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Parkettboden: So wird er richtig gepflegt

Ein Parkettboden zählt zur gehobenen Klasse der Materialien für den Bodenbelag und sieht als Naturmaterial äußerst ansprechend aus. Zudem dünstet er, im Vergleich zum Laminat, weniger aus. Giftstoffe sind bei hochwertigem Parkett nicht enthalten. Doch das sind nicht die einzigen Gründe, die für einen Echtholzboden sprechen.

Viele favorisieren seine natürliche Optik. Weiterhin strahlt ein Parkettboden im Winter auch ohne Fußbodenheizung mehr Wärme aus als Laminat, PVC oder Fliesen. Bei richtiger Pflege hält Parkett ein Leben lang und behält seine Schönheit dauerhaft bei. 

Viele Häuslebauer stehen jedoch nach dem Erhalt des Fußbodenbelags vor der Herausforderung der Reinigung. Bei Parkett gilt es einiges zu beachten. So kann nicht wahllos losgeputzt und jedes Gerät verwendet werden. Glücklicherweise gibt es auch online viele Informationen zur richtigen Pflege verschiedener Bodenbeläge.

Parkett regelmäßig reinigen

Sauberkeitsmuffel sollten sich den Parkettboden noch einmal überlegen. Damit der Boden dauerhaft ansehnlich bleibt, muss er regelmäßig gereinigt werden. Vor allem eine Oberflächenreinigung ist wichtig. Diese ist vorzugsweise mit einem Besen vorzunehmen. Parkett hat eine, je nach Holzart, weiche Oberfläche. Gerade kleine Steinchen, die sich in der Schuhsohle verfangen, können dem Parkett schaden. Also: Straßenschuhe draußen lassen.

Nur geeignete Sauger benutzen

Viele haben kaum Zeit für eine umfassende tägliche Reinigung. Sie wollen das Kehren schnell hinter sich bringen und entscheiden sich für den Staubsauger als Alternative zum Besen. Allerdings besteht der Staubsauger aus Hartplastik. Sofern er über einen Bürstenaufsatz verfügt, sollte dieser den Anforderungen des Parketts entsprechen. Deshalb ist es wichtig, sich vor der Nutzung tief mit dem jeweiligen Gerät auseinanderzusetzen und bspw. den Test des Miele Saugroboters zu lesen. Hier wird gezeigt, welcher Staubsauger die Kriterien am besten erfüllt.

Er muss sehr weich sein und den Schmutz sanft aufnehmen. Für größere Verschmutzungen ist der Sauger nicht geeignet, da er den Schmutz zum Teil über den Boden schiebt statt ihn einzusaugen.

Zudem sind viele Geräte auf die aktuellen Anforderungen angepasst und einige sind sogar speziell für die Teppich- und Parkettpflege geeignet. Von einem klassischen Sauger ohne Bürstenaufsatz ist jedoch abzuraten, da dieser Streifen hinterlässt.

Die Wassermenge gut dosieren

Holzböden, ob Echtholz oder Laminat, sollten mit wenig Wasser auskommen. Bei Laminat leidet vor allem die Fuge zwischen den Laminatbrettern unter einem Feuchtigkeitsstau. Dann quillt das Laminat aus und zieht sich anschließend nicht mehr zurück. Parkett reagiert ähnlich empfindlich. Deshalb gilt es beim Wischen stets darauf zu achten, dass der Wischer nur leicht feucht ist. Idealerweise greifen Parkettbesitzer auf einen Sprühwischer zurück. Der Sprühwischer spart ohnehin viel Wasser ein und das lästige Befüllen des Wassereimers bleibt erspart.

Nach dem ersten Wischgang ohne ein Reinigungsmittel empfiehlt sich mit dem zweiten Wischgang ein Reinigungszusatz in das Wasser gegeben werden. Bitte darauf achten, dass dieser nicht aggressiv ist. Sie ahnen es bereits: Wie bei anderen Materialien muss auch bei der Parkettpflege auf das Reinigungsmittel geachtet werden – und nicht jedes Mittel bietet sich für Parkett an. Häufig befinden sich auf den jeweiligen Verpackungen der Pflegemittel diverse Informationen zu den jeweiligen Bodenarten.

Wichtig: Allergiker sollten die Inhaltsstoffe kennen. Gleiches gilt für das Parkett. Vorab sollten sich Hausbesitzer darüber informieren, wie das Parkett verarbeitet wurde und welche Versiegelung zum Einsatz kam.

Wischbezüge auf Parkett ausrichten

Es gibt unzählige Wischmodule. Dazu passend liefern die Hersteller die verschiedensten Bezüge. Die meisten Bezüge bestehen heutzutage aus Microfaser. Für Fliesen, Laminat und PVC bieten sich diese Wischbezüge sehr gut an. Sie sind sehr saugstark und können aufgrund ihrer groben Struktur Schmutz schnell entfernen. Natürlich kommt es auf die richtige Wischtechnik an! Parkett spielt jedoch auch hier eine Sonderrolle.

Wer Parkettböden mit Mikrofaser gereinigt hat, kennt das Problem: Mikrofaser zerstört die Oberfläche des Parkettes. Außerdem kommt man beim Wischen schlecht voran. Deshalb gibt es spezielle Wischbezüge für Parkett. Auch hier gilt: Lieber trocken bzw. leicht feucht reinigen als mit einem nassen Lappen. Zudem ist es sinnvoll die Fenster zu öffnen, damit das Wasser schnell trocknet und sich der Boden erholen kann.

Hartnäckigen Schmutz entfernen und schnell reagieren

Hartnäckiger Schmutz kann bei Parkett zum Problem werden. Viele greifen dann kurzerhand zu Scheuermilch. Allerdings besteht dieses aus einem feinen Granulat. Dieses Granulat kann das Parkett zerkratzen oder Flecken zurücklassen. 
Deshalb: Auf Scheuermilch und ähnliche Reinigungsprodukten verzichten. Bei starken Verschmutzungen bietet sich eine Lösung aus Salmiak und Wasser an. Sie hilft dem Parkettboden dabei sein übliches Aussehen zu erhalten.

Kippt ein Glas um oder fällt der Blumentopf auf den Boden, sollte schnell gehandelt werden. So zieht die Feuchtigkeit und der Schmutz nicht in den Boden. Nutzen Sie ein feuchtes Tuch und achten Sie darauf, dass sich der Fleck nicht weiter ausbreitet.

Zuerst die Oberfläche abtupfen und überschüssigen Schmutz entfernen. Erst dann ist eine Reinigung mit einem Mittel sinnvoll.

Weitere Tipps:

  • Teppiche mit einem unteren Bezug aus Gummi nicht auf das Parkett legen, sie sich mitunter anfangen zu kleben und sich nicht mehr entfernen lassen
  • Die Beine und Füße von Tischen und Stühlen sowie Schränken mit Filz bekleben, sodass das Verschieben der Möbel keine Spuren hinterlässt 
  • Hausschuhe statt Straßenschuhe tragen
  • Das Holz regelmäßig ölen und versiegeln. So dringt der Schmutz nicht bis in die Tiefen vor
  • Essigwasser unterstützt die Reinigung
  • Bei massiven Verschmutzungen bietet sich die Verwendung von Spiritus an

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