalb sollten so wenige Schrauben und Nägel wie möglich in den Baum geschlagen werden, jedoch so viele wie nötig, damit das Baumhaus einen sicheren Halt hat. Man kann tatsächlich ein Baumhaus bauen, ohne dem Baum auch nur eine einzige Verletzung zuzufügen. Das muss bei der Planung des Baumhauses aber von Anfang an beachtet werden.

Verletzungen wie auch Einengungen schaden dem Baum. Verkümmert der Baum, ist das auch ein Sicherheitsrisiko für alle, die das Baumhaus nutzen wollen: Ein schwacher oder kranker Baum kann das Haus nicht tragen. Der moderne Baumhausbau trägt dem Baum und seiner Gesundheit Rechnung. Hier werden vier Techniken unterscheiden, mit denen ein Baumhaus für Erwachsene oder Kinder gebaut werden kann:

  • die Schraubtechnik
  • die Klemmtechnik
  • die Stütztechnik
  • die Hängetechnik

Welche Technik verwendet wird, entscheidet man nach der geplanten Last und der Größe des Baumhauses sowie der Baumart. Manchmal bietet es sich auch an, das Haus mit einer Kombination von mehreren Techniken im Baum zu befestigen.

 

Schraubtechnik

Bei dieser Technik wird der Baum so minimal wie möglich verletzt: Nur eine geringe Anzahl von Gewindebolzen wird in den Stamm getrieben. Allerdings haben diese Bolzen jeweils einen Durchmesser von mehreren Zentimetern und können bis zu fünf Tonnen Gewicht tragen. Die Gewindebolzen werden auch als Garnierschrauben bezeichnet. Bei der Konstruktion dienen diese Bolzen als zusätzliche Äste. Aus ästhetischen Gründen lehnen viele Menschen das aber ab.

Klemmtechnik

Stahlmanschetten werden bei dieser Technik um die Stämme von einem oder zwei Bäumen montiert, Balkenschuhe müssen diese Klemmen unterstützen. Wichtig ist, dass die Manschetten weder zu eng (das würde den Baum im Wachstum behindern), noch zu locker sitzen (das wäre ein Sicherheitsrisiko). Die Klemmen werden mit den Jahren immer wieder nachjustiert und dem Wachstum der Bäume angepasst.

Stütztechnik

Eigentlich handelt es sich hier um eine kombinierte Technik, denn Teile des Baumhauses werden vom Baum gehalten, während andere Teile mit Stahlseilen von höheren Ästen aus abgehängt werden (Hängetechnik). Zusätzlich sind Holzpfosten in den Boden eingelassen, die die "Ausläufer" des Baumhauses von unten stützen. Alles, was etwas weiter vom Stamm des Baumes weg ragt, muss so gestützt werden. Bei einer reinen Stützkonstruktion trägt der Baum überhaupt kein Gewicht. Er wird nicht belastet oder verletzt, sondern steht in der Mitte des Baumhauses. Beim Baumhaus selbst bauen ist das die gängigste Technik.

Hängetechnik

Die Hängetechnik gilt als die sicherste Technik, sowohl für den Baum als auch für die Menschen, die Baumhaus Übernachtungen zelebrieren oder hier ihr Büro oder Spieleparadies haben. In diesem Fall wird die Plattform mit dem Baumhaus konstruiert und anschließend über Stahlseile an Rundschlingen nach oben gezogen. Die Rundschlingen hängen an großen, stabilen Ästen im Baum. Weil die Schlingen und die Seile flexibel sind, passiert dem Baum nichts. Er kann ungehindert weiterwachsen und das Baumhaus kann sich frei bewegen.

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In welchem Baum ein Baumhaus selbst bauen?

Wichtig zu wissen ist hier: Obstbäume haben eher weiches und brüchiges Holz. Pappeln, Birken und Robinien tragen das Baumhaus auch nicht alleine - sie brauchen zusätzliche Stützen. In diesem Fall sollte das Baumhaus mit der Stütztechnik errichtet werden. Nussbäume, Ahorn, Buche und Eiche sind dagegen sehr robust. Diese Hölzer sind hart und tragen Baumhäuser gut.

Bei Nadelbäumen kommt es auf die Art des Baums an. Lärchen und Douglasien sind für die Hängetechnik sehr gut geeignet. Das Problem liegt allerdings in der Wuchsform: Diese Bäume haben nur einen Hauptstamm, wachsen sehr dicht und haben keine richtige Krone. Baumhaus-Übernachtungen mit Nadelduft sind zwar herrlich, aber wahrscheinlich hat der Baum nicht die richtige Form. Wichtig ist auch, dass der Baum schon mehr oder weniger ausgewachsen ist und die Last tragen kann. Große Baumhäuser für Erwachsene bringen so zum Beispiel eine halbe Tonne Gewicht auf den Baum.

