Zweifamilienhäuser

Eine Familie, zwei Wohneinheiten: Das Zweifamilienhaus

Zweifamilienhäuser sind beliebt, denn schließlich sind die Baukosten in der Regel geringer als für zwei Einfamilienhäuser. Wer ein Zweifamilienhaus kaufen möchte, wird sich dies gründlich überlegt haben. Denn bei allen Vorteilen kann diese Lösung auch Nachteile haben. Es kommt dabei auf die Art der Nutzung an. Im Folgenden erfahren Sie, welche Nutzungsmöglichkeiten sich anbieten und worauf Sie dabei achten sollten.

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Nutzungsmöglichkeiten für ein Zweifamilienhaus im Überblick

  • als Wohnhaus für zwei befreundete oder verwandte Familien mit gemeinsamer Bauplanung
  • als Wohnhaus für die Bauherren inklusive zusätzlicher Wohnung zum vermieten
  • als Mehrgenerationenhaus, mit zusätzlicher Wohnung für die Eltern oder Kinder
  • als Wohnhaus mit angeschlossenem Gewerbe

Zweifamilienhaus für sich und Freunde oder Verwandte

Wenn sich zwei befreundete oder verwandte Familien die Bauplanung und möglicherweise sogar Finanzierung teilen, profitieren in der Regel beide Parteien. Denn Sie können die Kosten von Grundstück, Hausbau, Betriebskosten und spätere Instandsetzung aufteilen.

Schon allein beim Kauf des Grundstückes sparen beide Parteien erheblich. Bei einem Zweifamilienhaus sind die zwei Wohneinheiten in der Regel übereinander liegend angeordnet. Es wird zwar ein etwas größeres Grundstück benötigt als für zwei einzelne Häuser, trotzdem ist das Grundstück nicht doppelt so groß. Dementsprechend können Sie auch von niedrigeren Kosten ausgehen. Auch der Hausbau ist günstiger im Vergleich zum Bau von zwei Einfamilienhäusern. Das gilt in gewisser Weise auch für die Betriebskosten wie zum Beispiel die Heizung und natürlich die spätere Instandsetzung. Aus finanzieller Sicht profitieren also beide Parteien vom gemeinsamen Bau eines Zweifamilienhauses.

Was Sie bei der Bauplanung bedenken sollten

Räumliche Nähe

In einem Zweifamilienhaus leben Sie mit Ihren Nachbarn unter einem Dach, so entsteht eine größere Nähe als beispielsweise in einem Doppelhaus. Die räumliche und akustische Nähe kann Konflikte auslösen. Sie sollten sich aber sicher sein, dass Sie die Konflikte mit der zweiten Familie grundsätzlich regeln können. Beide Parteien müssen kompromissbereit sein. Es ist ratsam, in jedem Mehrfamilienhaus Hausregeln aufzustellen, um einen späteren Streit zu vermeiden.

Kompromissbereitschaft bei der Bauplanung

Die Kompromissbereitschaft beginnt oft schon bei der Bauplanung. Vielleicht haben beide Parteien unterschiedliche Vorstellungen von der Architektur des Gebäudes. Wenn Sie ein Zweifamilienhaus massiv bauen lassen möchten, haben Sie viele Auswahlmöglichkeiten. Gut ist es, wenn beide Parteien dieselben ästhetischen Vorstellungen haben und auch nach praktischen Gesichtspunkten entscheiden.

Unterschiedliche Wohnqualität im Zweifamilienhaus

Wenn Sie ein Zweifamilienhaus kaufen, wird es Ihnen nicht gelingen, beide Wohnbereiche völlig gleich zu entwerfen. Es gibt immer eine unterschiedliche Wohnqualität in jedem Wohnbereich. Üblich ist ein Zweifamilienhaus auf zwei Etagen zu bauen, theoretisch können es natürlich auch vier sein. Jede Wohneinheit hat ihre Vor- und Nachteile. Die Wohneinheit im Erdgeschoss hat einen direkten Zugang zum Garten. Dafür ist sie aber nicht so gut vor Einblicken geschützt und es besteht eventuell ein höheres Einbruchrisiko. In der oberen Wohneinheit wohnt es sich oft etwas ruhiger und man verfügt über mehr Privatsphäre. Dafür gibt es keinen direkten Zugang zum Garten. Außerdem müssen die Bewohner Treppen steigen. Ideal ist es natürlich, wenn beide Familien unterschiedliche Vorlieben haben und sich sehr schnell einig sind.

Zweifamilienhaus gemeinsam finanzieren

Wenn Sie ein Zweifamilienhaus massiv bauen lassen möchten, können beide Parteien eine Finanzierungsgemeinschaft bilden. Wenn zwei befreundete oder verwandte Parteien zusammen einen Baukredit aufnehmen, wird die Finanzierung günstiger. Sie können dann mitunter auch höhere Raten stemmen, da der Eigenkapitalanteil schließlich doppelt so hoch ausfällt. Die gemeinsame Finanzierung birgt aber Risiken, die Eigentumsverhältnisse, Pflichten und Rechte müssen vorab geklärt werden. Wenn eine der beiden Parteien zahlungsunfähig werden sollte, muss die andere die ausgefallenen Ratenzahlungen übernehmen. Ansonsten droht der Verlust des Eigenheims.

Eine gemeinsame Finanzierung sollte also immer gut überlegt werden. In der Praxis wird diese Lösung häufig innerhalb einer Familie gesucht, beispielsweise wenn Eltern und Kinder gemeinsam ein Zweifamilienhaus kaufen.

