Akustischer Wohnkomfort im Massivhaus

Ruhe genießen – Akustischer Wohnkomfort im Massivhaus

Erfahren Sie hier, was den akustischen Wohnkomfort im Massivhaus beeinflusst und was Sie bei Ihrer Bauplanung unbedingt berücksichtigen sollten!

Raus aus der Miete und rein ins eigene Massivhaus, davon träumen viele Paare und Familien. Ein Grund ist mit Sicherheit auch die Sehnsucht nach Ruhe. Nie wieder das Getrampel von oben, der viel zu laute Fernseher der Nachbarin rechts und der wummernde Bass der Studenten-WG von links! Akustischer Wohnkomfort lautet das Stichwort.

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Lärm oder Ruhe – Das empfindet jeder anders im Haus

Wieviel Lärm jeder einzelne erträgt oder was als Ruhe wahrgenommen wird, ist stark vom subjektiven Empfinden abhängig. Während der eine das Vogelkonzert zum Sonnenaufgang genießt, fühlt sich der geräuschempfindliche Langschläfer eher gestört. Wer lange in der Stadt oder an einer viel befahrenen Straße gelebt hat, den nervt Verkehrslärm weniger.

Selbst die allgemeine Tagesform kann Einfluss auf die Lärm-Empfindlichkeit haben – nach einem stressigen Tag kann einen das Ticken der Uhr in den Wahnsinn treiben, obwohl man es sonst immer ausblendet.

Um eine Orientierungsgröße dafür zu haben, was allgemein als störender Lärm, und was nahezu als unhörbar gilt, gibt es für Geräuschpegel die Maßeinheit „Dezibel“. Diese Werte werden zum Beispiel auf Waschmaschinen oder anderen Haushaltsgeräten angegeben. Aber auch das Geräusch eines explodierenden Silvesterknallers kann in Dezibel (dB) gemessen werden.

Allgemein gelten Geräusche ab 80 dB als Lärm. Aber trotzdem gehen viele gerne mal auf ein Live-Konzert, um sich von ihrer Lieblingsmusik beschallen zu lassen – welche Geräusche als störend empfunden werden ist individuell verschieden. Vor allem, wenn keine Dynamik und verschiedene Tonhöhen vorhanden sind. Ist ein Geräusch durchgängig, zum Beispiel ein leises Rauschen der Heizung im Winter, kann der Mensch dieses ausblenden und hört es nicht mehr.

Wissenschaftlich erwiesen ist jedoch, dass kontinuierlicher Lärm sich negativ auf die Gesundheit auswirkt. Bereits Geräusche ab 65 dB können zu einer Adrenalinausschüttung und einer erhöhten Pulsfrequenz führen, also Stress verursachen. Wer dauerhaft und ungeschützt Lärm ausgesetzt ist, wird krank. Nicht nur das Gehör nimmt bei extremer Lärmbelastung Schaden, auch niedrigere, dafür aber kontinuierliche Geräuschpegel wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Es ist also nicht nur für Musikliebhaber wichtig, wie die Akustik in einem Haus ist. Die Gebäude- und Raumakustik ist ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Wer einen Hausbau plant, sollte sich auch über den akustischen Wohnkomfort Gedanken machen. Hierbei gibt es verschiedene Aspekte zu beachten.

Einflussfaktoren auf den akustischen Wohnkomfort sind unter anderem:

  • Bautechnische Aspekte
  • Haustechnik
  • Grundrissgestaltung
  • Einrichtung des Hauses

Akustischer Wohnkomfort im Massivhaus – Bautechnische Aspekte

Jedes Haus ist von einer bestimmten Geräusch-Vielfalt umgeben. Je nach Lage des Grundstücks können dies vorbeigehende Menschen, spielende Kinder, vorbeifahrende Autos, Lastwagen oder sogar Züge sein. Prinzipiell gilt – je ländlicher das Grundstück gelegen, je weiter weg das Nachbarhaus, desto ruhiger die Umgebung.

Natürlich kann und möchte nicht jeder auf einer einsamen Waldlichtung oder einem 20-Einwohner Dorf ein Haus bauen. Auf Ruhe im Haus muss deshalb nicht verzichtet werden. Bei der Bauplanung kann die akustische Umgebung des Hauses miteinbezogen werden. 

Je nach Lärmbelastung kann mit entsprechender Wandstärke, Dämmmaßnahmen oder Fenstern verhindert werden, dass der Außenlärm ins Haus hineindringt. Dabei gilt es das Haus so zu konstruieren, dass von den Außengeräuschen maximal 30 dB ins Haus gelangen. Geräusche mit einer Lautstärke von 30 dB gelten allgemein als wahrnehmbar, aber nicht störend.

Um einordnen zu können, mit welcher Lärmbelastung in einer Umgebung zu rechnen ist, unterscheiden Bauexperten sogenannte Lärmpegelbereiche. Diese geben an, wie laut es außerhalb eines Hauses werden kann. Teilweise sind diese Lärmpegelbereiche in Bebauungsplänen vermerkt.

Den Lärmpegelbereichen entsprechend gibt es Schalldämmstandards, die festlegen, wieviel vom jeweiligen Außenlärm maximal noch in das Haus dringen darf. In der Regel ist dies die Hälfte der eigentlichen Lautstärke, die rund um das Haus wahrnehmbar ist.

Town & Country Massivhäuser sind generell für ein normales Wohngebiet, also den Lärmpegelbereich 2, konstruiert. Eine 24er Außenwand aus Porenbeton, 3-fach verglaste Fenster und normale Lüftungsausgänge lassen maximal 30 dB des Außenlärms in das Haus – eine Lautstärke, die in der Regel nicht als störend empfunden wird.