Ob der Baum gesund ist, erkennt man am Wuchs: Äste mit Blättern und kleinen Zweigen leben, sie sind nicht morsch. Man kann sich als Erwachsener auf so einen Ast setzen und wippen, ohne dass es knackt. Eine gesunde, normal gewachsene Baumrinde ist ein gutes Zeichen. Wer will, läuft auf dem Ast auch noch weit nach außen. Äste, die sich so als schwach und brüchig erweisen, können kein Baumhaus tragen. Hierauf sollte man kein Baumhaus bauen.

Selbstverständlich kann ein Baumhaus auch auf einem Baumstumpf errichtet werden, solange der Baumstumpf stabil ist, nicht modert oder zerbröselt, sollte er für ausreichend Stabilität sorgen.

Welche Größe soll ein Baumhaus haben?

Wie hoch ein Baumhaus für Kinder über dem Boden schwebt, hängt von dem Alter und der Kletterfreude der Kinder ab. Eine grobe Regel zur Höhe gibt es: Je älter die Kinder sind, desto höher darf man ihr Baumhaus bauen. Während im Kindergartenalter die Hüfthöhe von Erwachsenen schon fast als schwindelerregend wahrgenommen wird, sind bei Grundschulkindern 1,5 bis 2 Meter als Höhe des Baumhauses in Ordnung.

Das Baumhaus für Erwachsene darf natürlich höher sein. Allerdings sollte auch da die unterste Plattform nicht mehr als 2 Meter über dem Boden schweben. Wer ein fertiges Baumhaus kaufen will, ist auf das angewiesen, was die Hersteller anbieten und die halten sich vor allem beim Baumhaus für Kinder an die niedrigen Höhen.

Während Kinder schon über eine Leiter am Baum, eine Plattform mit Geländer und eine Sitzgelegenheit glücklich sind, stellt das Baumhaus für Erwachsene höhere Anforderungen. Erwachsene wollen ein Baumhaus, in dem sie stehen können. Ein festes Dach ist genauso verpflichtend wie verglaste Fenster in den Wänden, damit ausreichend Licht ins Innere gelangt. Für geplante Baumhaus Übernachtungen gilt: In einem mehr oder weniger geschlossenen Holzkämmerchen schläft es sich nicht so gut. Hier sollte man aber beachten: Sind (regelmäßige) Übernachtungen geplant oder soll ein Büro oder zusätzlicher Hobbyraum eingerichtet werden, benötigt das Baumhaus für Erwachsene eine Baugenehmigung. Wer zudem einen Wasser- und Stromanschluss plant, muss das definitiv mit dem örtlichen Bauamt abklären.

Konstruktion

Damit das Baumhaus für Kinder sicher ist, braucht es auf jeden Fall ein Geländer. Die Gitter oder Stäbe sollten immer senkrecht stehen, der Abstand zwischen den einzelnen Elementen darf nicht zu groß sein. Maximal 10 Zentimeter sollte er bei einer Geländerhöhe von wenigstens 70 Zentimetern betragen.

Beim Baumhaus selbst bauen ist es wichtig, dass die Bauenden geschützt sind. Leitern müssen einwandfrei stehen, Werkzeug darf nicht in Reichweite von Kindern herumliegen, herunterfallende Nägel und Schrauben werden sofort aufgehoben. Vor allem, wenn Kinder im heimischen Garten gerne barfuß laufen, tut so eine Schraube im nackten Fuß weh.

Standort

Einzelnstehende Bäume werden als Solitärbaum bezeichnet. Sie sind stark, haben in der Regel schon einige Stürme überstanden und können ein Baumhaus für Erwachsene gut tragen. Der Nachteil liegt aber auch gerade darin: Was den Baum stark macht, ist für das Haus unerwünscht. Hier muss das Baumhaus klein und leicht sein, damit es dem Wind keine allzu große Angriffsfläche bietet. Stehen mehrere Bäume in einer Gruppe beisammen, schützen sie sich gegenseitig vor dem Wind. Sie sind dann vielleicht nicht so stark, aber das Baumhaus darf etwas größer ausfallen.

