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Wir sind in der Pflicht. Nachhaltigkeit beim Hausbau.

Sobald es um ökologisches Handeln, um Klima- und Umweltschutz geht, soziale Verantwortung, ressourcenschonende Produktionsprozesse, allgemein also um Nachhaltigkeit, sehen viele Menschen die Notwendigkeit zum Tun und zum Verändern gern bei den Anderen. Sie sehen allein die Politik in der Pflicht, rufen nach dem Gesetzgeber oder bemühen die Rechtsprechung. Sich selbst als den ersten und auch wichtigsten Ansprechpartner, um Veränderungen im Denken und Tun herbeizuführen sehen nur wenige, noch zu wenige. 

Es ist einfach, es ist vor allem bequem. Doch wenn wir die Verantwortung ernst nehmen dafür, dass auch künftige Generationen noch ein soziales Gemeinwesen vorfinden und eine Welt, auf der es sich zu leben lohnt, müssen wir selbst aktiv werden. Indem wir nicht nur reden und Absichten formulieren, sondern tun und verändern. Das gilt ausnahmslos für alle und schließt auch den Hausbau nicht aus. Es werden Böden versiegelt, Rohstoffe eingesetzt und die Natur in ihren Kreisläufen beschränkt.

Heutzutage, zweifellos viel häufiger als früher, hören wir die Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „nachhaltig“ fast bei jeder Gelegenheit. Dabei drängt sich der Eindruck auf, dass diese allzu leichtfertig verwandt werden. Weil sie gut klingen, weil sie gesellschaftlich akzeptiert und gewollt sind, weil sie gut zur Selbstdarstellung eines einzelnen Menschen passen oder weil die Marketingstrategen eines Unternehmens sie, die beiden Begriffe, als verkaufs- und umsatzfördernd empfinden. Dieser leichtfertige Umgang mit einem letztlich inhaltsleeren Wachstumsbegriff kann und wird nur kurze Zeit funktionieren. Danach verkehrt sich die Wirkung ins Gegenteil weil Zweifel an der Glaubwürdigkeit zwangsläufig auch Zweifel an der Qualität von Produkten und Dienstleistungen zur Folge haben.

Inhaltsübersicht - Diese Themen stehen im Fokus:

Nachhaltiges Bauen beginnt mit den Baustoffen

Bei der Planung eines Neubaus unter Berücksichtigung des umweltgerechten Bauens kommen zahlreiche Materialien nicht mehr zum Einsatz, die in der Vergangenheit häufig genutzt werden. Sogenannte Schwermetalle, Baustoffe, die Lösemittel enthalten oder aber auch Produkte auf Basis von Formaldehyd und Chlor werden bei umweltgerechten Bauten nicht verwendet. Auch auf den Einsatz von Aluminium und Kunststoff wird immer mehr verzichtet bzw. der Einsatz dieser Materialien reduziert, da es inzwischen gleichwertige natürliche Materialien gibt. Hierzu zählt unter anderem, dass Farben verwendet werden, die frei von Lösemitteln sind.

Bauherren sollten darauf achten, dass Massivhäuser ressourcenschonend gebaut werden. Es ist nicht nur wichtig, dass die Baustoffe umweltschonend sind, sondern auch die Transportwege müssen möglichst kurz sein. Bauherren sollten daher darauf achten, dass die Materialien für den Hausbau von Anbietern in ihrer Region stammen. Zum Nachhaltigkeitsgedanken zählen aber nicht nur ökologische Aspekte. Es geht auch darum, ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu finden. Denn es nützt nichts, wenn sich niemand nachhaltiges Bauen leisten kann.

Finanzspritze von Vater Staat

Die Bundesregierung ist auf Sparkurs, auch in Sachen Energieverbrauch. Der Grund hierfür sind nicht etwa klamme Kassen, sondern der weltweite Klimaschutz. Ihre ehrgeizigen Ziele verfolgt die Bundesregierung schon seit Jahren – und die Energiesparauflagen für Bauherren werden immer strenger. 

Geregelt sind diese Auflagen im 2019 verabschiedeten Gebäudeenergiegesetz (GEG), dass die Energieeinsparverordnung von 2016 (EnEV) ersetzen soll. Das GEG tritt im Oktober 2020 in Kraft und vereint drei bislang geltende Regelwerke: das Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EWärmeG). Sie alle beziehen sich auf den gleichen Gegenstand – die Energieeffizienz von Gebäuden und die Nutzung regenerativer Energien.

Wie auch die EnEV fordert das GEG, dass ein bestimmter Teil der Wärmeenergie eines Hauses aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Ab 2020 soll auch gebäudenah erzeugter Strom aus erneuerbaren Energien auf den Jahresprimärenergiebedarf angerechnet werden. Die Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien kann somit durch eine Photovoltaikanlage erfüllt werden. Maßgeblich ist hier die Anlagengröße. Ölheizungen sollen hingegen ganz aus den Heizungskellern verschwinden, ab 2026 gilt ein Einbauverbot von Ölheizungen.

