Rund um den Hausbau
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A.

Abbinden

Damit ein Haus in seinem Grundgerüst stehen kann, müssen sich zunächst flüssige Materialien wie Beton, Mörtel, Spachtel oder Putz fest mit dem Untergrund verbinden. Erst dann kann die jeweilige Weiterverarbeitung erfolgen. Dieses schichtartige Trocknen bezeichnet man als Abbinden (bei Beton auch Erstarren genannt).

Abbindezeit

Ist die Zeitspanne, bis Materialien, wie z.B. Beton, die erforderliche Festigkeit für die Weiterverarbeitung erreicht haben und damit zu einem Bauelement gehärtet sind.

Abgehängte Decke

Als abgehängte Decke bezeichnet man ein Deckensystem, bei welchem eine nichttragende Decke durch eine Unterkonstruktion befestigt wird. Die dafür verwendeten „Abhänger“ können aus Holz oder Metall bestehen. Bei einer entsprechend großen Raumhöhe bietet die abgehängte Decke u.a. den Vorteil, dass Kanäle oder Leitungen in die Decke integriert werden können.

Abgeltungssteuer

Seit 2009 wird jeder Kapitalertrag, der über dem Sparer-Pauschbetrag (ehem. Freistellungsauftrag) hinausgeht, pauschal mit 25 Prozent besteuert. Der Sparer-Pauschbetrag beträgt für Singles 801 Euro und für Verheiratete 1.602 Euro pro Kalenderjahr.

Abgeschlossenheitsbescheinigung

Bescheinigung des Bauaufsichtsamtes, dass die Wohnungen in einem Haus nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) abgeschlossen sind. Das heißt, dass sie baulich von den anderen Wohneinheiten getrennt sind und einen eigenen abschließbaren Zugang von außen besitzen.

Ablösung

Rückzahlung eines bestehenden Kredits durch ein neues Darlehen eines anderen Darlehensgebers.

Abnahmeverpflichtung

Verpflichtung eines Darlehensnehmers, sich innerhalb einer vereinbarten Frist (Abnahmefrist) das Darlehen auszahlen zu lassen.

Abscheider

Das mechanische Trennverfahren der Abscheidung soll das Abwasser von verschiedenen Stoffgemischen trennen. So gelangen weniger Schadstoffe durch Wasser in die Kanalisation. Die dafür benötigte Vorrichtung zum Trennen wird als Abscheider bezeichnet. Je nach Stoff unterscheidet man z.B. Fettabscheider, Stärkeabscheider oder Abscheider für Leichtflüssigkeiten.

Abschreibung

Die Wertminderung einer Immobilie kann jährlich zu einem bestimmten Prozentsatz als steuerlicher Verlust von den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgesetzt werden. Es wird zwischen der linearen Abschreibung (jährlich gleich bleibende Abschreibungsbeträge) und der degressiven Abschreibung (jährlich abnehmende Abschreibungsbeträge) unterschieden. Bei der degressiven Form ist die Steuer mindernde Wirkung aufgrund der anfänglich höheren Abschreibung in den ersten Jahren höher. Während bei Altbauten nur die lineare Abschreibung möglich ist, besteht bei Neubauten ein Wahlrecht zwischen beiden Abschreibungsformen.

Absorber

Dieser Begriff findet beim Hausbau gleich doppelte Bedeutung, wenngleich der Nutzen ein ähnlicher ist. Zum einen wandelt ein Absorber bei einer solartechnischen Anlage die aufgenommene Sonne in Wärme um. So kann ein Großteil der Sonneneinstrahlung direkt genutzt werden. Als Absorber wird aber ebenfalls ein Wandelement verstanden, welches in der Raumakustik die Schallenergie aufnimmt (absorbiert) und in Wärmeenergie umwandelt.

Absorber

Absorber sind auf Sonnenkollektoren zu finden. Ihre Aufgabe ist es die auftreffenden Sonnenenergie aufzunehmen und sie in Wärme umzuwandeln. Die gewonnene Wärme wird dann an einen Wärmeträger weitergegeben. Absorber werden deshalb aus schwarzbeschichteten Blechen hergestellt, die wärmeleitende Metalle wie Kupfer oder Aluminium enthalten. Absorber können über 90 Prozent der Sonnenstrahlen in Wärme umwandeln.

Absorption

Beschreibt in der Physik im Allgemeinen den Vorgang, bei welchem die vorhandene Energie einer Welle aufgenommen und in neue Energie wie beispielsweise Wärme umgewandelt wird (siehe auch Absorber).

Abtretung

Übertragung von Rechten und Ansprüchen auf einen Dritten. Wenn ein Darlehensnehmer beispielsweise einen Anspruch auf die Auszahlung einer Kapitallebensversicherung hat, kann dieser Anspruch an den Darlehensgeber abgetreten werden. Auch können bei einer Immobilienfinanzierung die Rechte und Ansprüche aus Bausparverträgen, Investmentfonds und Grundschulden abgetreten werden.

Abwasser

Sobald Wasser häuslich oder landwirtschaftlich gebraucht wurde, fließt es anschließend als Schmutz- oder Niederschlagswasser wieder ab. In sogenannten Abwasseranlagen wird dann nach Gebrauch und Wiederverwendbarkeit des Abwassers unterschieden. Laut dem Wasserhaushaltsgesetz regeln die einzelnen Bundesländer, wer für die jeweilige Abwasserbeseitigung verpflichtet ist.

