Energiesparend in die Zukunft
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Solaranlagen: Ein Überblick für Privathaushalte

Immer mehr Solaranlagen werden auf deutschen Dächern von Privathaushalten installiert und sind ein wichtiger Bestandteil, um die aktuellen Klimaziele der Bundesrepublik zu erreichen. Doch angesichts von Anschaffungs- und Installationskosten in vier- oder fünfstelliger Höhe sollte die Montage einer Solaranlage gut überlegt sein, damit sie zum lohnenden Investment wird. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick, was Sie zu Solaranlagen wissen sollten und mit welchen Vor- oder Nachteilen Sie rechnen müssen.

Photovoltaik-Anlage oder Solarthermie?

Unter dem Begriff Solaranlage wird allgemein das Umwandeln von Sonnenenergie in Strom oder warmes Wasser verstanden. Für die einzelnen Teilbereiche werden meistens die Begriffe Photovoltaik und Solarthermie verwendet, damit verständlich wird, um welche Art von Solaranlage es sich handelt.

Bei einer Photovoltaikanlage werden Sonnenstrahlen in Strom umgewandelt, der direkt im Haushalt verbraucht oder ins Netz eingespeist wird. Somit muss bei ausreichend Sonne kein Strom von einem Netzanbieter eingekauft werden und es fallen nur geringe Kosten außerhalb des Anschaffungspreises an.

Eine Solarthermie-Anlage hingegen dient dazu, Wasser für Küche, Bad oder Dusche zu erwärmen oder zur Ergänzung der Heizungsanlage. Beide Systeme kommen vorrangig im Sommer zum Einsatz, da im Winter in der Bundesrepublik meist nicht genügend Sonnenstrahlen vorhanden sind. Ob Ihr Standort für eine Solaranlange eignet, können Sie einfach mit einem Solarrechner ermitteln.

Geld sparen bei Photovoltaik und Solarthermie

Der große Vorteil von Solaranlagen, sowohl für Strom als auch für Warmwasser, sind die großen Einsparungsmöglichkeiten, so dass die Systeme bei längeren Laufzeiten sogar als Investment gelten können. Zwar müssen Sie zuerst die Anschaffungskosten auslegen, sparen dann aber jedes Jahr Strom- und Heizkosten. Je höher der Eigenverbrauch eines Privathaushalts ist, desto größer sind die jährlichen Ersparnisse. Und nicht verbrauchten Solarstrom können Sie bei Photovoltaik-Anlagen dank dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ins Netz einspeisen und Geld verdienen.

Grüne Energie auf dem eigenen Dach erzeugen

Auch vor Deutschland macht der Klimawandel nicht Halt und seit 1881 sind die Temperaturen in der BRD um knapp 1,5 Grad gestiegen. Zwar ist Solarenergie von Privathaushalten nur ein geringer Anteil am Energiemarkt, doch die Erneuerbaren weisen eine deutlich bessere Klimabilanz als fossile Brennstoffe auf. So können Sie umweltbewusst Strom und Wärme erzeugen und einen Teil zur Energiewende beitragen.

Kombinieren lässt sich der Solarstrom zum Beispiel mit dem Elektroauto, das Sie kostengünstig in der eigenen Garage aufladen können. Mit Hilfe eines Stromspeichers ist zudem das Sammeln von nicht genutzter Solarenergie möglich, so dass diese zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden kann, wodurch Sie im Sommer fast autark von Stromanbietern sind. Kombinieren Sie hingegen eine Solarthermieanlage mit einem Wärmetauscher und Pufferspeicher, können Sie Ihre Heizung unterstützen und so Heizkosten sparen.

EEG-Förderung für Photovoltaik bisher nur begrenzt gültig

Bei Inkrafttreten der Förderung für erneuerbare Energien wurde diese vom Gesetzgeber auf maximal 20 Jahre begrenzt. Nach Ablauf dieses Zeitraums müssen Netzbetreiber Solarstrom von Privathaushalten nicht mehr verpflichtend abnehmen, was die Attraktivität alter Photovoltaikanlagen deutlich verringert.

Eine Neufassung des EEG ist derzeit in Planung und soll in 2021 in Kraft treten. Ob es verbesserte Anreize für private Solaranlagen-Besitzer geben wird steht noch nicht fest. Ob der aktuellen Klimadebatte, setzt die Bundesregierung aber auf einen ambitionierten Ausbau der Erneuerbaren Energien und gibt damit Grund zur Hoffnung auf weitere Vergünstigungen.

Solaranlagen lohnen sich nicht für jeden

Der Traum von der eigenen Solaranlage ist für viele Haushalte attraktiv, aber eine Photovoltaikanlage kostet auch. Zwar sind die Preise für Solarmodule in den vergangenen Jahren deutlich gefallen, doch inklusive Montage sind die Anschaffungskosten weiterhin erheblich. Mittlerweile bieten jedoch einige Energieanbieter Solaranlagen zur Pacht an.

Wichtig ist jedoch immer, dass der Standort Ihres Eigenheims über genügend Sonneneinstrahlung verfügt, damit ausreichend Strom mit dem System erzeugt werden kann. Heutzutage lohnt sich Solarstrom vor allem dann, wenn Sie den Großteil der erzeugten Energie selbst verbrauchen und nicht weiterverkaufen.

Für eine 4-köpfige Familie mit einem Elektroauto amortisiert sich ein Photovoltaiksystem daher schneller als für einen Single-Haushalt, der häufig beruflich unterwegs ist. Auch diese Berechnungen sollten Sie im Voraus anstellen, um zu sehen, wann der Solarstrom ein lohnendes Investment wird.

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