Zweifamilienhaus als Eigenheim, Kapitalanlage und Altersvorsorge

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit des Zweifamilienhauses ist die Vermietung der zweiten Wohneinheit. Ein entscheidender Vorteil ergibt sich bei der Finanzierung des Baudarlehens. Die Mieteinnahmen können genutzt werden, um das Darlehen abzuzahlen. Das Eigenheim trägt sich also fast von selbst. Bei dieser Lösung können Sie außerdem die Kreditzinsen sowie die Abnutzung von der Steuer absetzen.

Das Zweifamilienhaus ist mehr als nur ein Wohnhaus, es kann auch als Kapitalanlage dienen und wird schließlich zur Altersvorsorge. Nicht zuletzt eröffnet diese Lösung auch viele Möglichkeiten für die Zukunft. Sie können beispielsweise als junge Familie im unteren Teil des Hauses mit Garten wohnen und die Wohnung im oberen Geschoss vermieten. Vielleicht können später Ihre Eltern einziehen, damit Sie sich im Alltag behilflich sein können.

Wird ein Teil des Zweifamilienhauses vermietet, müssen Sie lediglich bedenken, dass sich die jährliche Steuererklärung etwas anspruchsvoller gestaltet.

Wenn Sie vorhaben, eine Wohneinheit des Zweifamilienhauses zu vermieten, werden Sie das bereits bei der Finanzierung berücksichtigen. Es gibt für diese Lösung verschiedene Tipps, informieren Sie sich also vorab gründlich.

Es kann vorteilhaft sein, für jede Wohneinheit einen separaten Kreditvertrag abzuschließen. Die Kosten lassen sich dann eindeutig zuordnen und Sie können die Zinsen für die vermietete Wohnung steuerlich absetzen. Bei dieser Variante können Sie Ihr Eigenkapital hauptsächlich zur Finanzierung Ihres eigenen Wohnbereiches nutzen und die Tilgung hierfür höher ansetzen.

Bei der Finanzierung sollten sich jedoch auch Unwägbarkeiten in der Zukunft bedenken. Ihr Spielraum für die Finanzierung wird durch die geplanten Mieteinnahmen zwar etwas besser. Gehen Sie aber nicht von den monatlichen Mieteinnahmen aus. Experten empfehlen das Darlehen so zu gestalten, dass Sie den Kredit auch notfalls ohne Mieteinnahmen bedienen können. Denn schließlich kann es immer zu Mietausfällen kommen.

Nutzung des Zweifamilienhauses als Mehrgenerationenhaus

Egal ob Sie das Zweifamilienhaus kaufen, um eine Wohnung an Familienmitglieder zu vermieten oder ob Sie sich bereits bei der Bauplanung für ein gemeinsames Projekt entscheiden - die Nutzung eines Zweifamilienhauses als Mehrgenerationenhaus bietet sich geradezu an. Für eine große Familie ist diese Lösung vorteilhaft. Denn beide Parteien haben ihren separaten Wohnbereich, leben aber trotzdem so nah beieinander, dass sie sich gegenseitig unterstützen können. In vielen Fällen wird im unteren Teil des Hauses mit Garten die junge Familie mit Kindern leben, während die Großeltern im oberen Teil wohnen. Für ein Mehrgenerationenhaus wird selbstverständlich bereits bei der Planung auf einen barrierefreien Zugang des oberen Wohnbereiches geachtet.

Zweifamilienhaus für Gewerbe und Wohnen nutzen

Wer ein Zweifamilienhaus kaufen möchte, kann auch einen Teil gewerblich nutzen. Wohnen und arbeiten unter einem Dach, das ist für viele Selbstständige eine Idealvorstellung. Kurze Arbeitswege und reduzierte Kosten kommen ihnen zugute. Egal ob Arztpraxis, Büro oder Ladengeschäft - grundsätzlich ist die Idee der gemischten Nutzung verlockend.

Bei der Suche des Grundstückes und bei der Bauplanung sollte jedoch beachtet werden, dass für die gewerbliche Nutzung eine entsprechende Baugenehmigung vonnöten ist. Das Grundstück muss sich in einem Gebiet befinden, das als Mischgebiet ausgewiesen ist.

Haus mit Einliegerwohnung als Alternative

Eine Alternative zum Zweifamilienhaus ist ein Haus mit Einliegerwohnung. Der wichtigste Unterschied ist, dass bei einem Zweifamilienhaus beide Wohneinheiten in etwa gleichwertig sind. Bei einem Haus mit Einliegerwohnung ist jedoch die Einliegerwohnung selbst hinsichtlich ihrer Bedeutung und Wohnfläche untergeordnet. In der Praxis ist die Hauptwohnung deutlich größer, sie befindet sich meist im Erdgeschoss. Sie umfasst beispielsweise einen Garten, einen Keller und ein oder zwei Etagen. Die Einliegerwohnung befindet sich darüber und hat eine kleinere Wohnfläche. Die Wohnung ist über einen separaten Eingang erreichbar, dieser muss sich aber nicht außerhalb des Hauses befinden. Es reicht ein Zugang über den Hausflur oder einen Windfang. Hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten gibt es natürlich Unterschiede. Da die Einliegerwohnung in der Regel deutlich kleiner ist als die Hauptwohnung, eignet sie sich beispielsweise sehr gut zum Vermieten. Auch für ein Mehrgenerationenhaus eignet sich ein Haus mit Einliegerwohnung.

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