Acrylharz

Dieses Kunstharz ist aufgrund seiner Haltbarkeit in vielen Baumaterialien wie Lacken, Klebern oder Kunststoffputzen enthalten. Acrylharz hat ausgehärtet eine gute Optik und wird durch die besondere Festigkeit auch gern bei der Gebäudeabdichtung verwendet.

Agio

Für die Bereitstellung eines Darlehens verlangen manche Banken einen Aufpreis, das so genannte Agio. Der Darlehensbetrag wird zu 100 % ausgezahlt, der Darlehensnehmer muss jedoch einen höheren Betrag zurückzahlen.

Allgemeine Darlehensbedingungen

Von Banken vorformulierte Vertragsbestimmungen, die für alle Kunden bei der Darlehensabwicklung gelten. Mit Unterschrift unter dem Darlehensvertrag werden die allgemeinen Darlehensbedingungen anerkannt. Damit sind sie vergleichbar mit Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Altlasten

Wenn der zu bebauende Boden bzw. das darunter befindliche Grundwasser in der Vergangenheit besonders stark belastet und verunreinigt wurde, so spricht man umgangssprachlich auch von Altlasten. In solchen Fällen wird unbedingt zu einem vorherigen Bodengutachten geraten, da Altlasten nicht abschätzbare Risiken für Mensch und Umwelt bergen sowie einen hohen, finanziellen Aufwand bei der Beseitigung bedeuten können.

Altlastenkataster

Damit sich der Bauherr vorab über mögliche verunreinigte Bauflächen informieren kann, gibt es das Altlastenkataster. Dieses ist beim zuständigen Bauamt zu erfragen und wird von Umweltämtern, Land und Kommune kontrolliert.

Anker

Dieser vermehrt aus der Nautik bekannte Begriff hat auch im Bauwesen seine Bedeutungen. So dient er z.B. als Hilfsmittel für die Befestigung von Gerüsthaltern an der Gebäudefassade. Auch Bauelemente mit Gewinde, die verschiedene Bauteile miteinander verbinden (oder verschrauben) können, werden als Anker bezeichnet. Ebenfalls treten Anker als feste Stahlteile auf, welche beispielsweise Türen oder besondere Griffe mit der Wand verbinden.

Anlagenaufwandszahl

Die Anlagenaufwandzahl beschreibt das Verhältnis von eingesetzten Brennstoff, also den Aufwand, und der abgegebenen Wärmeleistung, also den Nutzen, von einem Anlagensystem. Je kleiner die Zahl ist, umso effizienter ist das System. Die Aufwandszahl berücksichtigt auch erneuerbare Energien und kann deshalb auch einen Wert kleiner als 1 erreichen. Bei Wohnhäusern wird bei der Anlagenaufwandzahl auch eine normierte Menge an benötigtem Warmwasser berücksichtigt. Die Anlagenaufwandzahl muss für jedes Gebäude individuell berechnet werden.

Annuität

Zins und Tilgung umfassende Jahreszahlung auf ein gewährtes Darlehen. Die Höhe einer Annuität bleibt während der gesamten Zinsbindungsfrist konstant.

Annuitätendarlehen

Langfristiges Darlehen, welches vom Darlehensnehmer in konstanten Kreditraten (der so genannten Annuität) zurückgezahlt wird. Die Annuität besteht aus Zins und Tilgung. Während der Laufzeit verringert sich der Zinsanteil der Rate, während der Tilgungsanteil durch den ersparten Zinsanteil steigt.

Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten für eine Immobilie beinhalten neben dem Kaufpreis auch Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten, Maklerprovision, Erschließungskosten und Finanzierungskosten. Da Abschreibungen nur auf die Immobilie und nicht auf den Grund und Boden möglich sind, müssen die Anschaffungsnebenkosten anteilig berechnet werden.

Anschlussfinanzierung

Bei einer Anschlussfinanzierung wird ein bestehendes Darlehen durch ein neues abgelöst. Wenn das neue Darlehen bei der gleichen Bank aufgenommen wird, spricht man auch von einer Prolongation. Eine Umschuldung wird vorgenommen, wenn der Kreditnehmer die Bank wechselt.

Anschlusskosten

Kosten für den Anschluss an das öffentliche Versorgungsnetz (vom Haus bis zur Grundstücksgrenze), z. B. für Wasserversorgung, Abwasserentsorgung, Gas- bzw. Stromversorgung und Telekommunikation.

Anstrich

Der erste Pinselstrich, oder auch Anstrich genannt, dient einerseits zur Verschönerung der häuslichen 4 Wände durch verschiedene Farbtöne. Andererseits ist das Auftragen der sogenannten Anstrichmittel wichtig für den Schutz der jeweiligen Oberflächen vor externen Einflüssen. Dies gilt sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich des Hauses.

Antritt

So wird in der Architektur schlicht und einfach die erste Stufe einer Treppe bezeichnet.

Arbeitgeberdarlehen

Darlehen eines Arbeitgebers an Betriebsangehörige zur Finanzierung von Wohneigentum. Meist erhält der Arbeitnehmer besonders günstige Konditionen. Unter bestimmten Voraussetzungen muss er jedoch den geldwerten Vorteil versteuern.