An Hängen und bei schräg stehenden Bäumen, die nicht gerade wachsen, sind Stützen eine gute Idee, denn das Baumhaus würde den Baum einseitig belasten und ihn vielleicht sogar zum Umfallen bringen. An Astgabeln lässt sich gut ein Baumhaus bauen. Vor allem die u-förmigen Gabelungen sind großartig, denn die bieten dem Haus Stabilität. An v-förmigen Astgabeln kann allerdings Regenwasser eindringen oder sich sammeln. Die Stellen faulen mit den Jahren, brechen bei Frost auch gerne auf. Das würde die Stabilität des Baumhauses gefährden. Hat der Baum keine Gabelungen, sondern besteht nur aus einem einzelnen Stamm, kann die Plattform für das Baumhaus mit Stahlseilen und Schlingen an den höheren, starken Ästen aufgehängt werden. Bei zwei solchen Bäumen nebeneinander kann das Baumhaus zwischen den Bäumen schweben.

Das Baumhaus befindet sich im Baum idealerweise nahe am Stamm oder um den Stamm herum. Denn so wird der Baum nicht einseitig belastet. Eine Lücke in der Krone, idealerweise direkt über dem Stamm, bietet sich an, um hier ein Baumhaus zu bauen.

Konkrete Planung

Es gibt zwei Möglichkeiten, sich an das Projekt "Baumhaus selbst bauen" heranzuwagen. Zum einen plant man selbst erst per Papier und anschließend mit einer 3D-Software am Computer. Gute Programme (auch Freeware und Demoversionen) helfen unter Umständen bei der Planung der Statik.

Oder man geht zum anderen mit Dachlatten direkt an den Baum und entwirft dort einen angedeuteten Grundriss der Plattform. Egal, ob es ein Baumhaus für Erwachsene oder ein Baumhaus für Kinder geht: Die Plattform ist immer die Grundlage. Alles andere wird auf der Plattform und von der Plattform ausgehend entwickelt. Wer eher mit den Händen "denkt" und sich mit Software nicht anfreunden kann, wird auch so zum Ziel kommen.

In der Planungsphase sollte man sich Gedanken über die einzelnen Stockwerke machen: Bleibt es bei einer Ebene oder soll im Baum weiter oben noch eine zweite Ebene eingezogen werden? Wie werden die Ebenen verbunden? Führt eine Leiter zum Baumhaus nach oben, klettert man an einem Seil hinauf, oder soll eine lange, geschwungene Treppe in den Baum führen? Das Baumhaus für Kinder profitiert von Strickleitern und Kletterseilen, denn das sorgt für zusätzlichen Spaß. Allerdings sollten die Ebenen im Baum selbst eher stabil zu erreichen sein - hier sind Treppen oder Leitern die bessere Idee. Bei geringen Höhenunterschieden sind auch Hängebrücken eine gute Idee.

Jetzt Kontakt aufnehmen

Ob das Baumhaus über eine abschließbare Falltür oder Außentür zu betreten ist, oder ob es auf andere Art gesichert werden muss, hängt von der Verwendung ab. Ein Baumhaus für Erwachsene, das als Büro oder für Übernachtungen genutzt wird, muss abschließbar sein. Das Baumhaus für Kinder muss und sollte aus Sicherheitsgründen nicht abschließbar sein.

Zur Planung gehört auch, das Material genauer zu planen. Tragende Teile des Hauses werden immer aus neuem Holz gebaut. Fichte (mit mehreren Lasuren) ist hierfür besonders gut geeignet. Das Holz ist günstiger als anderes Bauholz und wird durch das Lasieren haltbar und wetterfest. Seiten- und nicht-tragende Wände können als Teil des Innenausbaus auch aus Altholz gefertigt werden. Beim Baumhaus für Kinder darf allerdings kein grün imprägniertes Holz zum Einsatz kommen, denn das ist gesundheitsschädlich aufgrund der austretenden Salze. Schrauben und Nägel sind grundsätzlich aus Edelstahl, damit sie rostfrei bleiben. Für das Dach eignen sich Latten in 25x100 Millimeter als Unterkonstruktion, darauf kommt Teerpappe. Die hält das Baumhaus für einige Jahre regendicht. Asphaltschindeln und Rollenware (Eindeckmaterial) sind Alternativen, aber auch Holzschindeln machen sich sehr gut.

Die weitere Planung betrifft die Umgebung: Will man wirklich nur ein Baumhaus bauen? Unter dem Baumhaus und um das Haus herum wird der Boden sehr hart und trocken werden. Da macht sich eine sandbedeckte Fläche sehr gut, auch Rindenmulch oder feiner Kies laden zum Spielen ein und sorgen für eine weiche Landung, wenn ein Kind doch mal fällt. Vielleicht soll eine Rutschbahn oder eine Schaukel angebaut werden? Das ist aufgrund der Statik schwierig, wenn man das Baumhaus selbst bauen will. Leichter ist es hier, einen Bausatz zu kaufen. Verschiedene Hersteller für Outdoor-Spielgeräte führen das Baumhaus für Kinder inklusive der verschiedenen Zusätze, bis hin zu Hängebrücken, Piratenschiff-Design und Kletternetz.

