Rund um den Hausbau
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Putz, Farbfaschen

Bei einer Putzfassade hat der Bauherr die Wahl zwischen einer Vielzahl von Varianten und Gestaltungsmöglichkeiten. Putzfassaden lassen sich farblich abwechslungsreich gestalten – der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Auch was die Putz-Struktur anbelangt, hat der Bauherr die Auswahl zwischen unterschiedlichsten Strukturen: von grobkörnigem Strukturputz über Spachtel-Strukturen bis hin zur glatten Putzfläche ist alles denkbar.


Eine Putzfassade gibt dem Bauherrn größtmögliche Gestaltungsfreiheit und ist dazu noch eine kostengünstige Variante der Fassadengestaltung. Sie lässt sich einfach renovieren und immer wieder neu und anders anstreichen. Putz eignet sich für jeden Baustil – ob rustikal-ländlich, klassisch-solide oder modern und städtisch.


Einfamilienhäuser, die auf diese Weise verputzt werden, haben eine elegante, moderne Ausstrahlung.


Eine andere Gestaltungsvariante sind sogenannte Putz- oder Farbfaschen. Dabei handelt es sich um eine farblich abgesetzte oder auch im Material abweichende Umrandung von Türen und Fenstern, die einen Kontrast zum umgebenden Putz bilden.


Solche Faschen können aus der Wandfläche hervortreten oder in diese vertieft eingearbeitet werden. Eine einfachere Variante ist die Farbfasche, bei der lediglich die Farbe vom übrigen Putz abweicht.


Historische Faschen bildeten häufig die klassische Steinumrahmung einer Tür oder eines Fensters nach. In heutigen Gebäuden dienen sie dazu, Fenster- und Türöffnungen optisch zu vergrößern und ein elegantes, klassisches Gesamtbild zu schaffen. Nicht nur in großen Gebäuden, sondern auch am Einfamilienhaus sehen solche Farbfaschen sehr  gut aus. Sie eignen sich sowohl für klassische, rustikale als auch für moderne Gestaltungen.

Klinkerfassaden

Eine Vormauerverblendung aus Klinkern ist die ideale Alternative zur Putzfassade. Sie wird vor die eigentliche Innenschale des Hauses gesetzt. Der dazwischenliegende Hohlraum verhindert das Eindringen von Kälte und Feuchtigkeit und bildet ein wärmendes Luftpolster.

Die Klinkerfassade besteht aus Tonziegeln, die aus Wasser, Ton und Lehm hergestellt und bei über 1000° C im Ofen gebrannt werden. Tonziegel sind reine Naturprodukte und daher auch für ökologisches Bauen gut geeignet. Durch ihre kapillare Struktur sind Klinker in der Lage, überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen und diese bei Trockenheit wieder abzugeben. Sie schaffen damit ein angenehmes Raumklima  und schützen im Winter vor Kälte.

Der zweischalige Aufbau einer Klinkerfassade sorgt im Sommer für angenehm kühle Raumtemperaturen, während im Winter die Kälte draußen gehalten wird.  Auch Lärm hat keine Chance: Durch die zwischen den Wänden liegende Luftschicht werden Schallwellen an der Ausbreitung gehindert.

Ein großer Vorteil der Klinkerfassade ist ihre überaus lange Lebensdauer und Wartungsfreiheit. Klinker brauchen weder gestrichen noch renoviert zu werden – sie bleiben auch ohne nennenswerte Pflege jahrzehntelang ansehnlich und behalten ihre baubiologisch positiven Eigenschaften.

Die Investition in eine Klinkerfassade rechnet sich deshalb schon nach wenigen Jahren. Denn der Bauherr spart dadurch Folgekosten für Pflege, Renovierung und Instandsetzung.

Die Auswahl an Gestaltungsvarianten ist riesig: Grobe und feine Strukturen sind ebenso erhältlich wie die unterschiedlichsten Farbtöne – vom klassischen Ziegelrot und –braun über Schwarz, Gelb bis hin zu Weiß und Grau. Die Farben entstehen auf natürliche Weise ohne zusätzlichen Farbzuschlag durch die in den Rohmaterialien enthaltenen Eisenoxide. Es gibt geflammte, besandete, glatte oder auch reliefartige Strukturen.

Damit lassen sich Fassaden für nahezu jeden Baustil gestalten – ob rustikal, klassisch oder modern.

Die Klinker lassen sich mit unterschiedlichen Fugenfarben zu ganz individuellen, auf die Wünsche des Bauherrn abgestimmten Kombinationen zusammenstellen. Zusätzlich besteht auch noch die Wahl zwischen verschiedenen Mauerverbänden – also der Art, wie die Ziegel auf- und aneinandergereiht werden. Damit bieten sich quasi unendlich viele Gestaltungsmöglichkeiten.

Die Klinkerfassade ist daher ideal für alle Bauherren, denen ein pflegeleichtes, wartungsfreies Haus mit hoher Wertbeständigkeit wichtig ist.

Farbe und Farbkassetten

Mit Farben lassen sich Gebäude völlig unterschiedlich stylen: von knalligen Bonbonfarben bis zu pastelligen Weiß- und Cremetönen reicht die Palette. Welche Farbnuancen zu empfehlen sind, hängt nicht nur vom Baustil und persönlichen Geschmack ab, sondern auch von den übrigen beim Bau verwendeten Materialien. So ist zum Beispiel die Farbe und Art der Dachziegel zu berücksichtigen. Ebenso sollte die Fassadenfarbe mit der Farbe von Fenstern und Türen harmonieren.

Des Weiteren ist die Umgebung des Hauses wichtig: Wie sehen die Nachbargebäude aus? Ist das Haus von hohen Bäumen umgeben? Passt die Farbe zu den regionalen Gegebenheiten? In bestimmten Regionen Italiens ist zum Beispiel vorgeschrieben, dass Fassaden nur bestimmte Gelb-, Weiß- und Orange-Töne aufweisen dürfen, um das regionstypische „Lokalkolorit“ zu erhalten.

Bei modernen Putzfassaden ist die Farbtönung schon „eingearbeitet“. Der Putz wird bereits in der gewünschten Fassadenfarbe angemischt und geliefert. Somit kann ein zusätzlicher Anstrich entfallen. Putz-Anbieter haben Hunderte unterschiedlicher Farbtöne im Programm, mit denen jede Fassade den individuellen Wünschen des Bauherren angepasst werden kann.

Eine attraktive Gestaltungsmöglichkeit bieten sogenannte Farbkassetten. Hierbei handelt es sich um farblich abgesetzte Felder, die bestimmte Fassadenelemente betonen. Im Gegensatz zu Farbfaschen wird hier eine ganze Fläche, zum Beispiel unterhalb des Fensters, farblich anders gestaltet. Auf diese Weise kann ein abwechslungsreiches Bild geschaffen und die Architektur des Hauses betont werden.

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