Arbeitnehmersparzulage

Die Arbeitnehmersparzulage können sich Arbeitnehmer sichern, die bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Die Einzahlung auf einen Sparvertrag muss durch den Arbeitgeber vorgenommen werden und als Vermögenswirksame Leistung gekennzeichnet sein. Nach einer Ansparzeit von sieben Jahren kann der Sparer über sein eingezahltes Kapital und die Arbeitnehmersparzulage verfügen - bei einer vorzeitigen Verfügung fallen bereits gezahlte Zulagen wieder an den Staat zurück.

Armaturen

Dieser Begriff ist nicht nur Autofahrern bekannt. Armaturen dienen ebenfalls im sanitären Bereich (also im WC oder Badezimmer) als Verschlussvorrichtungen, welche die Zuleitung von Wasser regeln. Das bekannteste Beispiel hierbei ist der Wasserhahn. In der Praxis handelt es sich vornehmlich um Metall-Armaturen. Aber auch in anderen Bereichen des Hauses, wie beispielsweise der Küche, dienen spezielle Design-Armaturen der Verschönerung von Wasserzuläufen.

Atmende Baustoffe

Wenn bestimmte Baumaterialien die Fähigkeit besitzen, feuchte Raumluft aufzunehmen und nach geraumer Zeit wieder abzugeben, so werden diese Baustoffe allgemein als atmend bezeichnet. Allerdings sorgt bei solchen gasdichten Baustoffen erst ein richtiges Belüftungssystem dafür, dass die feuchte Raumluft auch selbständig wieder entweicht. Von alleine atmen kann also auch die beste Wand nicht.

Auflassung

Einigung des Verkäufers und des Käufers auf den Eigentumswechsel zur Übertragung des Grundstücks- bzw. Immobilieneigentums (§ 925 BGB). Der Eigentumsübergang erfolgt erst durch die Auflassung und die Eintragung des Eigentumswechsels ins Grundbuch.

Auflassungsvormerkung

Sichert den schuldrechtlichen Anspruch auf Übertragung des Eigentums an einem Grundstück. Die Auflassungsvormerkung wird in Abteilung II des Grundbuchs eingetragen. Sie schützt den zukünftigen Eigentümer davor, dass der Verkäufer das Objekt z. B. an eine weitere Person verkauft und/oder mit weiteren Lasten und Beschränkungen belastet.

Aufmaß

Bevor gebaut wird, dienen Skizzen und Zeichnungen in Verbindung mit den dazugehörigen Maßen als entscheidende Grundlage für Architekt, Handwerker und Bauherr. Auch am Ende der Bauleistung sind solche Entwürfe wichtig, um die entsprechende Abrechnung der erbrachten, handwerklichen Arbeit zu gewährleisten. Diese mit Maßen versehenen Zeichnungen vor und nach der Bauleistung werden als Aufmaß bezeichnet.

Aufteilungsplan

Eine von der Baubehörde mit Unterschrift beurkundete Bauzeichnung. Auf diesem Plan müssen sowohl die Aufteilung des Gebäudes als auch die Lage und Größe der im Sondereigentum und gemeinschaftlichen Eigentum stehenden Gebäudeteile erkennbar sein. Durch die in der Regel fortlaufende Nummerierung der Nutzungseinheiten sollen Verwechslungen und Irrtümer ausgeschlossen werden.

Auftritt

Beim Treppenbau wird mit diesem Begriff die Tiefe der waagerechten Fläche, also Vorderkante einer Stufe bis zur Vorderkante der nächsten Stufe, bezeichnet. Ausreichende Breite für den Auftritt und gleichmäßig ausgerichtete Stufen zeichnen eine bequem begehbare Treppe aus. Dabei sind die Treppenauftritte im Außenbereich eines Gebäudes normalerweise etwas tiefer als die Gegenstücke im Innenbereich.

Aufwendungshilfen

Öffentliche Zuschüsse oder Darlehen für Eigentümer neu errichteter, eigengenutzter Immobilien. Diese sollen nach den Bestimmungen des II. WoBauG zu einer Entlastung nach dem Bezug beitragen und werden über mehrere Jahre hinweg in abnehmenden Monatsraten ausbezahlt. Für die Aufwendungshilfen müssen bestimmte Einkommens- und Wohnflächengrenzen eingehalten werden.

Genaue Laufzeiten, Fördersätze und Verteilungskriterien können Sie den aktuellen Wohnungsbauförderungsbestimmungen der einzelnen Bundesländer entnehmen.

Ausbauhaus

Ein Haus, welches aus vorgefertigten Teilen nur bis zu einem bestimmten Grad durch eine Baufirma errichtet wird. Im Gegensatz zu einem Fertighaus wird ein Ausbauhaus nicht schlüsselfertig geliefert, sondern durch den Bauherrn in Eigenleistung fertiggestellt.

Ausbauhaus

Fertighäuser, bei welchen der Bauherr den Innenausbau teilweise oder sogar komplett selber vornimmt, werden als Ausbauhäuser bezeichnet. Bei der Baufinanzierung hat dies den Vorteil, dass die selbst geleistete Arbeit dem  Eigenkapital zugeschlagen wird. Eine generelle Vorschrift, was und wie viel der Hersteller eines Ausbauhauses vertraglich erbringen muss, gibt es in Deutschland nicht. Insofern ist es aber auch dem Bauherr überlassen, welches Angebot mit welchen Bauleistungen ihm am besten erscheint. Prinzipiell gilt: je größer das „Grundgerüst“ (Doppelhaus, Reihenhaus, Villa u.a.), umso intensiver kann auch der zu leistende Eigenanteil werden.