Umweltschutz beim Thema Strom

Auch beim Thema Strom spielt die Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. Schon durch eine Änderung des eigenen Verhaltens kann man dafür sorgen, dass man in Zukunft weniger Strom verbraucht und dadurch die Umwelt schont. Ein netter Nebeneffekt ist dabei, dass man die Einsparungen auch im Geldbeutel bemerken wird. Bei der Einrichtung eines neuen Hauses sollte man darauf achten, dass man sparsame Geräte einsetzt, um den Stromverbrauch zu minimieren. Zwar sind besonders effiziente Geräte ein wenig teurer. Doch im Laufe ihrer Lebensdauer werden sie sich amortisieren. Besonders effizient sind natürlich die sogenannten Energiesparhäuser. Abhängig vom Budget und den Wünschen der Bauherren lassen sie sich individualisieren, um das optimale Resultat zu entdecken.

Doch es gibt noch eine weitere Möglichkeit, um Geld zu sparen und gleichzeitig du Umwelt zu schonen. Ein Wechsel auf Ökostrom sorgt dafür, dass man in Zukunft nur noch Energie aus sauberen Energiequellen nutzen wird. Und dabei muss der Wechsel von einem normalen Stromtarif auf Ökostrom nicht einmal teuer sein. Mit dem Ökostrom-Vergleich vom Strom-Magazin kann man innerhalb weniger Minuten den günstigsten Ökostrom-Tarif finden. Viele Nutzer sparen dabei sogar noch Geld. Sie haben ihren Stromanbieter schon lange nicht mehr gewechselt und sind deshalb in einem teuren Tarif gefangen. So wirkt sich der Wechsel in einen Ökostrom-Tarif sogar noch positiv im Geldbeutel aus.

Die Bewertung der Nachhaltigkeit beim Hausbau

Die Nachhaltigkeit beim Hausbau kann in drei Kategorien vorgenommen werden:

Diese Bewertungen lassen sich überwiegend messen. Dazu wird zur Ermittlung der sog. Energiekennzahl der Jahresheizwärmebedarf (in kWh, bezogen auf die Grundfläche) herangezogen und außerdem eine Ökobilanzierung der Baumaterialien erarbeitet.

Individuelle Planung für den nachhaltigen Hausbau?

Nachhaltig wird der Hausbau, wenn Sie auf bewährte Systeme und große Marken setzen. Große Hausanbieter haben ausreichend Erfahrung, optimierte Prozesse und können Materialien günstig einkaufen. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern tun der Umwelt gleichzeitig etwas Gutes. Der Erfolg Ihres Bauvorhabens ist aber auch von Ihrem persönlichen Engagement abhängig und davon ob Sie auf die richtigen Experten gesetzt haben. Eine wichtige Basis dafür ist eine ganz persönliche Analyse: Muss das Grundstück wirklich so groß sein? Welche Bedürfnisse habe ich und welche davon verbinde ich mit dem Haus? Wieviel Nachhaltigkeit will ich mir wirklich leisten und können sich die Maßnahmen auch tatsächlich amortisieren? Will ich regenerative Energien nutzen und wohngesund leben?... Je gründliche Sie hier vorgehen, umso genauer kann Ihr Hauswunsch kalkuliert und letztlich ausgeführt werden. Darüber hinaus sollten Sie auf geprüfte Bauverträge und eingesetzte Materialien achten.

Modernisierung sorgt für Werterhalt

Viele verschiedene Gesetzte und Vorschriften regeln sehr genau, was die Eigentümer einer Immobilie tun dürfen und was sie nicht tun dürfen. So gibt es beispielsweise Regelungen, die die Eigentümer zum Austausch von zu alten und ineffizienten Heizungen verpflichten. Sollte man eine Immobilie veräußern wollen, die von dieser oder einer anderen Vorschrift betroffen ist, dann mindert das natürlich den Wert. Wer sich rechtzeitig um die erforderlichen Modernisierungen kümmert und dabei die staatlichen Förderungen optimal nutzt, kann damit dafür sorgen, dass seine Immobilie ihren Wert erhält und möglicherweise sogar noch steigert. Darüber hinaus profitieren natürlich auch die Eigentümer selbst von Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen.

Nachhaltigkeit und Heizen?

Für viele passt das nur schwer zusammen, ist aber durchaus möglich. Beim nachhaltigen Hausbau können sehr gut natürliche Energiequellen eingesetzt. Dazu gehören Wärmepumpen, aber auch der Einsatz einer solaren Warmwasserbereitung. Selbst Gas-Brennwertthermen lohnen sich in der Anschaffung und amortisieren sich schnell. Abhängig ist der Einsatz vor allem von der Beschaffenheit und Größe des Grundstückes, von Umweltfaktoren und letztlich vom Haus selbst.

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