Kosten des klassischen Baumhauses

Baumhaus mieten/ Übernachten im Baumhaus

Baumhaus Übernachtungen im Baumhaus für Erwachsene fangen bei etwa 35 Euro pro Nacht an. Ein Baumhaus mieten muss also nicht teuer sein, die kleinen Fluchten am Wochenende kann man sich leisten. Allerdings gibt es auch exklusivere Baumhaus Übernachtungen: Je mehr Programm und Extras, desto teurer wird es. Exotische Reiseziele in fernen Ländern locken ebenfalls mit dem Baumhaus für Erwachsene.

Baumhaus kaufen

Ein Baumhaus kaufen kostet mehr. Kleinere Häuser, die Übernachtungen im Sommer zulassen und für Erwachsene geeignet sind, kauft man ab etwa 10.000 Euro. Soll es das Büro im Baumhaus sein, muss eine ordentliche Dämmung her, die Fenster wollen verglast sein, es muss Strom verlegt werden. Ein Baumhaus kaufen heißt in diesem Fall Baumhaus-Material plus Montage, und die Kosten fangen bei etwa 38.000 Euro an. Ein Baumhaus kaufen alleine reicht nicht aus - das Haus muss zudem noch in den Baum kommen. Fertig konstruierte Häuser im Baum kann man (selten) kaufen, aber dann sind die Kosten individuell verschieden.

Baumhaus (selbst) bauen

Baumhaus selbst bauen ist immer noch die günstigste Variante. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man ein Baumhaus selbst bauen will, welches keine Genehmigung braucht und im eigenen Garten steht. Die Kosten hängen davon ab, was an Material und Werkzeug vorhanden ist und wie groß das Haus werden soll. Ein kleines, einfaches Baumhaus bauen liebevolle Katzenbesitzer beispielsweise für ihre Tiere für mittlere dreistellige Beträge. Wer für Kinder ein Baumhaus bauen will, greift etwas tiefer in die Tasche.

FAQ - Die häufigsten Fragen zum Baumhaus

Braucht man eine Baugenehmigung?

Das Baumhaus für Kinder ist nicht genehmigungspflichtig, solange es sich an vorgegebene Größenvorgaben aus Landes- oder Gemeindebauvorschriften hält. Der zusätzliche Wohnraum für Erwachsene ist dagegen schon genehmigungspflichtig.

Muss man das Baumhaus selbst bauen?

In der Regel muss man ein Baumhaus selbst bauen, ja. Das bedeutet aber nicht, dass alle Teile selbst gebaut werden müssen. Elemente wie Fenster, Türen, Leitern, Hängebrücken oder dergleichen können fertig gekauft werden. Allerdings werden auch fertige Bausätze eher selten komplett montiert geliefert. Ein ganzes Baumhaus zu kaufen ist auch eine (aber eher ungewöhnlichere) Möglichkeit. Ein Baumhaus mieten ist für alle, die nicht so gerne bauen, die beste Option.

 

Ein Baumhaus selbst zu bauen ist mit viel Spaß verbunden - für Kinder wie für Erwachsene. Daher ist das gar keine schlechte Idee. Im Baumarkt, bei Spielwaren-Fachhändlern und im Internet finden sich mehr oder weniger komplexe und zum Teil komplette Bausätze, mit denen das Projekt "Baumhaus bauen" einfach gelingt. Wer komplett frei und auf eigene Faust arbeitet, hat zwar mehr Arbeit - aber am Ende in der Regel auch ein individuelles Ergebnis.

Wem es nur um Baumhaus Übernachtungen geht, der schaut sich im Internet um: Ein Baumhaus mieten und im Urlaub einfach mal auf das Hotelzimmer verzichten - das ist ein besonderes Erlebnis. In Deutschland gibt es sogenannte Baumhaus-Hotels in verschiedenen Regionen. Die Baumhaus Übernachtungen können in verschiedenen Variationen gebucht werden, von der einfachen Übernachtung über Frühstück oder Halbpension bis hin zum umfassenden Wellness-Programm im Hotel-Spa.

Die letzte Möglichkeit verbindet alles ein bisschen: Das Baumhaus plant und baut der Baumhausarchitekt. Spezialisierte Architektenbüros übernehmen sämtliche Arbeiten. Das Ergebnis ist allerdings in der Regel kein Baumhaus für Kinder, sondern ein Baumhaus für Erwachsene. Vor allem die berühmten Baumhaus Übernachtungen finden in solchen professionell geplanten und gebauten Baumhäusern statt.

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