Ausblühung

Klingt wesentlich schöner, als es in Wahrheit ist: Ausblühungen zählen zu den Bauschäden und sind verkrustete Salzablagerungen auf der Bauwerksoberfläche. Diese werden aus Putz oder Mörtel ausgelaugt, sobald Wasser von innen nach außen gelangt. Entdeckt man solche Bauschäden, muss zunächst die Quelle des „wandernden“ Wassers gefunden und anschließend beseitigt werden. Hilfsmittel dafür sind Drahtbürste, Bohrmaschine oder Hochdruckreiniger. Anschließend gilt es, die betroffene Stelle ordnungsgemäß zu reinigen und zu grundieren. Ausblühungen sollten immer direkt und gründlich entfernt werden, damit es nicht zu einer erneuten Ablagerung kommt.

Ausnutzungsgrad

Das Verhältnis der über die Monate einfließenden Wärmegewinne und der Nutzbarkeit dieser Wärme wird bei einem Passivhaus mit dem Ausnutzungsgrad beschrieben. Im Sommer bewegt sich der Ausnutzungsgrad gegen Null, weil die gewonnene Wärme durch die Sonneneinstrahlung, Lampen, E-Geräte und Personen selten oder gar nicht genutzt werden. Im Winter ist der Nutzungsgrad dementsprechend höher, weil die passive erzeugte Wärme dann gebraucht wird. Am wertvollsten ist die passive Wärmenutzung in der Übergangszeit im Frühling und Herbst.

Ausschreibung

Verschiedene Firmen, verschiedene Angebote: um einen fairen und transparenten Wettbewerb zu gewährleisten, erfolgt vor der Verteilung von größeren Bauaufträgen immer eine Ausschreibung. Bei Bauvorhaben von öffentlichen Körperschaften ist diese Ausschreibung sogar gesetzlich vorgeschrieben. Eine Garantie, dass der günstigste auch gleichzeitig der beste Anbieter ist, hat der Bauherr dabei aber nicht.

Austrocknung

Die Austrocknung, oder auch Bautrocknung genannt, kann sowohl künstlich als auch natürlich erfolgen. Während die künstliche Trocknung in Kammern oder Durchlaufkanälen erfolgt und eine kürzere Trocknungszeit erfordert, so geschieht die natürliche Trocknung im Freien und wird daher auch als Freilufttrocknung bezeichnet. Häufig erfolgt beim Hausbau die Kombination aus einer Vortrocknung im Freien und der anschließenden technischen Endtrocknung.

Auszahlungskurs

Prozentsatz des Darlehensbetrages (Nominalbetrag), der an den Darlehensnehmer ausgezahlt wird.

Auszahlungsvoraussetzungen

Im Darlehensvertrag vereinbarte Bedingungen, die innerhalb einer bestimmten Frist erfüllt werden müssen, damit die Bank das Darlehen auszahlen kann (z. B. Eintragung der Grundschuld).

Außenanlagen

Hierzu gehören unter anderem die Ver- und Entsorgungsleitungen vom Hausanschluss bis zur Grundstücksgrenze, Gartenanlagen, Pflasterung und Befestigungen von Wegen. Ein Teil der Kosten für die Außenanlagen gehört zu den Herstellungskosten.

Außenwand

Hier bedarf es eigentlich nicht vieler Worte. Die Außenwand ist die Wand des Gebäudes, welche den Innen- vom Außenbereich trennt. Sie hat daher eine enorm wichtige, weil schützende Funktion am Haus. Aufgrund der Witterungsverhältnisse und anderen, äußeren Einflüssen muss eine Außenwand stets frostbeständig und widerstandsfähig aufgebaut sein. Auch Schalldämmung, Wärmeisolation und Brandschutz sind weitere, entscheidende Aufgaben. Die benötigten bautechnischen Anforderungen sind bei Außenwänden daher auch durch eine Fülle von Regeln und Gesetzen verankert.

Außenwände

Die Außenwände eines Hauses werden zum einen nach Art der Konstruktion, zum Beispiel mit und ohne Wärmedämmsystem. Zum anderen wird nach den verwendeten Materialien entschieden, zum Beispiel Porenbeton oder Beton. Beim Passivhaus ist die Dämmung der Außenwand unabdingbar für die passive Energiegewinnung.

Aval

Bei einem Aval übernimmt ein Kreditinstitut eine Bürgschaft oder stellt eine Garantie. Hierbei stellt das Institut keinen Geldbetrag, sondern seine eigene Kreditwürdigkeit zur Verfügung. Übernimmt das Institut eine Bürgschaft, verpflichtet es sich, für die Verbindlichkeiten des Kreditnehmers einem Dritten gegenüber einzustehen. Bei einer Garantie steht es für einen bestimmten in der Zukunft liegenden Erfolg ein.

B.

Backstein

Dieser auch als Ziegelstein bekannte Baustein besteht zu 100 Prozent aus naturreinem, gebranntem Ton oder Lehm und ist häufig (wenn auch nicht ausschließlich) für seinen rötlichen Farbton bekannt. Backsteine sind wetterfest, energiesparend und geben optisch ein schönes Bild ab. Somit eignen sich die Steine sehr gut für die Fassade eines Gebäudes. Den Namen verdankt der Backstein seiner ursprünglichen Herstellung, welche dem Handwerk des Bäckers sehr ähnelte.