Wird ein Haus an einer stärker befahrenen Straße gebaut, sollte mit einer 30 cm starken Porenbeton-Wand bauen und benötigt Fenster der Schallschutzklasse 3. Mit Hilfe dieser Maßnahmen dringen nur noch rund 35 dB des Außenlärms in das Haus, also etwas lauter als das Ticken einer Armbanduhr.

In der Nähe einer Bundesstraße werden weitere Schalldämmmaßnahmen am Town & Country Massivhaus vorgenommen:

  • Außenwand mit einer Stärke von 36,5 cm
  • Fenster mit Schallschutzklasse 4
  • zentrale Lüftungsanlage

Für den Hausbau ab Lärmpegelbereich 5 wären noch weitere, sehr aufwändige Schalldämm-Maßnahmen nötig, wie beispielsweise ein 2-schaliges Mauerwerk. Und trotz des enormen Kostenaufwandes ist damit zu rechnen, dass ca. 45 dB des Außenlärms im Haus zu hören sind. Hier lohnt es sich also eher, nach einem anderen Grundstück in einer ruhigeren Gegend zu suchen – auch, wenn dieses vielleicht etwas mehr kostet.

Mehr Ruhe im Haus dank entsprechender Haustechnik

Nicht nur im Außenbereich eines Hauses gibt es Geräusche. Auch im Haus selbst gibt es verschiedenste Dinge zu hören. Nicht nur der Fernseher und das Radio, auch Kühlschrank, Heizung und Lüftung haben Auswirkungen auf den akustischen Wohnkomfort. Ob diese als störend empfunden werden oder nicht, ist individuell sehr verschieden.

Auf zahlreichen Haushaltsgeräten ist die Lautstärke mittlerweile in dB angegeben. Es lohnt sich also beim Kauf einer neuen Waschmaschine oder Kühlschrank darauf zu achten, wie laut diese Geräte werden können.

Auch die Heizung und die Lüftungsanlage im Haus machen Geräusche. Diese sind im Alltagstrubel im Haus jedoch kaum zu hören. Erst, wenn Ruhe einkehrt, können diese Geräte stören – insbesondere, wenn ein Bewohner sehr geräuschempfindlich ist.

Natürlich kann man weder auf die Heizung, noch auf die Lüftung im Haus verzichten. Aber es ist durchaus sinnvoll, dass diese Geräte vor allem dann arbeiten, wenn niemand im Haus ist bzw. es niemanden stört. Mit Hilfe der technischen Einstellungen kann man festlegen, wann die Aufheizzeiten der Gas-Brennwerttherme sind oder wann der Regenerationsmodus der Wärmepumpe startet. So stört das Geräusch der laufenden Heizung zum Beispiel nicht beim Einschlafen.

Wer sich für eine Wärmepumpe (Link zu entsprechenden Content) entscheidet, sollte unbedingt darauf achten, dass das Außengerät der Wärmpumpe nicht in der Nähe eines Schlafzimmers steht. Bei Town & Country Haus wird die Wärmepumpe aus diesem Grund in der Nähe vom Hausanschlussraum platziert.

Zwar ist eine Lüftungsanlage in modernen Häusern unverzichtbar, aber es ist kein Problem diese für einen begrenzten Zeitraum auszuschalten. So muss diese nachts nicht laufen, wenn das Geräusch beim Schlafen stört und auch im Sommer kann die Lüftungsanlage durchaus komplett ausgeschaltet werden. Darüber hinaus sind weitere Maßnahmen in Zusammenarbeit mit technischen Fachleuten möglich – beispielsweise, wenn sich die Bewohner eines Hauses durch die Geräusche, die eventuell durch die Außenöffnungen dringen, gestört fühlen.

Bei Grundrissplanung und Einrichtung auch an Akustik im Haus denken

Die wenigstens Bauherren denken bei der Grundrissgestaltung und Einrichtung ihres Hauses zuerst an den akustischen Wohnkomfort. Doch gerade bei der Raumverteilung gilt es auch daran zu denken, in welchem Bereich des Hauses man sich mehr Ruhe wünscht, und in welchem Bereich eine gewisse Geräuschkulisse weniger stört. So sollten die Schlafzimmer im Idealfall nicht an der Seite der Straße sein. Auch ist es vielleicht weniger sinnvoll, das Kinderzimmer direkt am Wohnzimmer, der Küche oder den Hauswirtschaftsraum angrenzen zu lassen.

Die Einrichtung des Hauses hat Einfluss auf den akustischen Wohnkomfort im Wohnzimmer. Wer schon einmal umgezogen ist und einen letzten Gang durch die leere Wohnung oder das leere Haus macht, kennt die Geräuschkulisse bestimmt: Es hallt, man hört jeden Schritt. Die Wahl des Bodenbelags, der Wandgestaltung und letztlich die Möblierung der Zimmer können sich positiv auf die Akustik im Haus auswirken. Es gibt Materialien, die besonders viel Schall schlucken, wie zum Beispiel Teppiche und Polstermöbel. Leere Wände schlucken weniger Schall, als Wände mit Bildern und Möbeln davor. Und wer sich für einen Holzfußboden oder Laminat entscheidet, sollte auf keinen Fall auf die Trittschalldämmung verzichten!

Fazit

Akustischer Wohnkomfort ist ähnlich wie die Lieblingsfarbe fürs Haus stark von der individuellen Wahrnehmung bestimmt. Wer ein Haus in einer lauteren Umgebung baut oder sehr großen Wert auf Ruhe legt, sollte bei der Bauplanung das Thema „Akustischer Wohnkomfort“ nicht außer Acht lassen und mit seinem Hausbau-Experten entsprechende Strategien erarbeiten.

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