Das verklinkerte Haus.

Die Klinkerfassade – Vor- und Nachteile im Überblick

Im Norddeutschland haben Klinkerfassaden eine lange Tradition. Imposante Bauwerke wie das Holstentor in Lübeck oder die Speicherstadt in Hamburg erhalten ihren Charme durch die gebrannten Ziegel. Dabei werden Klinker sogar schon seit Jahrhunderten verwendet. In Venedig schützen die „Backsteine“ die herrschaftlichen Paläste seit jeher vor dem Eindringen von Wasser, selbst die alten Ägypter und Römer haben ihre Häuser damit wind- und wetterfest gemacht. Die Vorteile und Nachteile einer Klinkerfassade wollen beim Bau und der Renovierung eines Hauses wohl bedacht werden.

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Vorteile einer Klinkerfassade

Klinker werden aus rein natürlichen Materialien wie Ton und einigen mineralischen Zusätzen hergestellt. Die hohen Temperaturen beim Brennen sorgen dafür, dass sich die feinen Poren des Materials verschließen. Dadurch kann kein Wasser mehr in die fertigen Klinker eindringen, was sie robust und langlebig macht.

Die unterschiedlichen Tonarten sowie die Zusatzstoffe sorgen für eine abwechslungsreiche Färbung der Klinker. Dadurch sind heute nicht nur rote Steine, sondern auch weiße, sandfarbene und graue Klinker in verschieden starken Schattierungen erhältlich. Jedes Gebäude erhält mit einer Klinkerfasse einen ganz individuellen Stil.

Im Vergleich zu einer Fassade mit normalem Außenputz ist Klinker nahezu unverwüstlich. Wärme, Frost und Regen – nichts kann den gebrannten Ziegeln wirklich etwas anhaben. Selbst Verfärbungen der Steine durch intensive Sonneneinstrahlung sind höchstens so minimal, dass sie nicht auffallen. Selbst Klinkerfassaden mit einem Alter von 100 Jahren und mehr sind bei Weitem keine Seltenheit.

Hinzu kommt, dass eine Klinkerfassade nur ein Minimum an Pflege benötigt. Normale Verschmutzungen durch Ruß oder Staub werden einfach vom Regen abgewaschen. Ein Nachstreichen nach einer gewissen Zeit, wie es bei einer Putzfassade nötig ist, entfällt. Die Versinterung des Materials verhindert außerdem, dass Salzkristalle auf den Steinen ausblühen können, sodass eine Klinkerfassade ihr Leben lang „wie neu“ aussieht.

Weitere Vorteile einer Klinkerfassade sind der optimale Brandschutz sowie der effektive Schall- und Wärmeschutz.

Dass Klinker nicht brennen, liegt in der Natur der Steine. Einem Feuer von außen widerstehen sie, sodass in vielen Fällen das Haus vor großen Schäden geschützt ist. Im wahrsten Sinne des Wortes kann eine Klinkerfassade also als eine Art Brandschutzmauer angesehen werden. Da eine Klinkerfassade zweischalig mit dazwischenliegendem Hohlraum errichtet wird, schützt sie zudem vor eindringender Kälte von außen und vor Wärmeverlust von innen. Spezielle Isolierklinker und Verfahren, mit denen der Hohlraum zwischen Innen- und Außenwand zusätzlich gedämmt werden kann, sorgen für noch weniger Energieverlust beim Heizen. Auch die Schallschutzwerte einer Klinkerfassade können sich durch die zweischürige Bauweise mit anderen Maßnahmen zur Geräuschdämmung messen.

Wer sein Haus mit einer Klinkerfassade entsprechend dämmt, kann sogar staatliche Förderungen erhalten.

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Was bieten Klinker?

  • tolle Witterungsresistenz
  • beeindruckenden Schallschutz
  • Stabilität
  • einfache Reinigung und Pflege
  • Langlebigkeit
  • hohes Einsparpotential bei der Energie
  • vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
  • besonderes nachhaltige Naturbaustoffe

Die Nachteile einer Klinkerfassade

Vorweg sei gesagt: Die Vorteile einer Klinkerfassade überwiegen beim Hausbau! Dennoch hat dieser Baustil auch den einen oder anderen Nachteil, der hier nicht unerwähnt bleiben soll.     

So müssen Bauherren oder Sanierer mit zunächst höheren Kosten im Vergleich zu einer Fassade mit Außenputz rechnen. Für eine Klinkerfassade fallen im Schnitt 120 bis 150 Euro pro Quadratmeter inklusive aller Arbeiten an, während eine Putzfassade inklusive Dämmung etwa 70 bis 100 Euro pro Quadratmeter kostet zzgl. die Kosten für den Anstrich.

Ein Neuanstrich auf Putz ist verhältnismäßig einfach zu bewerkstelligen. Bei der Farbauswahl sind so gut wie keine Grenzen gesetzt. Dagegen gestaltet sich der Anstrich einer Klinkerfassade wesentlich schwieriger. Vor allem dann, wenn es sich um glasierte Klinker handelt, die vor dem eigentlichen Anstrich zunächst aufwendig grundiert werden müssen.

Bei sehr alten Klinkerfassaden kann es passieren, dass der Mörtel in den Fugen zwischen den Steinen porös wird. Dadurch ist es möglich, dass Wasser eindringt und die gesamte Wand schädigt. Auch kann es bei einem eher minderwertigen oder falschen Mörtel zu sogenannten Ausblühungen von Salzkristallen kommen, die dann einen weiß-grauen Film auf der Wand bilden. Dieser lässt sich zwar relativ einfach entfernen; um in Zukunft davor sicher zu sein, ist jedoch eine spezielle Klinker-Versiegelung empfehlenswert.

Als weiterer Nachteil kann das Finden geeigneter Handwerker gesehen werden. Denn längst nicht jeder kann eine Klinkerfassade fachgerecht umsetzen.

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