Bauabnahme

Hierbei muss prinzipiell in privatrechtlich und baurechtlich unterschieden werden. Bei Ersterem geht das Gebäude vom Bauunternehmer auf den Bauherren über. Der Bauherr ist dabei laut Gesetz verpflichtet, das vertragsmäßig hergestellte Gebäude abzunehmen. Ist diese Abnahme und die Schlusszahlung erfolgt, so ist nun der Bauherr in der Pflicht für sein Gebäude.

Aber auch die Bauaufsichtsbehörde muss sicherstellen, dass das Bauwerk ordnungsgemäß errichtet wurde. Dies geschieht mittels baurechtlicher Abnahmen durch die Behörde. Nach einer Rohbauabnahme zu Beginn erfolgt ebenfalls eine Schlussabnahme, wenn das Gebäude vom Bauunternehmen als fertiggestellt bezeichnet wird. Der Behörde ist es außerdem überlassen, eine sogenannte Bauüberwachung während der Bauphase durchzuführen.

Bauantrag

Schriftlicher Antrag bei einer Baubehörde auf eine Baugenehmigung. Um das Baugenehmigungsverfahren mit dem Bauantrag einzuleiten, müssen folgende Unterlagen vorliegen:

  • Lageplan mit Berechnung der Wohn- und Nutzflächen, Maßstab 1 : 500
  • Bauzeichnungen (Grundriss-, Ansichts- und Schnittzeichnungen) im Maßstab 1 : 100
  • Berechnung des umbauten Wohnraums nach DIN 277, Teil 1 (Ausgabe 1987)
  • Entwässerungspläne
  • Statische Berechnungen
  • Baubeschreibungen
  • Nachweis einer Haftpflichtversicherung des Entwurfverfassers
  • Standsicherheits-, Wärme- und Schallschutznachweis
  • Vom Bauherrn und vom vorlageberechtigten Entwurfsverfasser unterschriebener Bauantragsvordruck.

 

Bauantrag

Ohne Genehmigung keine Bebauung: deshalb muss der Bauherr vor Beginn seines Vorhabens laut Baulagenverordnung einen Bauantrag bei der zuständigen Behörde stellen. Dieser Antrag muss lückenlos mit allen erforderlichen Unterlagen (Pläne, Berechnungen, etc.) eingereicht werden, da sonst eine Ablehnung oder Verzögerung bei der Bewilligung droht. Erstellt werden kann ein Bauantrag nur von einer bauvorlageberechtigten Person (in der Regel Architekten oder Bauingenieure). Diese stehen dem Bauherrn ebenfalls beratend zur Seite. Unterschrieben wird der Antrag von beiden Parteien.

Bauanzeige

Eine Bauanzeige wird direkt vom Bauherrn bei der zuständigen Baubehörde eingereicht. Hiermit gibt er ein Bauvorhaben bekannt, welches nicht baugenehmigungspflichtig ist.

Baubeginn

Den Start einer Bauzeit, also dem Zeitraum der Bauausführung bis zur finalen Bauabnahme, versteht man als Baubeginn. Nicht zur Bauzeit gehören hingegen die Zeiten für die Bauplanung sowie die Zeit bis zum Erhalt der Baugenehmigung.

Baubeschreibung

Detaillierte Aufstellung über Ausstattungs- und Ausfertigungsmerkmale eines Bauvorhabens. Wichtige Inhalte der Baubeschreibung sind z. B. Beschaffenheit der Wände und des Daches, Heizung, Art der Fenster etc. Sie gibt außerdem genaue Auskunft über die beim Bau verwendeten Materialien.

Aufgrund ihrer Wichtigkeit für die Beurteilung der Qualität eines Gebäudes ist die Baubeschreibung ein zentraler Bestandteil der Finanzierungsanfrage. Des Weiteren ist sie dem Antrag auf Baugenehmigung beizufügen.

Baubiologie

Den Menschen und die Natur vereint dieser Begriff. Denn Baubiologie ist die Lehre zwischen dem Lebewesen Mensch und seiner gebauten Umwelt. Wenn sich der Mensch wohlfühlt, das Haus gefestigt und auch die Natur im Einklang ist, wird von einem baubiologisch idealen Wohnumfeld gesprochen. Da das Wohlempfinden des Menschen viele subjektive Eindrücke beinhaltet, ist die Baubiologie (noch) nicht wissenschaftlich begründbar.

Bauerwartungsland

Wenn eine Fläche noch nicht als Bauland gekennzeichnet ist, jedoch bereits die Absicht besteht, es in Bauland zu verwandeln, spricht man von Bauerwartungsland. Die finale Nutzungsbestimmung muss jedoch verbindlich durch einen Bebauungsplan festgesetzt werden.

Baufertigstellungsbürgschaft

Langes Wort, relativ kurze Erklärung: diese Baubürgschaft sichert den Bauherrn ab, falls das beauftragte Bauunternehmen aufgrund finanzieller Engpässe nicht weiterarbeiten kann bzw. Insolvenz anmelden muss. Dadurch ist das bereits investierte Geld gesichert und der Hausbau kann planmäßig fortgesetzt werden. Die Bürgschaft muss vor dem Abschluss des Bauvertrages ausgehandelt werden.

Baufeuchte

Durch die nasse Verarbeitung von Baustoffen, wie z.B. Putz oder Farbe, entsteht zwangsläufig eine Feuchte im Bauwerk. Auch kann durch schlechten, äußeren Schutz an der Fassade Feuchtigkeit durch Regen oder Schnee ins Bauwerk eintreten. Kommt es hingegen nach dem Einzug durch Zimmerpflanzen oder dem Wasserdampf vom Kochen und Duschen zu einer Ansammlung von Feuchte, so spricht man von der sogenannten Wohnfeuchte.

Baufinanzierung

Die meisten Menschen benötigen eine Baufinanzierung, wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen möchten. Hierfür nehmen sie einen Kredit bei einer Bank auf und zahlen diesen über einen Zeitraum von mehreren Jahren oder Jahrzehnten wieder zurück. Wenn ein Kreditnehmer seine Baufinanzierung über uns beantragt, muss er nicht selbst bei den Banken anfragen und die verschiedenen Angebote vergleichen, sondern erhält die für ihn passende und günstigste Baufinanzierung ohne viel Aufwand.

Baugenehmigung

Ein in den jeweiligen Bauordnungen der einzelnen Bundesländer vorgeschriebenes förmliches Verfahren zur Genehmigung eines Bauvorhabens. Die Baugenehmigung ist zeitlich befristet und gebührenpflichtig. Ohne die Erteilung einer Baugenehmigung darf mit den Baumaßnahmen nicht begonnen werden. In einigen Bundesländern ist für bestimmte Baumaßnahmen eine Bauanzeige ausreichend.

Baugenehmigung*

Wurde der Bauantrag vollständig bei der Behörde eingereicht, so erteilt diese in der Regel eine Baugenehmigung. Dieser „Bauschein“ ist dann bindend und kann von der Verwaltung nicht mehr geändert oder ergänzt werden. Deswegen enthalten viele Baugenehmigungen zusätzliche Nebenbestimmungen, welche es vom Bauherrn zu erfüllen gilt. Erst dann wird die Baugenehmigung auch rechtskräftig.

Link zu Bauantrag

Baugrenze

Die im Bebauungsplan festgelegte Grenze, welche nach § 23 der Baunutzungsverordnung (BauNVO) von Gebäuden oder Gebäudeteilen nicht überschritten werden darf.

Baugrundgutachten

Hierbei wird von einem Gutachten gesprochen, welches von Sachverständigen hinsichtlich des zu bebauenden Grundes erstellt wird. Dabei fließen die Ergebnisse der Baugrunderkundung sowie der Baugrunduntersuchung mit ein. Das Gutachten gibt so zum Beispiel Auskünfte über die Beschaffenheit des Bodens, dessen Tragfähigkeit oder mögliche Probleme mit dem Grundwasser. Es ist für jeden Bauherrn ratsam, vor Beginn der Arbeiten ein Baugrundgutachten in Auftrag zu geben.

Bauherr

Ein Bauherr ist eine Person, die ein Bauvorhaben in eigenem Namen und Interesse durchführt bzw. durchführen lässt. Der Bauherr trägt die Risiken der Vorbereitung und der Durchführung einschließlich des Bauherrenhaftungsrisikos und entscheidet sowohl über die architektonische und technische Gestaltung als auch über die Finanzierung.

Bauherr

Dieser Kernbegriff bezeichnet diejenige Person, welche ein Bauvorhaben veranlasst. Zu den Pflichten gehören dabei beispielsweise, dass die Baumaßnahme dem öffentlichen Baurecht entspricht. Auch für die Sicherheit auf der Baustelle trägt zum großen Teil der Bauherr die Verantwortung. Der Bauherr tritt selbständig an Architekt, Bauleiter und die Bauunternehmen heran – es sei denn, er selber ist rechtmäßig befähigt, diese Aufgaben zu übernehmen.

Bauherren-Haftpflichtversicherung

Diese Versicherung deckt Schäden, die Dritte auf einem Baugrundstück oder durch eine Baumaßnahme erleiden könnten und für die der Bauherr haftbar gemacht werden kann.

Bauherrenhaftpflicht-Versicherung

Wo gebaut wird, da gilt es einen hohen Grad an Sicherheit zu gewährleisten. Dennoch kann es passieren, dass Passanten, welche an der Baustelle vorbeigehen, verletzt werden. Um sich in solchen Fällen als Bauherr finanziell abzusichern, empfiehlt sich der Abschluss einer solchen Versicherung. Diese gilt von Baubeginn an bis zur vollzogenen Schlussabnahme.

Baujahr

Als Baujahr eines Gebäudes gilt das Jahr der Bezugsfertigstellung. Wurden Gebäude durch Schäden unnutzbar und später wiederhergestellt, gilt das Jahr der ursprünglichen Bezugsfertigstellung. Bei total zerstörten Gebäuden hingegen gilt das Jahr des Wiederaufbaus als Baujahr.

Baulast

Diesen Begriff findet man im Bauordnungsrecht. Er bezeichnet in den meisten deutschen Bundesländern eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung des Grundstückseigentümers gegenüber der Baubehörde. Dies bedeutet, auf dem eigenen Grundstück bestimmte Vorgänge zu dulden. Das kann das Durchfahrtsrecht des Nachbarn, das Aufstellen von Telegrafenmasten oder das Dulden von Nachbars Scheune sein. Festgehalten wird all dies im Baulastenverzeichnis.

Bauleistungsbeschreibung

Der Traum vom Eigenheim kostet Zeit, handwerklichen Aufwand – und eben auch Geld. Damit der Bauherr gerade bei Letzterem nicht den Überblick verliert, sind in diesem Dokument alle vertraglichen Leistungspflichten des Bauträgers detailliert beschrieben. Dazu gehören z.B. die zu verwendenden Baumaterialien ebenso wie der Wunsch nach Fliesen im Badezimmer. Soll heißen: was genau beschrieben wurde, muss von der Baufirma auch gewährleistet werden und was in der Beschreibung fehlt, darauf hat der Bauherr im Nachhinein auch keinen Anspruch. Somit ist die Bauleistungsbeschreibung ein enorm wichtiges Dokument zwischen Bauherr und Bauunternehmen und sollte zur Kontrolle zusätzlich einem Experten vorgelegt werden.

Bauleistungsversicherung

Eine Bauleistungsversicherung springt ein, wenn während der Bauphase an der Immobilie, den Bauteilen oder den Baustoffen Schäden entstehen. Diese können durch Naturkatastrophen, Diebstahl oder Vandalismus verursacht werden.

Bauleitung

Die Bauleitung überwacht und leitet eine Baustelle oder einen Teil der Baustelle und ist somit für die ordnungsgemäße Abwicklung der Bauarbeiten (zeitlicher Ablauf, eingesetzte Materialien, Sicherheit u.a.) verantwortlich. Bei etwas kleineren Bauvorhaben wie z.B. dem Einfamilienhaus übernimmt die Bauaufsicht häufig der beauftragte Architekt.

Baumängel

Mängel an einem Bauwerk, die auf fehlerhafte Entwürfe, Ausführungen oder mangelhaftes Material zurückzuführen sind und den Wert bzw. die Tauglichkeit des Bauwerks mindern. Um vom Verursacher eventuell Nachbesserungs- oder Gewährleistungsansprüche geltend machen zu können, sollten Bauherren bei erkennbaren Schäden bereits bei der Bauabnahme einen schriftlichen Vorbehalt einlegen.

Baumängel

Niemand wünscht sie sich, aber sie treten auf: die Baumängel. Solche Fehler im Handwerk sollten schnell erkannt und behoben werden – schon allein deswegen sollten die Bauherrn während der Baumaßnahmen regelmäßig auf der Baustelle vorbeischauen. Ebenso ist eine detaillierte Baubeschreibung für die Handwerker von Vorteil, damit nach Fertigstellung von z.B. den Badfliesen oder der Heizungsanlage kein böses Erwachen folgt. Ebenso ist eine unabhängige Qualitätskontrolle durch einen Bausachverständigen empfehlenswert. Kommt es dennoch zu einem Mangel, sollte dieser durch die Baufirma behoben werden.

Baunebenkosten

Zu den Baunebenkosten gehören unter anderem die Kosten für Architekten- und Ingenieurleistungen, die Gebühren für behördliche Prüfungen und Genehmigungen und die Kosten der Finanzierung.

Baunebenkosten*

Nicht selten unterschätzt, aber stets vorhanden: (LINK) Baunebenkosten (LINK) können bis zu 20 % der gesamten Baukosten ausmachen. Dazu zählen u.a. das Honorar für den Architekten, die Grunderwerbsteuer, Gebühren sowie eventuelle Erschließungskosten für das Grundstück.

Bauordnung

Die Bauordnung wird auf Landesebene festgelegt. Neben dem Verfahren der Baugenehmigung werden auch die materiellrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung, Änderung und den Abbruch baulicher Anlagen geregelt.

Bauspardarlehen

Ein von den Bausparkassen für wohnwirtschaftliche Zwecke gewährtes nachrangiges Baufinanzierungsdarlehen. Der Bausparer spart je nach Tarif 40 % bis 50 % der Bausparsumme an und erhält dann ein Bauspardarlehen von entsprechend 60 % bzw. 50 %. Der Vorteil von Bauspardarlehen ist der relativ günstige Darlehenszinssatz. Allerdings ist zu beachten, dass die Belastung des Grundstücks durch Bauspardarlehen nicht mehr als 80 % seines Beleihungswerts betragen darf.

Bausparen

Regelmäßiges Sparen, um für wohnwirtschaftliche Zwecke ein Darlehen zu erhalten. Nach Abschluss eines Bausparvertrags ist der Bausparer verpflichtet, eine vorher festgelegte Mindestsumme anzusparen. Nach der Ansparphase erwirbt er das Recht auf ein zinsgünstiges Bauspardarlehen. Aufgrund der steuerlichen Vorteile und der Förderung durch die Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmersparzulage für vermögenswirksame Leistungen bleibt das Bausparen eine beliebte Möglichkeit der Immobilienfinanzierung.

Bausparguthaben

Summe der in einem Bausparvertrag bereits angesparten Bausparbeiträge inklusive der Zinsen.

Bausparkasse

Bausparkassen sind Kreditinstitute, deren Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Einlagen von Bausparern entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen Gelddarlehen zu gewähren. Das Bauspargeschäft darf nur von Bausparkassen betrieben werden. (Gesetz über Bausparkassen § 1.1)

Bausparsumme

Betrag, über den ein Bausparvertrag abgeschlossen wird. Er setzt sich zusammen aus Bausparguthaben und Bauspardarlehen. Von der Bausparsumme hängt unter anderem die Höhe der Abschlussgebühr und des monatlichen Tilgungsbeitrags ab.

Bauspartarif

Im jeweiligen Bauspartarif ist festgelegt, wie hoch die Guthabenverzinsung, die Mindestansparsumme, die Mindestlaufzeit und der Darlehenszins sind. Auch ist hier die Gebühr festgeschrieben, die bei Abschluss des Vertrags fällig wird. Bausparkassen bieten meist verschiedene Tarife an.

Bausparvertrag

Vertrag mit einer Bausparkasse, durch den der Darlehensnehmer nach Ansparen der Bausparsumme ein Bauspardarlehen erhalten kann.

Baustrom

Da ein Neubau noch keinen Stromanschluss besitzt, für die Bauarbeiten jedoch eben dieser Strom dringend benötigt wird, sorgt der Bauunternehmer mittels eines errichteten Baustromverteilers für die Stromzufuhr auf der Baustelle.

Bauträger

Ein Bauträger erwirbt in eigenem Namen und auf eigene Rechnung Grundstücke. Auf diesen errichtet das Unternehmen Immobilien, welche es nach Fertigstellung verkauft.

Bauträgermodell

Konzept, bei welchem noch in der Planungs- bzw. Bauphase befindliche Immobilien gekauft werden. Dadurch können steuerliche Förderungen ausgenutzt werden.

Bauwesenversicherung

Eine Bauwesenversicherung wird heutzutage als Bauleistungsversicherung bezeichnet. Diese Versicherung springt ein, wenn während der Bauphase an der Immobilie, den Bauteilen oder den Baustoffen Schäden entstehen. Diese können durch Naturkatastrophen, Diebstahl oder Vandalismus verursacht werden.

Bebauungsplan

In einem Bebauungsplan werden die zulässigen baulichen Nutzungsarten rechtsverbindlich festgesetzt. Das bedeutet, dass hierin alle wesentlichen Angaben in Bezug auf die künftige Gestaltung des Gebiets zu finden sind. Er beinhaltet z. B. die Bauweise, die überbaubaren und nicht überbaubaren Grundstücksflächen, die Baugrenzen, die Anzahl der Geschosse und die Mindestgröße der Baugrundstücke.

Bebauungsplan

Da nicht überall und willkürlich bebaut werden darf, entwickeln Vertreter von Städten und Gemeinden in Eigenverantwortung Pläne für die Bebauung eines Baugebietes. Diese Bebauungspläne müssen öffentlich für jeden Bewohner des Ortes einzusehen sein. Des Weiteren werden diese Pläne unter Berücksichtigung der Landesbauordnung und den Bundesgesetzen entworfen. Somit unterscheiden sich Bebauungspläne zwischen den einzelnen Bundesländern und enthalten verschiedenste Vorgaben für die Bauherren und Architekten.

Beheizte Wohnfläche

Die beheizte Wohnfläche kann nach § 44 Abs.1 der II. Berechnungsverordnung für den preisgebundenen Wohnraum berechnet werden. Die beheizte Wohnfläche ist in der Regel kleiner als die nach physikalischen Gesichtspunkten ausgerechnete Gebäudenutzfläche laut Energiesparverordnung. Grund dafür ist, dass bei der beheizbaren Wohnfläche nur die wirklich genutzten Flächen innerhalb einer Wohnung berechnet werden.

Beheiztes Gebäudevolumen (Ve)

Das beheizte Gebäudevolumen (Ve) ist das Volumen, das von der wärmeübertragenden Umfassungs- oder Hüllfläche umschlossen ist. Es wird anhand von Außenmaßen berechnet und schließt mindestens alle Räume eines Gebäudes ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß beheizt werden. Aus diesem Grund umfasst das beheizte Gebäudevolumen entweder das gesamte Haus oder nur entsprechend beheizte Räume.

Bekiesung

Kies, also grobkörniger Sand, stellt als Lockersediment einen wichtigen Rohstoff für die Bauwirtschaft dar. Verwendet wird er hauptsächlich als Zuschlagstoff in Beton und als Schüttmaterial. Kies eignet sich ebenfalls als Filterschicht bei feuchten Untergründen sowie zur Verhinderung von aufsteigender Bodenfeuchte.

Belastung

Gemeint sind die auf ein Bauwerk einwirkenden Kräfte wie Wind-, Schnee- oder Verkehrslast. Auch das eigene Gewicht und Temperaturänderungen versteht der Baustatiker als Belastungen.

Beleihung

Die zu finanzierende Immobilie wird in den meisten Fällen als Sicherheit für den Baukredit herangezogen. Mit dieser so genannten Beleihung sichern sich Kreditinstitute gegen eine mögliche Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers ab. Die Höhe der Beleihung ist abhängig von dem Beleihungswert und der Beleihungsgrenze des Objekts.

Beleihungsauslauf

Der Anteil des Objektwertes in Prozent, der fremdfinanziert - also beliehen - wird. Der Beleihungsauslauf bezieht sich auf den Beleihungswert einer Immobilie, nicht auf den Kaufpreis. Beispiel: Eine Immobilie kostet 300.000 Euro und hat damit einen Beleihungswert von 270.000 Euro (Sicherheitsabschlag 10 %). Bei einem Darlehen in Höhe von 150.000 Euro beläuft sich der Beleihungsauslauf somit auf 56 %.

Beleihungsgrenze

Kreditinstitute dürfen nur bis zu einer bestimmten Grenze Immobilien beleihen. Das bedeutet, dass nur ein bestimmter Teil des Objekts als Absicherung für das Darlehen dienen kann. Die Grenze richtet sich nach den für das jeweilige Institut maßgebenden gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften.

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